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Tankrabatt läuft aus

Spritpreise könnten schon vor Juli steigen

12.06.2026 | Der Tankrabatt endet wie geplant zum 30. Juni 2026 und wird nach Angaben von CDU/CSU und SPD nicht verlängert. Für Autofahrer bedeutet das ab Juli höhere Kraftstoffpreise, wobei erste Auswirkungen bereits in den letzten Junitagen spürbar werden könnten.

Auf einen Blick:

  • Tankrabatt endet am 30. Juni 2026
  • Sprit könnte schon Ende Juni teurer werden
  • Rund 16,7 Cent mehr pro Liter
  • Ölmarktkrise erhöht den Preisdruck
  • Weitere Entlastungen bleiben möglich
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Höhere Ölpreise erhöhen den Druck

Nach Angaben der Koalition verursacht die befristete Senkung der Energiesteuer Mindereinnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro. Mit dem Auslaufen der Maßnahme entfällt eine Entlastung von rund 16,7 Cent je Liter Kraftstoff. Für einen 50-Liter-Tank entspricht dies rechnerisch Mehrkosten von rund 8,35 Euro. Gleichzeitig könnte die Verteuerung bereits vor dem Stichtag einsetzen. Grund dafür sind die beginnenden Sommerferien in mehreren Bundesländern sowie zusätzliche Tankvorgänge von Autofahrern, die vor dem Ende des Tankrabatts noch günstig tanken möchten. Da die Energiesteuer bereits beim Verlassen von Raffinerien und Tanklagern anfällt, stehen zwar noch günstig versteuerte Kraftstoffmengen zur Verfügung. Diese Bestände könnten jedoch durch die erhöhte Nachfrage schneller aufgebraucht werden.

Zusätzlich belastet die angespannte Lage an der Straße von Hormus den Ölmarkt. Durch die wichtige Schifffahrtsroute wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls transportiert. Die Sorge vor einer Eskalation hat den Preis für die Nordseesorte Brent steigen lassen. Marktexperten rechnen deshalb ab dem 1. Juli mit Durchschnittspreisen von 2,08 bis 2,13 Euro für Super E10, 2,13 bis 2,18 Euro für Super E5 und 2,06 bis 2,11 Euro für Diesel. Da Deutschland einen Großteil seines Dieselkraftstoffs importiert, reagiert dieser besonders empfindlich auf Entwicklungen im Nahen Osten. Die Prognosen gelten jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die geopolitische Lage und die Marktbedingungen kurzfristig verändern können.

CDU/CSU und SPD warnten die Mineralölwirtschaft vor übermäßigen Preissteigerungen. Sollte es nach dem Ende des Tankrabatts zu deutlichen Belastungen für Verbraucher kommen, werden laut Koalition weitere Maßnahmen geprüft. Dazu zählen eine höhere Pendlerpauschale, gezielte Zuschüsse für Haushalte mit geringerem Einkommen, eine erneute Senkung der Energiesteuer oder Eingriffe in den Kraftstoffmarkt. Zudem beeinflussen nicht nur tatsächliche Einkaufskosten die Preise an den Zapfsäulen, sondern auch Erwartungen über die weitere Entwicklung. Gleichzeitig begrenzt der Wettbewerb den Spielraum für vorgezogene Preiserhöhungen, da einzelne Anbieter bei zu hohen Preisen Kunden an konkurrierende Tankstellen verlieren könnten.

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