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Renault Trafic E-Tech feiert IAA-Premiere

Neuer Elektro-Transporter mit 800-Volt-Technik

15.09.2026 | Renault bringt den Trafic E-Tech elektrisch mit neuer 800-Volt-Technik, hoher Reichweite und softwarebasierter Fahrzeugarchitektur auf den Markt.

Auf einen Blick:

  • Mehr als 470 km WLTP-Reichweite mit 81-kWh-Batterie
  • 800-Volt-Technik ermöglicht schnelles Nachladen in 20 Minuten
  • Bis zu 5,8 m³ Ladevolumen und 1,3 Tonnen Nutzlast
  • Erstes Renault-Nutzfahrzeug mit Software-Defined-Vehicle-Architektur
  • Renault Uptimize soll ab 2027 Ausfallzeiten reduzieren
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Start mit neuer Elektro-Plattform

Renault stellt auf der IAA Transportation 2026 in Hannover den neuen Trafic E-Tech elektrisch vor, der den Auftakt für insgesamt fünf neue Nutzfahrzeugmodelle bis 2028 bildet. Der Elektro-Transporter basiert auf einer neuen Plattform, bietet mehr als 470 Kilometer WLTP-Reichweite und ist zugleich das erste leichte Nutzfahrzeug der Renault Group mit einer Software-Defined-Vehicle-Architektur.

Der Trafic E-Tech nutzt eine 81-kWh-Batterie und eine 800-Volt-Architektur, mit der sich laut Renault in 20 Minuten Energie für bis zu 280 Kilometer Reichweite nachladen lässt; im Stadtbetrieb nennt der Hersteller knapp 690 Kilometer Reichweite und bis zu 380 Kilometer nachladbare Reichweite in 20 Minuten. Die Gesamtbetriebskosten sollen bis zu zehn Prozent unter denen eines vergleichbaren Verbrenners liegen.

Mit 10,3 Metern Wendekreis, 1,89 Metern Fahrzeughöhe, Mehrlenker-Hinterachse und einer auf Pkw-Niveau ausgelegten Sitzposition soll der Transporter auch im Stadtverkehr leichter zu bewegen sein. Gleichzeitig bleiben die Nutzfahrzeugeigenschaften erhalten: Bis zu 5,8 Kubikmeter Ladevolumen, 1,3 Tonnen Nutzlast, zwei Tonnen Anhängelast, Platz für drei Europaletten und eine Ladehöhe von 53 Zentimetern sind vorgesehen. Zunächst startet noch 2026 der Kastenwagen, für 2027 folgen Fahrgestell- und Doppelkabinenvarianten.

Neue Software soll Funktionen und Wartung verändern

Technisch setzt Renault beim neuen Trafic auf eine zentralisierte elektronische Architektur. Anstelle von rund 80 einzelnen Steuergeräten übernehmen zwei zentrale Rechner die Fahrzeugsteuerung; darauf läuft das gemeinsam mit Google entwickelte, Android-basierte CAR OS. Fahrzeugfunktionen können dadurch aktualisiert, analysiert und erweitert werden, während vorausschauende Wartung und regelmäßige Software-Updates die Verfügbarkeit erhöhen sollen. Hinzu kommen V2L zur Stromversorgung externer Geräte, eine künftig geplante ePTO-Funktion für Aufbauten sowie der "Converter Companion", über den Funktionen von Fahrzeugumbauten direkt in das OpenR-link-System integriert werden können.

Renault bietet dafür ein dreistufiges Umbaukonzept aus werkseitigen "Converted by Renault"-Lösungen, der Tochter Qstomize und rund 300 zertifizierten Aufbaupartnern an. Ab 2027 soll außerdem das Programm Renault Uptimize mithilfe von Echtzeitdaten und künstlicher Intelligenz Wartungsbedarf frühzeitig erkennen und Ausfallzeiten nach Herstellerangaben halbieren; Flottenmanager erhalten unter anderem Daten zu Kilometerstand, Verbrauch, Routen, Ladeverhalten sowie Eco- und Safety-Scores und können über eine Energy-&-Safety-Control-App Fahrzeugparameter zentral festlegen. Renault verweist dabei auf mehr als 400 Pro+ Zentren in Europa.

Auch die Umweltbilanz soll verbessert werden: Renault nennt über 200.000 Kilometer einen CO₂-Fußabdruck von rund 33 Tonnen CO₂-Äquivalent gegenüber etwa 63 Tonnen bei einem vergleichbaren Diesel. Dazu sollen unter anderem der effiziente Antriebsstrang mit mehr als 90 Prozent Wirkungsgrad, eine um sechs Prozent verbesserte Aerodynamik sowie die Produktion im französischen Werk Sandouville beitragen.

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