15.10.2026 | Die rund 17.000 Notrufsäulen an deutschen Autobahnen könnten künftig der Vergangenheit angehören. Die Autobahn GmbH prüft, ob das System angesichts sinkender Nutzungszahlen und der Verbreitung von Mobiltelefonen sowie automatischen Notrufsystemen wie eCall noch in seiner bisherigen Form benötigt wird.
Handys verdrängen Notrufsäulen
Autobahn GmbH prüft das Aus für 17.000 Säulen
Auf einen Blick:
- Rund 17.000 Notrufsäulen stehen an deutschen Autobahnen
- Smartphones lassen die Nutzung deutlich sinken
- Auch das Notrufsystem eCall spielt eine Rolle
- Kosten 2025: 4,5 Millionen Euro
- Kosten 2024: 8,2 Millionen Euro
Millionen für Betrieb und Wartung
Wie die Rheinische Post unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium berichtet, gehen die Notrufe über die fest installierten Säulen deutlich zurück. Staatssekretär Christian Hirte erklärte in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage, dass die Einrichtungen aufgrund der weitverbreiteten Nutzung von Mobiltelefonen "kaum noch genutzt" würden. Auch das automatische Notrufsystem eCall, das bei schweren Unfällen selbstständig einen Notruf absetzen kann, spielt bei der Überprüfung eine Rolle. Die Autobahn GmbH bestätigte, dass sie die Zukunft des bisherigen Systems untersucht.
Neben der Frage, wie sich die Verkehrssicherheit trotz möglicher Veränderungen gewährleisten lässt, stehen auch die Kosten im Fokus. Für Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Notrufsäulen sowie den Betrieb der zuständigen Notrufzentrale fielen 2025 insgesamt 4,5 Millionen Euro an. Im Jahr zuvor hatten sich die Ausgaben laut Autobahn GmbH noch auf 8,2 Millionen Euro belaufen. Ziel der Überprüfung ist es, weitere Einsparpotenziale zu ermitteln, ohne das Sicherheitsniveau auf deutschen Autobahnen zu beeinträchtigen. Eine Entscheidung über die Zukunft der rund 17.000 Notrufsäulen ist bislang nicht bekannt.
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