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Fiat Fiorino Kombi (Test 2022): Agiler City-Van für Mensch und Maschine

Ruckzuck mit einem vierköpfigen Spezial-Team an den Einsatzort: das ist seit 1977 die Kernkompetenz des Fiat Fiorino Kombi. In seinen Anfängen schleppte der kleine Hochdachkombi ein unförmiges Schneckenhaus durch die Gegend. Die 2008 eingeführte und 2016 überarbeitete dritte Generation ist hingegen rank und schlank. Was der Fiat Fiorino Kombi im Jahr 2022 kann? Ein Testbericht.

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

© Fiat

Der Fiat Fiorino Kombi im Schnellcheck


Stärken

  1. Praktisches Kleinwagenformat
  2. Reichlich Platz für vier Personen
  3. Großer Stauraum
  4. Kleiner Preis

Schwächen

  1. Minimalistische Ausstattung
  2. Wenige Komfort- und Sicherheitsextras
  3. Keine alternativen Antriebe

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 In Form und Format ein Unikat?

Der gewerbliche Transport eines kleinen aber feinen Einsatzteams ist die Kernkompetenz des Fiat Fiorino Kombi. Doch wie es so geht. Zahlreiche andere Bewerber werden bei potentiellen Kunden ebenfalls mit dieser Qualifikation vorstellig. Die Mitbewerber heißen Mercedes Citan, Peugeot Rifter oder Renault Kangoo. Um ein- und dieselbe Stelle rang der Fiat aber lange mit dem Ford Transit Courier; wie er war der Ford in der ʺ2- bis 3-m³”-Klasse im Einsatz. Doch Ford bietet den Courier seit Ende 2020 nur noch als Kastenwagen an. Diese sind auf Ladegut spezialisiert. Beim einem ʺKombi” kann man sich entscheiden, ob hinten zwei Teammitglieder sitzen – oder Ersatzteile und Geräte lagern.

Der Fiorino kann beides – und hat in beiden Varianten Kleinwagenformat. Mit einer Länge von 3,96 Metern sowie einer Breite und Höhe von 1,72 Metern hat er die Größe eines Stadtautos. In der Stadt ist der kleine Hochdachkombi, der Fiorino Kombi, auch am liebsten unterwegs. Diese Vorliebe hatte er mit dem Transit Courier Kombi gemeinsam. Der war allerdings knapp zwanzig Zentimeter länger. Der Fiorino überragt den Ford seinerseits um zwei Zentimeter beim Radstand. Das deutet darauf hin, dass der Fiat Kombi trotz seines kleinen Formats innen reichlich Platz bietet. Doch stimmt das?

Platz für vier – oder bis zu 2.500 Liter bzw. 500 Kilo Ladegut

Durchaus. Ein Beispiel ist sein Stauraumvolumen. Je nach Sitzkonfiguration packt der Fiat Fiorino Kombi 329 bis 2.500 Liter ein – die Sitzbank im Fond können wir einfach um- und aufklappen; oder ganz ausbauen. Der Transit Courier Kombi schaffte höchstens 1.656 Liter; der 4,4 Meter lange Peugeot Rifter schafft maximal 2.126. Füllen darf der Fiat dieses Volumen mit einer Nutzlast von 505 Kilo; beim Rifter sind es gut 100 Kilo mehr. Der Fiorino ist jedoch ungleich wendiger. Ihm genügen zehn Meter, um zu wenden; der Ford benötigte einen halben, der Peugeot braucht 0,8 Meter mehr. Dass der wesentlich kleinere Turiner auch schneller einen Parkplatz findet, versteht sich von selbst.

Wird das hintere Abteil nicht oder nur teilweise für Ladegut benötigt, bringt der Fiorino Kombi stattdessen zwei Personen durchaus großzügig unter; auch angesichts seines Formates. Einsteigen können die Passagiere über eine Schiebetür auf der Beifahrerseite. Sie ist mit knapp einem Meter allerdings etwas niedrig; und mit rund 60 Zentimetern auch nicht besonders breit. Eine zweite Schiebetüre kostet 265 Euro extra. Die Heckklappe mit verglaster und beheizbarer Scheibe gehört hingegen zum Serienumfang; ebenso wie der Heckscheibenwischer – und der höhenverstellbare Fahrersitz mit einstellbarer Lordosenstütze.

© Fiat

 Karg, aber effizient mit Komfort ausgestattet

Abgesehen vom höhenverstellbaren Lenkrad und der Zentralverriegelung war es das mit der Serien-Komfort-Ausstattung des Fiat Fiorino Kombi. Wer seinem Team mehr Komfort und mehr Unterhaltung gönnen will, findet beides in der “SX”-Ausstattung; und in der Liste der Extras. Besonders umfangreich ist die Auswahl indes weder hier noch dort: der Fiorino ist eben ein Nutzfahrzeug, kein Camper. Das 600 Euro teurere ″SX″-Modell erweitert die Ausstattung um elektrische Fensterheber, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel – und um eine Fernbedienung für die Zentralverriegelung.

Die weiteren Komfortextras verbergen sich in der Liste der Ausstattungsextras. Allzu viele sind es nicht, man muss sich suchen – dafür sind sie in der Regel recht preiswert. Eine Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer kostet 160 Euro. Wer die serienmäßige Radiovorbereitung mit Leben bzw. Unterhaltung füllen will, muss 600 Euro investieren. Das ist der Preis des Infotainmentsystems: mit einem 7-Zoll-Touchscreen, Bluetooth und DAB-Radio. Für weitere 400 Euro wird das Infotainment- zum Navigationssystem; das Multifunktions-Lenkrad zur einfachen Bedienung kostet 130 Euro.

