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Fahren statt fliegen: 7 Tipps für Deine Urlaubsreise mit dem Auto

Lange Wartezeiten, gestrichene Flüge – wer zurzeit mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen möchte, muss Nerven wie Drahtseile haben. Eine gute Alternative zum Stress am Flughafen sind Ferienreisen mit dem Auto. Man ist flexibel, kann die Route nach eigenen Wünschen gestalten und kann dabei noch jede Menge entdecken. Wie Du Deine Fahrt in den Urlaub mit dem eigenen Wagen am besten planst, verrät Dir MeinAuto.de.

Hyundai Ioniq 6 Flugzeug

© Hyundai

1. Gut gewartet in den Urlaub


Bevor die Reise losgeht, solltest Du darauf achten, dass sich der Motorölstand Deines Wagens im richtigen Bereich befindet. Gegebenenfalls musst Du auch noch Wasser in die Kühlungs- und Wischanlage nachfüllen. Ein intaktes Reifenprofil ist ebenfalls unabdingbar. Achte auch darauf, dass sich genügend Luft in den Reifen befindet. Beachte, dass Du unter Umständen mehr Luft in die Reifen pumpen musst, je mehr Gepäck Du mit auf die Reise nimmst. Zu guter Letzt sorgen gute Scheibenwischer für eine tadellose Sicht. Diese sollten weder rissig noch verhärtet sein.

2. Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht: Alles sollte leuchten


Neben einwandfrei funktionstüchtigen Reifen und Scheibenwischern muss auch die Beleuchtung wie Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht tadellose funktionieren. Bedenke, dass es in manchen Ländern – beispielsweise in Italien – Pflicht ist, die Beleuchtung am Auto auch tagsüber einzuschalten. Wer nicht urplötzlich im Dunkeln stehen möchte: Die Mitnahme eines Sets Ersatzglühbirnen kann sich im Fall der Fälle bezahlt machen.

3. Alles an Bord: Auf die Ausstattung kommt es an


Zur Ausrüstung eines jeden Autos gehören neben einer Reiseapotheke und einem Verbandskasten auch Warndreiecke sowie Warnwesten in Höhe der Anzahl der Mitfahrer, die jedoch allesamt nicht unter dem Gepäck verstaut sondern leicht zu erreichen sein sollten – am besten griffbereit im Vorderraum des Autos.

Bei Reisen mit Kindern ist außerdem auf einen passenden Kindersitz sowie auf die richtige Gurtführung zu achten. Außerdem sollten keine Glasflaschen oder andere potenziell spitze bzw. scharfkantige Gegenstände mitgeführt werden. Verreist Du mit Tieren, musst Du ebenso darauf achten, dass diese verkehrsgerecht – beispielsweise durch ein auf deren Größe angepasstes Brustgeschirr (bei Hunden) – gesichert sind.

Kofferraum voll mit Koffern

© Archiv

4. Tetris im Kofferraum: Gepäck richtig verstauen


Wer auf dem Gameboy ein echter Profi beim Kultspiel Tetris war, hat sicherlich auch keine Probleme, sein Urlaubsgepäck problemlos im Kofferraum und auf der Rückbank unterzubringen. Die Grundregel für das richtige Beladen könnte einfacher nicht sein: Schwere Gegenstände kommen nach unten und sollten an die Rücksitzlehne geschoben werden, damit diese keine Wucht bei einem eventuellen Unfall aufnehmen können. Leichte Gegenstände sollten hingegen oben liegen. Tipp: Kleine und elastische Gepäckstücke wie Rücksäcke und Taschen können gut als „Lückenfüller“ benutzt werden.

Ist die Fracht verladen, solltest Du sie im Optimalfall mit einer Decke schützen und mit Gurten befestigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Auto über kein Trenngitter bzw. -netz für den Laderaum verfügt. Schließlich wird bei einem Unfall jeder ungesicherte Gegenstand zu einem Geschoss. Daher gilt: Das, was Personen gut sichert, sichert auch Gegenstände im Fahrzeug. Das gilt besonders für Gepäck auf dem Rücksitz.

