21.10.2026 | Die Spritpreise unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich. Laut ADAC ist Tanken derzeit in Hessen am teuersten, während Baden-Württemberg und Berlin am günstigsten abschneiden.
Spritpreise im Höhenflug
In diesem Bundesland ist Tanken am teuersten
Auf einen Blick:
- Hessen bei Spritpreisen am teuersten
- Günstigstes E10 in Baden-Württemberg
- Diesel in Berlin am günstigsten
- 69 Prozent spüren keine Entlastung
- Tankrabatt spart rund 32 bis 36 Euro
Tankrabatt bringt bislang wenig Entlastung
In Hessen kostet ein Liter Super E10 durchschnittlich 2,114 Euro und damit knapp neun Cent mehr als in Baden-Württemberg mit 2,025 Euro. Dahinter folgen Berlin mit 2,030 Euro und das Saarland mit 2,042 Euro. Auch beim Diesel liegt Hessen mit 2,222 Euro an der Spitze, knapp vor Nordrhein-Westfalen mit 2,221 Euro. Dort kostet Super E10 durchschnittlich 2,095 Euro. Am günstigsten ist Diesel in Berlin mit 2,171 Euro, gefolgt von Sachsen mit 2,178 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,179 Euro. Trotz der seit Anfang Oktober geltenden Steuersenkung um knapp 17 Cent pro Liter spüren viele Autofahrer kaum eine Entlastung. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage unter 5.000 Befragten gaben 69 Prozent an, dass Tanken nicht merklich günstiger geworden sei. Nur 24 Prozent bemerkten eine Verbesserung, sieben Prozent waren unentschlossen.
Besonders in dünn besiedelten Regionen bleibt die Entlastung für 73 Prozent aus, in dicht besiedelten Gebieten sind es 62 Prozent. Bei den 18- bis 29-Jährigen nimmt dagegen fast die Hälfte eine Ersparnis wahr, während es bei den 30- bis 39-Jährigen 29 Prozent, bei den 40- bis 64-Jährigen 18 Prozent und bei den über 64-Jährigen 19 Prozent sind. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurden in den ersten 18 Tagen nur rund zwei Drittel der Steuersenkung an Verbraucher weitergegeben. Das Ifo-Institut ermittelte für die ersten 13 Tage eine etwas höhere Weitergabe. Selbst bei vollständiger Umsetzung bleibt die Ersparnis begrenzt: Bei durchschnittlich 900 Kilometern monatlicher Fahrleistung und einem Verbrauch von sieben bis acht Litern auf 100 Kilometer lassen sich über drei Monate lediglich rund 32 bis 36 Euro sparen.
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