Reich an praktische Extras – arm an Sicherheits-Features

Allein die manuelle Klimaanlage fällt für uns preislich aus dem Rahmen; für 960 Euro wurden wir eine Klimaautomatik erwarten. Diese Erwartung kann der Fiorino aber selbst gegen Aufpreis nicht erfüllen. Das bestätigt: Der Fiat ist selbst als Kombi eher ein hemdsärmeliger Praktiker als ein faserschmeichelnder Softie. Die Liste der praktischen Serien-Extras deutet ebenfalls in diese Richtung. Den Boden des Laderaums legt Fiat serienmäßig bspw. mit einem Filz-Belag aus.

Den Innenraum werten ein verschließbares Handschuhfach und eine praktische Mittelarmlehen mit 12-Volt-Steckdose auf; ein USB-Anschluss kostet 35 Euro extra. Bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen kann der Turiner Hochdachkombi dann nur mit dem Allernötigsten aufwarten. Die Grundausstattung umfasst die gesetzlich vorgeschriebenen Helfer und Features: ein ABS und ECS sowie einen Fahrer- und Beifahrerairbag; außerdem erleichtert eine Berganfahrhilfe das Anfahren am Berg.

© Fiat

Fiat baut das Motorensortiment um

Die Sonderausstattungsliste des Fiat Fiorino Kombi gibt in dieser Beziehung kaum mehr her.  Eine Geschwindigkeitsregelanlage und eine Einparkhilfe fürs Heck, das war’s. Letztere ist zumal nur für den schwächeren Motor erhältlich: womit wir bei den Antrieben und den einzigen großen Änderungen des Fiorino Jahrgang 2022 angelangt sind. Ende 2020 und 2021 hat Fiat das Motorensortiment umsortiert – und einige Motoren endgültig aussortiert. Der Ottomotor 1.4 und der auf ihm aufbauende Erdgasmotor 1.4 Natural Gas erhielten ihr Kündigungsschreiben.

Das Antreiben übernimmt ab sofort allein der Vierzylinder-Turbodiesel 1.3 Multijet. Angeboten wird er in einer Variante mit 80 PS und einer mit 95 PS; beide leisten jeweils 200 Nm maximales Drehmoment (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 5,0-5,3 Liter auf 100 km, 130-140 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse k.A.). Der per Common-Rail-System eingespritzte und per Abgasturbo aufgeladene Selbstzünder läuft teils zwar etwas rau. Meist ist er aber Herr der Antriebslage, in der stärkeren Ausführung bei Zeiten sogar recht munter. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 160 bzw. knapp 170 km/h.

Auch der Fiorino Kombi wird auf Wunsch zum robusten Abenteurer

Verbessert haben sich die zwei Dieselmotoren des Fiorino Kombi zuletzt in der Effizienz. Die Start&Stopp-Automatik ist mittlerweile ebenso Teil der Serienausstattung wie das “Ecojet”-Paket. Es senkt den Verbrauch, indem es die Ölpumpe wie die Lichtmaschine variabel steuert. Fiat sprich von Einsparungen bis zu zehn Prozent. Wir halten fest, dass man mit der Fiorino Kombi in der City mit rund sechs Litern auskommt – ein Wert, der 2016 sicherlich noch als sehr gut gelten konnte. In einer Zeit, in der immer mehr kleine Nutzfahrzeuge auf emissionsfreie E-Antriebe setzen, ist der Fiat damit ins Hintertreffen geraten.

Andererseits bleibt der Preis nahezu unschlagbar günstig. Los geht es ab 17.000 Euro netto. Mindestens 18.150 Euro veranschlagt Fiat für die robuste Topausstattung “SX Adventure”. Sie spendiert dem Fiorino eine stabile Aufhängung, die auch die Bodenfreiheit um zwei Zentimeter erhöht. Der Stoßfänger erhält einen Unterbodenschutz, die seitlichen Schutzleisten sind kräftiger, die Schweller verzichten auf teuren Lack. Die elektronische Stabilitätskontrolle wird zudem mit einer elektronischen Differentialsperre versehen (Traction+). Mit ihr hält der City-Flitzer auch in Schlamm und Matsch seine Spur.

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Technische Daten des Fiat Fiorino Kombi


PS-Anzahl: min. 80 PS max. 95 PS
kW-Anzahl: min. 59 kW max. 70 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch Diesel: km 4,7-4,7 l/100km
CO₂-Emission 46 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 20.420 Euro
Stand der Daten: 02.06.2022

Konkurrenzmodelle


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Unser Fazit zum Fiat Fiorino Kombi


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 02.06.2022
Als Personentransporter ist der keine vier Meter kleine Fiorino Kombi ein Unikat. Die Konkurrenz ist durchwegs deutlich größer, aber selten geräumiger. Stark aufs Praktische konzentriert hat sich Fiat auch bei der Einrichtung. Komfort-Extras sind rar, selbst in der Zubehörliste; moderne Sicherheitshelfer sind sogar noch rarer. Beim Antrieb setzt Fiat im Fiorino ab sofort voll und ganz auf recht Diesel. Das mag nicht mehr ganz zeitgemäß sein – beim Preis ist diese Eigenschaft aber höchst willkommen. Bei MeinAuto.de ist der Kleinwagen-Personen-Transporter ab 13.548 Euro im Dienst – 25 % oder umgerechnet nahezu 4.300 Euro (exklusive ohne MwSt.).

     
4 von 5 Punkten


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