▶ Innenraum & Ausstattung
Genug Platz für gut 1,90 Meter große Fahrgäste
Mazda selbst betont dennoch den praktischen Charakter des CX-5: indem man das Designkonzept als ″Wearable Gear″ beschreibt. Das Mittelklasse-SUV soll sich, optisch wie funktional, in verschiedene Lebensformen und Lebensstile einfügen. Zu diesem Zweck hat Mazda, so verspricht man, den Komfort, die Flexibilität und die Praktikabilität gesteigert. Die unabdingbare Grundlage all dieser Tugenden ist: ein möglichst großzügiges Platzangebot.
Dessen Basis wiederum legt ein möglichst großer Radstand. Der des CX-5 III misst 2,82 Meter: Das sind 12 Zentimeter mehr als bisher – und mehr als bei den meisten Mitbewerbern. Beim 4,68 Meter langen Nissan X-Trail stehen die Achsen 271 Zentimeter auseinander. Beim 4,79 Meter langen VW Tayron sind es 279 Zentimeter, beim 4,65 Meter langen Citroen C5 Aircross ebenso; und beim 4,65 Meter großen Opel Grandland messen wir 2,8 Meter.
Beim Mazda CX-5 stehen diese Zuwächse zumal nicht nur auf dem Papier – sie kommen auch bei den Insassen an. In der zweiten Generation war es die Beinfreiheit, die das Platzangebot im Fond limitiert hat. In der dritten Modellreihe ist die Freiheit um ca. 6 Zentimeter gewachsen. Das Ergebnis. Jetzt sitzt man auf der Rückbank auch mit 1,95 Metern noch bequem.
Überzeugt mit gut 60 Liter Stauraum-Plus & niedriger Ladekante
Die 3 zusätzlichen Zentimeter Kopffreiheit sind hinten im Mazda CX-5 III ebenso willkommen. Außerdem fühlt sich das Fond großzügig an; die vergleichsweise großen Fenster erweisen sich als Vorteil. Ein Vorzug sind zumal die vergrößerten hinteren Türöffnungen. Sie vereinfachen das Einsteigen und erleichtern das Befestigen der Kindersitze. Verschieben können wir die Rückbank in Mazdas Mittelklasse-SUV nicht. Die Lehnen klappen aber einzeln um; und lassen sich in der Neigung zweistufig verstellen.
Das Umklappen erweitert den Stauraum von 583 auf 2.019 Liter. Ist das viel? Durchaus. Zum einen sind es rund 60 respektive 380 Liter mehr als beim CX-5 II. Zum anderen bietet kaum ein Konkurrent mehr. Der Nissan X-Trail packt 585 bis 1.424 Liter ein, der Citroen C5 Aircross 565 bis 1.668; und der Opel Grandland 550 bis 1.645. Wer ähnlich viel Gepäck mitnehmen will wie im CX-5, muss sich in einer höher Preisklasse umblicken: z.B. beim VW Tayron und seinem 885 bis 2.090 Liter großen Stauraum.
Beim CX-5 liegt die Ladekante allerdings noch 2 Zentimeter niedriger, konkret auf einer Höhe von 74 Zentimetern. Auch innen ist die Ladekante mit 3 Zentimeter kein Hindernis. Die Heckklappe muss im Basismodell ″Prime-Line″ noch von Hand betätigt werden; ab der nächsthöheren Ausstattung ″Centre-Line″ öffnet sie elektrisch.
Vorbildliche Interieur-Qualität, umfangreiche Serienausstattung samt Navi & ein Touch-Bedienkonzept, das übers Ziel hinausschießt
Unabhängig vom Ausstattungsniveau ist der Innenraum des CX-5 aber immer eines: mit sehr viel Sorgfalt und Sinn für Qualität eingerichtet. Die Materialien und ihre Verarbeitung liegen auf dem Niveau der heimischen Premium-Anbieter: seien es die Stoffbezüge der Serienausstattung oder die Echtleder-Bezüge der Topausstattung ″HOMURA″. Der Ausstattungsumfang und der Komfort bewegen sich auf einem ähnlichen Level. Der CX-5 ″Prime-Line″ rollt mit lederbezogenem Lenkrad und Schaltknauf aus dem Werk. Der Fahrersitz ist 8-fach, der Beifahrersitz 6-fach verstellbar.
Ab der ″Centre-Line″ sind die Vordersitze beheizt, ab der ″Exclusive-Line″ auch belüftet; die äußeren Rücksitze werden hier ebenfalls beheizt. Die 2-Zonen-Klimaautomatik und das gut 10 Zoll große Digitalinstrument wiederum sind Serie – gleich wie das Navigationssystem mit seinem frei stehenden, knapp 13 Zoll großen Touchscreen. Softwareseitig wechselt Mazda wie so viele andere Hersteller ins Google-Lager. Die wichtigsten Google-Services – von Goolge Maps bis zum Google-Sprachassistenten – sind beim CX-5 ab Werk ″built-in″.
Für die kabellose Smartphone-Integration gilt das leider nicht. Wie das induktive Ladefach ist sie erst ab der ″Centre-Line″ verbaut; ebenso wie das Head-up-Display. Die Touchbedienung ist mit dem Wechsel auf das Android-Betriebssystem um einiges eingängiger geworden. Dass Mazda alle Drehregler und Tasten gestrichen hat, erweist sich hingegen als Rückschritt. Die Sprachbedienung und die Lenkradbedientasten mit ihrem spürbaren Feedback sind ein gelungener, aber kein vollwertiger Ersatz.