Dienst- und Firmenwagen: Fuhrpark korrekt verbuchen

Ob Handwerker, Außendienstler oder auch nur besonders verdiente Mitarbeiter: Es gibt unzählige Gründe, warum ein Unternehmen ein oder mehrere Autos an die Mitarbeiter heraus gibt. Doch das Thema ist recht umfangreich. In den folgenden Zeilen verraten wir deshalb die wichtigsten Eckdaten rund um den Wagen selbst sowie die finanzielle Seite.

Was ist der Unterschied zwischen einem Firmenwagen und Dienstwagen?

29405-innen-auto-lenkradZunächst etwas Grundlegendes: Ob Firmenwagen oder Dienstwagen, hier gibt es keine rechtlich eindeutige Definition. Wichtig ist nur die steuerrechtliche Einordnung. Hier sieht es so aus, dass ein Firmenwagen

  • zum Betriebsvermögen gezählt werden kann, wenn er zu mindestens zehn Prozent betrieblich genutzt wird.
  • zum Betriebsvermögen gezählt werden muss, wenn er zu mindestens 50% betrieblich genutzt wird.

Beim klassischen Handwerker-Sprinter ist die Sachlage demnach ziemlich eindeutig, beim Wagen des Abteilungsleiters, den dieser auch privat nutzen darf, schon nicht mehr.

Hinzu kommt, dass sich ein privat genutzter Firmenwagen bei der Ausarbeitung der Abrechnungen speziell auswirkt, denn die Privatnutzung wird vom Finanzamt als geldwerter Vorteil angesehen. Im Klartext heißt das, dass das Auto dann der Sozialversicherungspflicht unterliegt und unter dem Lohnsteuerabzug des jeweiligen Mitarbeiters, der es auch privat fahren darf, verbucht wird. Fahrten ausschließlich von und zur Arbeit zählen nicht als Privatnutzung.

Je größer der offensichtliche Nutzungswert eines Fahrzeugs, desto weniger Probleme macht in der Regel das Finanzamt.

An diesem Punkt wird es etwas kompliziert, denn man muss sich entscheiden, ob das Fahrzeug entweder pauschal mit einem Prozent des Bruttolistenneuwagenpreises besteuert wird (die sogenannte 1%-Regel) oder ob ein Fahrtenbuch geführt wird. Im Zweifelsfall hilft es, den Unterschied vorher online auszurechnen (siehe den Online-Rechner von Haufe-Lexware: Fahrtenbuch oder 1%-Regelung), weil es keine Pauschalaussage gibt, welche Form für wen besser geeignet ist und zudem ein Wechsel von einer Besteuerungsform zur anderen nur zum Jahresende möglich ist.

Firmenwagen besser kaufen, leasen oder…?

29405-transporter-vorneStellt sich natürlich die Frage, in welcher Form das oder die Fahrzeuge für das Unternehmen angeschafft werden sollen. Auch hier gibt es keine Pauschalaussage, denn alles ist mit Vor- und Nachteilen- verbunden:

  • Gekaufte Fahrzeuge mit Barzahlung haben den Vorteil, dass sie direkt dem Unternehmen gehören. Zudem ist dies für den reinen Autopreis die günstigste Lösung. Doch der Nachteil ist der, dass die Unternehmensliquidität direkt um den Kaufpreis sinkt und bei einem dafür aufgenommenen Kredit das Eigenkapital reduziert wird. Der Preis bzw. die Kreditzinsen können nur über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren verteilt abgesetzt werden und das auch nicht im ersten Jahr.
  • Geleaste Fahrzeuge belasten die Firmenfinanzen monatlich geringer, weil Leasingraten meist niedriger als vergleichbare Ratenkaufabzahlungen sind. Zudem können die Raten als Betriebsausgaben angegeben werden und etwaige Sonderzahlungen sogar direkt von Anfang an (Hier weitere Informationen zum Geschäftsleasing) . Nachteilig wirkt sich jedoch aus, dass das Fahrzeug eben im Besitz des Leasinggebers bleibt und dieser die Konditionen (wie etwa maximale Laufleistungen) diktiert.

Letztendlich entscheidet sich die Anschaffungsform darüber, in welcher Weise das Fahrzeug genutzt wird. Bei einem Fahrzeug, das alltäglich hartem Gebrauch unterliegt, vielleicht sogar Um- oder Einbauten benötigt (etwa Regale oder Werkzeughalter) führt kaum ein Weg am (Raten-)Kauf vorbei. Ist der Betriebswagen jedoch eine Art Bonus und können die Laufleistungen kontrolliert werden, ist Leasing oftmals die bessere Alternative.

