Renault Zoe im Test (2016): der kleine E-Stromer & der Kaufprämien-Turbo

Der Name des Renault Zoe ist Programm. Er verspricht „zero emission“, also null Emissionen und damit genau das, was ein E-Auto besonders auszeichnet. Diese Qualität haben andere Stromer freilich auch. Trotzdem verkaufte sich der Zoe vergangenes Jahr – wenigstens in Europa – besser als die anderen. Wir wollen im Test herausfinden, was den kleinen Franzosen so beliebt macht. Ein weiteres zentrales Thema: Die Auswirkungen der insgesamt 5.000-Euro-Rabatt beim Kauf eines neuen Zoe.

Renault Zoe: auf der Suche nach mehr Effizienz

renault_zoe_2016_ausen_seiteUnterwegs sind wir im Test mit dem neuen Zoe, der intern das Kürzel R240 trägt. Er ist das Produkt der Modellpflege des vergangenen Frühjahrs, bei der sich fast alles um den fremderregten Drehstrom-Synchron-Elektromotor drehte. Der soll nun effizienter arbeiten und mit der Energie des Akkus länger haushalten. Seine Leistung ist indessen fast dieselbe: Auf Dauer hauchen dem Zoe 58 Pferde Leben ein (vorher 63), maximal sind es wie bisher 88 PS; als Topdrehmoment stehen ab 250 Touren weiterhin 220 Nm zur Verfügung. Damit flitzt das kleine E-Mobil aus dem Stand in 4 Sekunden auf Tempo 50, in 8,6 Sekunden auf Tempo 80 – und in 13,5 Sekunden auf 100 km/h. Der e-Golf und der Nissan Leaf, beide deutlich stärker motorisiert, sind hier kaum schneller. Bei 135 km/h bremst Renault den Vortrieb dann jedoch abrupt ein – schneller muss ein Stadtauto aber auch nicht sein. Und mit der Elektrischen-Energie will sorgsam umgegangen werden: sonst geht der 290 Kilo schweren und 22 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie zu früh die Luft bzw. der Saft aus.

renault_zoe_2016_ausen_seiteGenau das soll Renaults neuem Stadtstromer nicht passieren. Und auf dem Papier schafft er auch 30 Kilometer mehr als der Vorgänger – konkret 240 km statt 210 km Reichweite. Wie bei den Verbrennungsmotoren sind die Normverbrauchswerte der E-Autos indes ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Renault verschweigt das nicht und weist zwei „tatsächliche“ Reichweiten-Werte aus: 170 Kilometer bei milden Außentemperaturen und 110 km bei kalten. Im Test kommen wir im Schnitt rund 150 Kilometer weit, das sind gut 25 Kilometer mehr als mit dem Vorgänger und im Mittel ca. 1,5 kWh/km. Renaults Angaben sind also durchaus realistisch, was den Zoe zu einem der reichweiten-stärksten Stromer macht. Er fährt im Schnitt mindestens so weit wie ein Nissan Leaf oder ein BMW i3, aber weiter als ein e-Golf.

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Zoe, das Schnellade-Ass

renault_zoe_2016_ausen_laden_wandsteckdoseDer stärkste Trumpf des Zoe ist jedoch die ab Werk mitgelieferte Ladeinfrastruktur. Denn bereits in der Basisausstattung „Life“ verbaut Renault das „Chameleon“-Ladesystem, das das Aufladen des Akkus in vier Lademodi von 2,3 bis 22 kW ermöglicht.

Zwar ist der Schnelllademodus mit 22 kW nicht mehr ganz so leistungsstark wie beim Vorgänger (der schaffte sogar 43kW): Doch zum einen lädt auch er die Batterie in einer Stunde zu 80% auf; und zum anderen sind 43-kW-Ladestationen eine echte Rarität. Wenn es unter den knapp 6.000 E-Tankstellen in Deutschland Schnelladestationen gibt, dann sind es meist 22-kW-Säulen. Und zu Hause? Zu Hause empfiehlt sich die Installation einer Wandladeeinrichtung (Wallbox), da erst mit ihr praktikable Ladezeiten von unter 9 Stunden erreicht werden.

