Skoda Fabia Drive im Test (2017): die Limousine mit dem besonderen Drive?

21.04.2017 Alle Testberichte

Bei der Vielzahl von Kleinwagen läuft man als Hersteller rasch Gefahr, mit dem eigenen Modell unterzugehen. Die Devise lautet also: Mitschwimmen; oder besser noch: Auffallen. Eine Möglichkeit dazu sind Sondermodelle - ein Weg den Skoda und die Konzernmutter VW derzeit intensiv erkunden. Die Autobauer aus Mladá Boleslav tun dies mit den "Drive"-Sondermodellen. Was die drauf haben, wollen wir uns am Beispiel des Fabia Drive ansehen.

Der Fabia mit dem Fahrer- und Familienfocus


skoda-fabia-drive-2017-ausen-hintenUm herauszufinden, was der neue Fabia Drive kann, müssen wir zunächst wissen, was in ihm steckt. Der Inhalt des Sondermodell-Pakets gliedert sich in zwei Abteile. Das erste ist mit mehreren Extras gefüllt; das zweite mit einem satten Rabatt und einer verlängerten Garantie. Da wir uns mit dem Testen der beiden letzteren schwer tun, legen wir unser auf die Extras, die Skoda im Fabia Drive verbaut. Die erste Gruppe dieser Extras kümmert sich um die Optik des kleinen Tschechen. Sie mag bei einem kleinen Familienflitzer wie den Fabia zwar nicht entscheidend sein. Trotzdem zeigt man gerne, was man hat: egal ob als Hersteller oder als Besitzer. Dass es sich um einen besonderen Fabia handelt, zeigt sich unmittelbar an den Plaketten mit dem "Drive"-Schriftzug, die auf den beiden vorderen Kotflügeln aufgeklebt sind. Dafür muss man allerdings recht nahe dran sein am Fabia. Schon von der Ferne fallen hingegen die schlicht aber stylish geformten 16-Zoll-Leichmetallfelgen "Rock" auf.

Skoda Fabia 2017: Neuwagen kaufen, leasen oder finanzieren

Aber Vorsicht. Dieser Hinweis ist nicht eindeutig. Individualisten können den Fabia Drive auf ein alternatives Geläuf stellen: Ohne Aufpreis auf die feingliedrigen 16-Zoll-Alufelgen "Italia" in Anthrazit; und für 330 Euro Extra auf die ebenso in Anthrazit gehaltenen 17-Zoll-Felgen "Savio". Optisches Täuschungspotential bergen gleichermaßen die verdunkelten Fondscheiben namens "Sunset". Sie können ebenso den herkömmlichen Fabia zieren, allerdings kosten sie dort 170 Euro Aufpreis. Im Fabia Drive schützen sie schon serienmäßig vor zu starker Sonneneinstrahlung. Die Kinder (und Erwachsenen) im Fond freut's, besonders im Sommer. Doch auch die Insassen vorne kommen nicht zu kurz. Dem Fahrer spendieren die serienmäßigen Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht eine bessere Sicht. Das optionale "Licht & Sicht"-Paket für 390 Euro stellt sicher, dass die Schweinwerfer dank Beheizung und Selbstreinigung selbst im Winter genügend Strahlkraft haben (ohne dass die Finger schmutzig werden oder frieren). Und der inkludierte Licht-Assistent gewährleistet die optimale Beleuchtung in jeder Fahrsituation.

Fabia-Drive: mehr als ein bloßes Extra-Sammelsurium


skoda-fabia-drive-2017-innen-cockpitFreude dürften Groß und Klein auch an der Unterhaltungselektronik des Fabia Drive haben. Vom Fertigungsband rollt der kleine Tscheche mit dem Infotainmentsystem „Swing“. Das sorgt dank Surround-Soundsystem und digitalem Signalprozessor für einen feinen Klange - unabhängig davon, ob die Musik von einem DAB+-Digitalradiosender kommt; oder von einem MP3- bzw. WMA-File auf einer SD-Karte oder einem per USB angeschlossenen Medium. Zum System gehören außerdem eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und ein Multifunktions-Lederlenkrad, über dessen Tasten sich Radio und Telefon fernbedienen lassen. Und der farbige 5-Zoll-Bildschirm stellt neben den Musikinfos viele zentrale Fahrzeuginfos dar. Dennoch dürfte das vielen vermutlich zu wenig Unterhaltung und Kommunikation sein. Für sie hat Skoda noch ein ermäßigtes Upgrade für das Radio-Navigationssystem "Amundsen" im "Drive"-Angebot (Preis 690 statt 1.080 Euro). Das System glänzt einerseits mit einem farbigen 6,5-Zoll-Touchscreen und Sprachbedienung; und andererseits mit den beiden Apps "SmartLink" (Smartphonekopplung über die häufigsten Standards) und "SmartGate" (Auslesemöglichkeit für die wichtigsten Fahrzeugdaten).

