▶ Innenraum & Ausstattung
In allen Trims ein fein getrimmtes Interieur & ein großzügig getrimmtes Platzangebot
Wie der MINI Countryman E außen und auch innen im Detail ausgestaltet ist, entscheiden die ʺTrimsʺ. Neben dem Basis-Trim ʺEssentialʺ sind der ʺClassicʺ-, der ʺBackyardʺ-, der ʺFavouredʺ- und der ʺJohn Cooper Worksʺ-Trim zu haben. Das ʺEssentialʺ-Modell steht bspw. auf 17 Zoll großen Alurädern; ab dem ʺBackyardʺ- werden daraus 18-, im ʺJCWʺ-Trim sogar 19-Zöller. Innen drehen wir im Topmodell an einem beheizten Sportlenkrad
Dem Interieur verleihen im ʺJCWʺ außerdem die fest zupackenden ʺMINI Sportsitzeʺ ein exklusives Rennwagengefühl. Bezogen sind sie mit recyceltem Strickmaterial und ʺVescinʺ – Minis veganem Leder-Pendant. Die Türverkleidungen und das Armaturenbrett ziert das typische, schwarz-rote Farbschema der ʺJCWʺ-Modelle. Im ʺEssentialʺ-Trim ist der elektrische Countryman nicht ganz so nobel eingerichtet.
Die Material- und Verarbeitungsqualität kann sich jedoch auch hier sehen lassen – zumindest oberhalb der Gürtellinie. Die Ästhetik ist betont reduziert. Das aufdringliche Chrom ersetzen Farbakzente in ʺVibrant Silverʺ. Das Multifunktions-Lenkrad ist mit dem bereits erwähnten ʺVescinʺ bezogen; die Fußmatten sind aus Velours. Wir bleiben gleich bei den Fuen und Beinen. Für sie war im ʺCountrymanʺ bereits im Vorgänger reichlich Platz.
Der Kofferraum ist angemessen groß, die Ladekante unangemessen hoch
Knapp war der seitliche Spielraum. Den hat Mini beim aktuellen Jahrgang – durch einen Zuwachs in der Breite auf 1,84 Meter – um einige entscheidende Zentimeter vergrößert. Der Fahrer und der Beifahrer können sich so vorn freier bewegen. Die Kopf- und Beinfreiheit reicht beim MINI Countryman E mittlerweile getrost für einen Zweimetermann oder eine Zweimeterfrau. Hinten wird es für zehn Zentimeter kleinere Passagiere eng; vornehmlich für deren Köpfe.
Die Beine haben bei dieser Größe noch ordentlich Luft. Auf die verschiebbare Rückbank kann Mini beim BEV folglich problemlos verzichten. Doch wie verkraftet der Kofferraum diesen Verzicht? Sehr zivilisiert. Ein Kofferraumvolumen von 460 bis 1.450 Liter ist kein Bestwert, liegt aber im gehobenen Mittel. Mehr wie der Mini transportieren z.B.: der Skoda Elroq mit 470 bis 1.580 und der Renault Scenic E-Tech Electric mit 545 bis 1.670 Litern.
Gut ausgestattet, ein eindrucksvoller, runder Touchscreen – aber bei der Bedienung zu viel klein-klein
Die zwei haben außerdem einen kleinen Frunk zu bieten – der MINI Countryman Electric nicht. Dafür, und das ist keine Tugend, legt er uns eine 80 Zentimeter hohe Ladekante vor. Die Heckklappe öffnet und schließt Minis SUV aber netterweise bereits ab Werk per Knopfdruck. Die dreiteilige Rücksitzlehne inklusive Durchlade-System ist ebenso Serie. Wie aber steht es im Basismodell MINI Countryman E Essential um die Komfort- und Digital-Extras?
Gut, würden wir sagen. Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die die Luft auch nach hinten liefert, ist ebenso ein Fixbestandteil; wie die Möglichkeit, das SUV noch während des Parkens zu kühlen oder zu heizen. Die Temperatureinstellung passen wir bequem über die einschlägigen Drehregler an. Sie sind unter dem optisch eindrucksvollen, stylisch runden 24-Zentimeter-OLED-Display platziert. Beim Bedienen geht der gute erste Eindruck teils verloren. Die Smartphone-Bedienlogik ist ein Bonus, leider ist im Auto die Distanz zum Touchscreen nicht dieselbe.
Außerdem muss Mini viele Inhalte auf dem recht kleinen Bildschirm unterbringen. Das erschwert die Bedienung zusätzlich. Notwendig ist die hohe Anzeigendichte, weil Mini auf ein Digitalinstrument verzichtet. Diesem Trend folgen mittlerweile mehrere Hersteller – wirklich überzeugend und schlüssig ist der Verzicht aber nur, wenn stattdessen ein Head-up-Display verbaut wird.