5. Schutz vor Sekundenschlaf: Schon vor dem Urlaub erholen


Regelmäßige Pausen sowie ausreichend Essen und Trinken gehören zu jeder Autofahrt dazu. Lege alle anderthalb bis zwei Stunden eine Pause ein – so beugst Du effektiv einem eventuellen Sekundenschlaf vor. Die spontanen Müdigkeitsattacken zählen zu den gefährlichsten Unfallursachen. Schläfst Du zu wenig, geht Dein “Schlafkonto” schnell in den Minusbereich, da sich entgangener Schlaf über Tage und Wochen hinweg zu einer Art “Schlafschuld” aufaddiert. Je höher diese ist, desto größer ist die Gefahr des Sekundenschlafs.

Besonders gefährlich: Ein Sekundenschlaf mit offenen Augen, bei dem der Fahrer bis zu fünf Sekunden wegtreten kann. Hier können für gewöhnlich über hundert Meter im “Blindflug” zurückgelegt werden. Am besten wäre es natürlich, wenn Du vor jeder Autofahrt bestens ausgeruht bist.

6. Andere Länder, andere Blitzen: Auf Tempolimits achten


Das Verständnis von zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen und Schnellstraßen ist von Land zu Land unterschiedlich. Informiere Dich vor Reisantritt, welche Tempolimits auf Deinen Wegstrecken gelten.

Achtung: Für Fahranfänger – meist Fahrer, die ihren Führerschein seit weniger als drei Jahren besitzen oder unter 25 Jahre alt sind – gelten in manchen Ländern (zum Beispiel Italien oder Kroatien) gesonderte Geschwindigkeitsbegrenzungen. Aber ob jung oder alt: Halte Dich am besten an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen, egal in welchem Land Du unterwegs bist – sonst wird Dein Urlaub schnell ein teures “Vergnügen”.

© Shutterstock

7. “Zahl’n, zahl’n, zahl’n auf der Autobahn”: Vignetten und Maut


Apropos Thema Geld: In sehr vielen europäischen Ländern sind für die Nutzung bestimmter Strecken Mautgebühren zu entrichten. In den meisten Fällen werden diese für das Fahren auf Schnellstraßen bzw. Autobahnen fällig.

Wir geben einen kurzen Überblick, welche Gebühren in ausgewählten Ländern für Pkw (ohne Anhänger) zu zahlen sind (Stand: Juni 2022).

Österreich

  • 9,60 Euro: 10-Tages-Vignatte
  • 28,20Euro: 2-Monats-Vignette
  • 93,80 Euro: Jahresvignette

Schweiz

  • 39 Euro/ ca. 40 CHF: Jahresvignette

Frankreich

  • Die meisten Autobahnen werden von privaten Gesellschaften betrieben. Diese verlangen für die Nutzung Gebühren, die vom gefahrenen Streckenabschnitt abhängig sind.

Spanien

  • Das Autobahnnetz in Spanien wird ähnlich wie in Frankreich von privaten Gesellschaften betrieben und ist auf bestimmten Strecken gebührenpflichtig. Wie viel Du zahlen musst, hängt von der Route ab, die Du fährst.

Italien

  • Auf fast allen Autobahnen werden Mautgebühren erhoben. Die Gebühren variieren dabei von Strecke zu Strecke.

Kroatien

  • Autobahnen sind für alle Kraftfahrzeuge gebührenpflichtig. Die Preise richten sich dabei an die zurückgelegte Strecke.

Slowenien

  • 15,00 Euro: 7-Tage-Vignette
  • 30,00 Euro: 1-Monats-Vignette
  • 110,00 Euro: Jahresvignette

Polen

  • Autobahnen sind in der Regel für alle Fahrzeuge mautpflichtig. Die Preise richten sich dabei nach der Strecke, die zurückgelegt wurde.

Tschechien

  • ca. 12 Euro: 10-Tages-Vignette
  • ca. 17 Euro: 30-Tages-Vignette
  • ca. 57 Euro: Jahresvignette

Ungarn

  • ca. 10,25 Euro: 10-Tages-Vignette
  • ca. 14 Euro: 1-Monats-Vignette
  • ca. 125,70 Euro: Jahresvignette

Türkei

  • Alle Autobahnen sind mautpflichtig. Ebenso der Bosporus-Tunnel, die drei Bosporus-Brücken in Istanbul Richtung Asien und die Ozmangazi-Brücke von Istanbul Richtung Izmir. Die Gebühren werden streckenabhängig berechnet.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, stets den Zahlungsbeleg im Auto mitzuführen, um einen rechtmäßigen Vignettenkauf nachweisen zu können. Vignetten kaufst Du am besten bereits vor Antritt der Reise, um lange Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden.

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