skoda-fabia-2017-innen-kofferraumBei aller Unterhaltung - Skoda hat bei der Grundausstattung des Fabia Drive trotzdem nicht auf den Komfort und die Praxistauglichkeit vergessen. Für ersteren sorgen unter anderem die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die beheizbaren Vordersitze. Den Alltagsnutzen verfeinert das umfangreiche Ablagepaket samt Universalhalter, Abfallbehälter sowie einer Korbhalterung und einem Gepäcknetz im Kofferraum. Dessen Volumen ist im Sondermodell genauso groß wie im Standardmodell. Es misst 330 bis 1.150 Liter - und damit mehr als in einem Opel Corsa (285 bis 1.090 Liter) oder einem VW Polo (280 bis 950 Liter). Der Fabia-Stauraum ist aber nicht nur groß, er ist auch wohl durchdacht. Das belegen die nur 66 Zentimeter hohe Ladekante und der zweistufige Ladeboden. Und im Innenraum? Auch hier offeriert der tschechische Kleinwagen mehr Platz als die meisten Konkurrenten - unabhängig davon, ob es sich ums Sondermodell oder um den normalen Fabia handelt.

Fahrwerk, Sicherheit & Motoren: kaum Sonder-Vorkommnisse


skoda-fabia-drive-2017-innen-vordersitzeZum Schluss wollen wir uns noch das Fahrverhalten und die Sicherheit ansehen. Skoda verlässt sich beim Sondermodell diesbezüglich fast uneingeschränkt auf die Tugenden des regulären Fabia - mit einer Ausnahme, der Müdigkeitserkennung. Sie ist nur im Fabia Drive serienmäßig, der City-Notbremsassistent hingegen ist stets Serie. In beiden Modellen optional angeboten werden zusätzliche Assistenzsystem wie der adaptive Abstandsassistent (280 Euro), die Rückfahrkamera mit Waschdüse (240 Euro) - und die Diebstahlwarnalange (230 Euro).

Ebenfalls identisch mit dem Angebot des herkömmlichen Fabia ist das Drive-Motoren-Sortiment. Es enthält den etwas trägen Einlitersauger 1.0 MPI mit 60 bzw. 75 PS; den spritzigen 1.2 TSI mit 90 oder 110 PS - oder eine der zwei 1.4 TDI-Varianten mit 90 bzw. 105 PS, die besonders für Vielfahrer und Spritsparer interessant sind (3,6 bis 4,0 Liter bzw. 95 bis 104 Gramm CO2 nach Norm). Das Fahrwerk kommt mit jeder Motorenwahl zu Recht. Denn seit der Generation III ist es sowohl für lange Ausfahren wie für spontane Spritztouren gewappnet, ebenso agil wie komfortabel. Die guten Bremsen haben den Kleinen dabei stets im Griff (Bremsweg rund 36 Meter aus 100 km/h).

Technische Daten des Skoda Fabia Drive:
PS-Anzahl:min. 60 PSmax. 110 PS
kW-Anzahl:min. 44 kWmax. 81 kW
Antriebsart:Frontantrieb
Getriebeart:Manuell oder DSG
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 3,6 l/100kmmax 4,7 l/100km
CO2-Emission:min. 95 g/kmmax. 108 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. B
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 15.730 Euro
Link zum Konfigurator:Hier den Skoda Fabia Drive konfigurieren

Fazit zum Skoda Fabia Drive Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Die Skoda Fabia Limousine Drive erweist sich im Test als ein interessantes Angebot. Das Sondermodell kombiniert eine Reihe von nützlichen und komfortablen Extras mit einem netten Preisvorteil von bis zu 2.370 Euro; und einer fünf Jahre währenden Garantie. Bei MeinAuto.de startet das Sondermodell sogar schon ab 12.382 Euro, das sind gut 4.000 Euro bzw. rund 25,5% günstiger als gelistet. Den normalen Skoda Fabia gibt es bei uns ab 9.472 Euro.

 
4 von 5 Punkten


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