▶ Innenraum & Ausstattung
Ein Kompakt-SUV für große Familien mit Bedarf für viel Platz und Stauraum
Da stellt sich uns die Frage: Binder der Tucson Plug-in-Hybrid den Fahrer und seine Fahrgäste ebenso gelungen ein? Müssten wir die Antwort in ein Wort zusammenfassen, würden wir die Einbindung großzügig oder zuvorkommend nennen. Vorne kommt Hyundais Kompakt-SUV dem Fahrer und Beifahrer mit reichlich Freiraum entgegen. Der Spielraum für die Beine und Füße ist so groß, dass er für gut 1,95 Meter große Personen reicht. Die Kopffreiheit ist noch großzügiger.
Hinten hält der Tucson sogar noch mehr Platz vor als vorne. Die Kopffreiheit reicht für 2 Meter große Fahrgäste, der Beinraum für noch ein paar Zentimeter größere. Dass Hyundai auf eine längs verschiebbare Rückbank verzichtet, ist deshalb kein Problem: denn weder Bein- noch Stauraum ist im Tucson ein knappes Gut. Der Kofferraum des PHEVs fasst 558 bis 1.721 Liter; ähnlich viel wie der Tucson mit Diesel. Als HEV nimmt der Hyundai 616 bis 1.795 Liter Gepäck mit; als Benziner praktisch genauso viel.
Kofferraum ebenso praktisch, aber etwas kleiner als beim HEV
Dass ein Plug-in-Hybridantrieb Stauraum kostet, ist üblich – es ist aber nicht unausweichlich. Das beweist bspw. der Opel Grandland. Er verliert mit dem Plug-in-Hybrid keinen Liter seines 550 bis 1.645 Liter großen Stauraums. Anders steht der Fall beim Tiguan. VWs Parade-SUV packt mit dem ″eHybrid″-Antrieb 490 bis 1.486 Liter ein; über 150 Liter weniger als mit den konventionellen Antrieben. Was er mit dem Hyundai Tucson gemeinsam hat, ist die für ein SUV verhältnismäßig niedrige Ladekante.
73 Zentimeter lassen sich mit etwas Schwung gut stemmen. Beim Ausladen müssen wir im Tucson keine Stufe überwinden. Ab der ″Trend″-Ausstattung ist der Tucson zumal mit der Annehmlichkeit einer automatisch öffnenden Heckklappe gesegnet. Damit sind wir beim zweiten Bereich angelangt, den Hyundai beim Tucson außergewöhnlich großzügig gestaltet: der Ausstattung. Seit dem Modelljahr 2026 ist sie in fünf Niveaus geschichtet.
Neu ist das, auf Höhe der ″Prime″-Linie platzierte, zweite Topausstattungs-Level ″N Line X″. Bei ihm liegt der Fokus auf der Sportlichkeit, bei der ″Prime″-Linie stärker auf der Ästhetik. Das Kleinod ist bei beiden Ausstattungen jedoch das gleiche: das Komfort-Sitzpaket. Es versieht die Vordersitze mit einer Sitzbelüftung und vielseitigen elektrischen Einstellmöglichkeiten; sowie die äußeren Rücksitze mit einer eigenen Sitzheizung.
Tucson ab Werk mit Navi, induktivem Laden und – dank mehr Tasten bzw. Regler – mit einfacherer Bedienung
In der Basisausstattung ″Select″ ist der Sitzkomfort weniger ausgefeilt, aber keineswegs schlecht. Anders gesagt. Wir sitzen im Tucson Plug-in-Hybrid ab Werk so komfortabel wie im VW Tiguan. Ausgestattet ist der Hyundai allerdings besser. Das Aushängeschild der Serienausstattung ist das Navigationssystem; es versorgt den Fahrer über die ″Bluelink″-Services live mit den wichtigsten Infos zum Verkehr und zu den Straßenverhältnissen.
Seit der 2024er-Modellpflege kann man viele dieser Informationen bequem von Head-up-Display ablesen. Einziger Wermutstropfen. Hyundai liefert es nur in den beiden Topausstattungen aus. Das gekrümmte Panoramadisplay ist mit seinen beiden 12,3 Zoll großen Bildschirmen indessen ebenso Serie wie: die Sitzheizung der Vordersitze, das induktive Smartphone-Ladefach, die Wärme- und Akustikverglasung der Frontscheibe – und die 2-Zonen-Klimaautomatik.
Sie können wir im Tucson über einen eigenen, kleinen Touchscreen bedienen. Er verkompliziert die Bedienung aber eher als dass er sie vereinfacht. Hyundai scheint das mittlerweile auch aufgefallen zu sein. Bei der Modellpflege haben die Autobauer aus Südkorea einige Tasten ergänzt. Zu den Temperatur-Drehreglern gesellen sich seither Tasten zur Regelung der Lautstärke, zur Schnellauswahl, zum Zoomen der Karte etc.