renault_zoe_2016_ausen_vorne_statischRenault legt den Kunden eine „Z.E. Ready 1.2“-zertifizierte Ladeinfrastruktur nahe und bietet eine solche auch von mehreren Herstellern an (von Mennekes, Keba oder RWE zu Preisen zwischen rund 800 bis 1.600 Euro). Ratsam ist diese auch, um möglichen Schwierigkeiten bei Gewährleistungsfällen frühzeitig entgegen zu wirken. Zwar gibt es die Batterie für den Zoe ohnehin nur zur Miete (ab 49 Euro pro Monat für Wenigfahrer), sodass Gewährleistung grundsätzlich gegeben ist. Bei nicht richtig zertifizierten Ladestationen könnte Renault aber vielleicht eine Gewährleistungslücke finden.

Ob die Batteriemiete bei der in den letzten Jahren merklich gestiegenen Akkuhaltbarkeit überhaupt noch zeitgemäß ist, ist eine andere, viel diskutierte Frage. Hier kann am Ende aber nur der Kunde entscheiden, in wie fern der niedrigere Kaufpreises und die Gewährleistungsgarantie den Nachteil des höheren bürokratischen Aufwands (gesonderter Vertrag für die Batteriemiete) überwiegen.

Ein wohl durchdachtes E-Auto

renault_zoe_2016_innen_kofferraumDass Renault mit dem Zoe ein wohl durchdachtes Elektroauto gebaut hat, ist indessen unbestritten. Der nur vier Meter lange Kleinwagenstromer bietet dank einer Bauhöhe von über eineinhalb Metern und einer hohen Sitzposition viel Übersicht; sowie vorne wie hinten im Kofferraum viel Platz. Letzterer erreicht ein Hohlmaß von 338 Litern, das ist praktisch gleich viel wie der zwanzig Zentimeter längere e-Golf; und deutlich mehr als der knapp zehn Zentimeter längere Kia Soul EV (281 Liter). Einziges Manko ist diesbezüglich die nicht geteilt umklappbare Rücksitzlehne. Als Mängel mag der anspruchsvolle Kunde auch den mit schlichten Materialien ausgestalteten Innenraum und das ein oder andere fehlende moderne Assistenzsystem (bspw. ein City-Notbremsassistent) sehen.

renault_zoe_2016_innen_cockpitEin weiteres Manko aber, den sehr hohen Anschaffungspreis nämlich, bügelt jetzt die 4.000 Euro Kaufprämie aus, die Renault noch um einen Tausender aufstockt. Der Listenpreis sinkt so von 21.500 auf 16.500 Euro oder umgerechnet um 25%. Zwar bleibt der Zoe im Betrieb weiterhin um rund ein Zehntel teurer als etwa ein Renault Clio mit einem ähnlich starken Verbrennungsmotor. Aber er hat auch um Einiges mehr zu bieten. Er fährt unvergleichlich leise bzw. geschmeidig und beschleunigt auf Wunsch wie ein Sportwagen. Außerdem parkt man mit dem Stromer in vielen Städten günstiger und darf die Busspur nutzen. Die Zukunft hat eben Vorfahrt.

Technische Daten des Renault Zoe:
PS-Anzahl: min. 88 PS max. 88 PS
kW-Anzahl: min. 65 kW max. 65 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: elektrisch
Elektrische Reichweite: bis zu 240 km
Energieverbrauch: 14,6 kWh/100km
Verbrauch (kombiniert): min. 0 l/100km max. 0 l/100km
CO2-Emission: min. 0 g/km max. 0 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 21.500 Euro
Link zum Konfigurator: Hier den Renault Zoe konfigurieren

Fazit zum französischen E-Auto

Der Renault Zoe hat alles, was ein E-Auto für den Erfolg braucht. Ein durchdachtes Konzept, gute Fahrleistungen, eine relativ große Reichweite – und mit der serienmäßigen Schnelladeinfrastruktur auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Bei MeinAuto.de startet er bei 18.595 Euro, das sind gut 16% bzw. fast 3.600 Euro günstiger als gelistet. Davon ist dann noch die auf 5.000 Euro aufgestockte staatliche Kaufprämie abzuziehen. (nau)

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