Fahrzeugmodell ist abhängig vom Unternehmen

Doch ob nun kaufen oder leasen, sofern es sich nicht um klassische automobile „Arbeitstiere“ handelt, sei in beiden Fällen dringend angeraten, die Bücher mithilfe einer Software besonders penibel zu führen (Hilfe gibt Lexware financial office plus 2017), weil das Finanzamt durch leidvolle Erfahrungen mittlerweile sehr scharf kontrolliert und schon genügend Unternehmen Probleme bekommen haben. Der Hintergrund ist, dass die Klasse des Autos die Beamten sehr schnell stutzig machen kann. Das wäre beispielweise dann der Fall, wenn ein hochmotorisierter Sportwagen vom Schlage eines BMW M4 Coupés in den Büchern eines kleinen Dreimann-Handwerksbetriebs als Dienstwagen geführt wird.

Dabei gilt bei allen Firmenfahrzeugen eine Art Grundregel: Je exklusiver, potenter oder luxuriöser ein Auto ist, das als Dienstwagen angemeldet wurde, desto größer ist das Risiko, dass das Finanzamt einen Betriebsprüfer vorbeischickt. Das ist keine lapidare Gängelei, sondern immer eine Einzelfallentscheidung, die auch von den Firmenfinanzen, insbesondere von den Gewinnen abhängt, ferner von der Ausrichtung des Unternehmens. Wer sich beispielsweise vornehmlich im B2B-Bereich bewegt und sich vor Geschäftskunden repräsentieren muss, hat auch in einem Kleinbetrieb bessere Argumente für einen Luxus-Flitzer als ein ländlicher Elektriker, der nur mit Privatkunden zusammenarbeitet.

Welcher Motor ist der Beste für ein Unternehmen?

29405-smart-laden-technik-elektroLange Jahre galt für Firmenfahrzeuge der Dieselmotor als Goldstandard. Denn ob nun der „Kilometerfresser“ des Außendienstlers oder der „Baustellengnom“ der Handwerker, meist lag der Fokus auf den reinen Verbrauchszahlen. Angesichts der hohen Laufleistungen rechnete sich der Diesel trotz der bei diesen Motoren höheren Besteuerung.

Heute sieht die Sachlage jedoch anders aus. Es beginnt damit, dass wir in einer Zeit leben, in denen nicht wenige Städte mit Diesel-Fahrverboten drohen. Echte Arbeitsfahrzeuge im Kundendienst wären davon zwar wahrscheinlich nicht betroffen, doch schon bei teilweise privat genutzten Wagen könnte der Diesel dann zum Schachmatt führen.

Tatsächlich ist es heute notwendig, vor dem Kauf viel genauer auf die zu erwartende Laufleistung zu blicken und zudem auch auf das Fahrumfeld. Denn gerade wenn es sich ganz überwiegend um Kurzstrecken handelt, könnten sich Hybride oder sogar vollelektrische Fahrzeuge durchaus lohnen. Nicht nur wegen der stark reduzierten Kraftstoff- und Wartungskosten, sondern auch in finanzieller Hinsicht, da die Kaufprämien (wie die Umweltprämie) und Steuervorteile natürlich auch bei Betriebswagen zum Tragen kommen, nicht nur bei Privatbesitzern. Wer ein neues E-Fahrzeug kauft und als Dienstwagen anmeldet, der muss zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer bezahlen.

Je nach Nutzung können Elektrofahrzeuge für Unternehmen eine Menge finanzieller Vor- ohne Nachteile bringen.

Noch interessanter wird die Sache anhand des Umstandes, dass reine „Stromer“ mittlerweile auch im Lieferwagen-Segment zu finden sind. Etwa der Citroën Berlingo Electric, der Renault Kangoo Z.E. oder der Nissan E-NV200 Kastenwagen. Dies ist eine Einzelfallentscheidung und gerade auf Langstrecken haben die Selbstzünder nach wie vor die Schnauze vorn.

Bildquellen: pixabay.com© Free-Photos, pixabay.com © PublicDomainPictures, pixabay.com © rfndz



Ihre Vorteile bei MeinAuto.de

Garantie

volle Herstellergarantie
vom Vertragshändler vor Ort

deutsche Neuwagen

nur deutsche Neuwagen
keine EU-Reimporte

Zahlungsmöglichkeiten

alle Zahlungsarten
Barkauf, Finanzierung, Leasing

unser kostenloser Service

keine Kosten
unser Service ist für Sie 100% kostenfrei

Wir sind stolz auf eine hohe Kundenzufriedenheit!

MeinAuto.de hat langjährige Erfahrungen auf dem Neuwagenmarkt in Deutschland. Unsere Kunden haben dadurch ihr Wunschauto zum Top-Rabatt erhalten und bewerten unsere Arbeit positiv.

» Erfahren Sie mehr über das Urteil unserer Kunden