▶ Innenraum & Ausstattung
Der Innenraum des Superb hat jedenfalls klasse – optional auch die einer oberen Mittelklasse
Der Skoda Superb iV, i.e. der Plug-in-Hybrid, unterscheidet sich auch innen in einigen Details von den Spielarten der Limousine mit konventionellen Antrieben. Der Hauptgrund ist die andere, höherwertige Serienausstattung. Die gewöhnliche Basisausstattung heißt ʺEssence"; beim Superb iV legt die eine Stufe höhere ʺSelection"-Line das Ausstattungsfundament. Das bedeutet bspw., dass das PHEV in der ʺDesign Selection" namens ʺLoft" aus dem VW-Werk in Bratislava rollt.
Ihre zwei wichtigsten Ergänzungen sind die Zierleiste in ʺUnique Dark Chrome"; sowie die Komfortsitze für Fahrer und Beifahrer. Soll der Superb in der Mittelklasse antreten, genügt er in dieser Form den zentralen Standards. Für die obere Mittelklasse muss der Innenraum aufgewertet werden, z.B. mit einer der nächsthöheren ʺDesign Selections"; sie heißen ʺLounge" und ʺSuite".
Mehr Platz und Stauraum als im E-Segment üblich
Die ʺLounge"-Einrichtung wertet den Superb iV z.B. mit Sitzbezüge aus feinem Microfaser-Stoff auf. In der der ʺSuite Design Selection" heben die Ergo-Komfortsitze den Komfort im Cockpit erheblich. Sie verfügen u.a. über ausziehbare Beinauflagen, einstellbare Lendenwirbelstützen – und eine ausgedehnte Massagefunktion. Mit diesen Extras kann man das reiche Platzangebot im Superb gebührend auskosten. Das gelingt Fahrern und Beifahrern bis zu einer Größe von knapp zwei Metern.
Auf der Rückbank sind der Sitzkomfort sowie das Platzangebot etwas weniger luxuriös ausgeprägt. Mangel besteht aber weder am einen noch am anderen. Die Bewegungsfreiheit stößt erst ab einer Größe von 1,90 Metern an ihre Grenzen: konkret die der Beine. Mit diesen Spielräumen ist der Superb iV dem 5er näher als dem 3er BMW. Wo reiht sich der Skoda mit seinem Stauraum ein?
Die Antwort lautet: Sehr weit vorne, obwohl der Superb iV mit dem Plug-in-Hybrid kräftig an Volumen einbüßt. Statt 645 fasst der Kofferraum 486 Liter; bei umklappten Lehnen sind es 1.636 Liter. Ausgestochen wir der Skoda in dieser Disziplin aber ausschließlich vom 5er BMW. Dessen Limousine packt 520 Liter ein, weil sie als PHEV keinen Liter Stauraum einbüßt. Die 3er Limousine liefert als Plug-in-Hybrid 375 Liter, die Mercedes C-Klasse und E-Klasse Limousinen als PHEVs 315 respektive 370 Liter Ladevolumen.
Navigationssystem fehlt ab Werk, 3-Zonen-Klimaautomatik und einfache Bedienung sind Serie
Das Platz- und Stauraumangebot des Superb iV hat also die Qualität einer Limousine der oberen Mittelklasse. Die Einrichtung ist ab Werk Mittelklasse; und hat das Potential für mehr. Bei der Ausstattung liegt der Fall ähnlich. Skoda stattet das Superb-PHEV serienmäßig mit einer 3-Zonen-Klimaautomatik, einem induktiven Ladefach und einem 10-Zoll-Infotainment aus. Das hochwertigere System mit einem 13-Zoll-Touchscreen kostet extra; ebenfalls das Navi, das dieselbe Anzeige verwendet.
Hier mag man einwerfen: Was soll’s, niemand wählt bei einem Modell der oberen Mittelklasse in der Basisversion. Das stimmt, aber was in der Serienausstattung fehlt, treibt auch in den höheren Ausstattungen den Preis nach oben. Der Skoda Superb iV hat preislich aber sehr viel Luft zu Konkurrenz. Das Fehlen des Navis im Basismodell ist deshalb eine lässliche Sünde. Eine umständliche Bedienung wäre störender. Skoda umgeht dieses Falltür mit praktischen Knöpfen und Drehschaltern geschickt – geschickter als die Mutter VW.