Suzuki Vitara S im Test: ehemaliger Geländewagen als Design-SUV

SUVs sind heute längst nicht mehr nur im Großformat zu haben. Die beliebte Karosserie-Form breitet sich seit einigen Jahren auch in den kleinen Fahrzeugklassen aus – und das mit Erfolg, wie u.a. der Opel Mokka X, der Fiat 500X und der Nissan Juke beweisen. Suzuki wollte da offenbar nicht nachstehen und hat 2015 seinen in den 1980ern gebauten Geländewagen, den Vitara, als SUV neu aufgelegt. Wir haben das Mini/Kompakt-SUV in der Topversion Vitara S getestet. Ein Fahrbericht.

Boosterjet-Benziner verleiht dem Vitara Schwung

suzuki-vitara-s-2015-dynamisch-ausen-schraeg-vorne1.4 Boosterjet, so nennt Suzuki den Motor, der den Vitara zum Vitara S befördert. Der Name selbst klingt vielversprechend. Uns erinnert er an die amerikanische Kultserie „Knight Rider“ aus den 1980ern (also aus der Zeit des Ur-Vitara) – vor allem an den Turbo-Boost, der einen der Hauptdarsteller, dem Sportwagen K.I.T.T., wie einen geölten Blitz davonjagen ließ. Aber das sind alte Geschichten: zurück in die Gegenwart. Ist der 1.4 Boosterjet für den 4,18 Meter langen City-SUV eine vergleichbare Vitalspritze? Nun, zunächst ist er ein 1.373 Kubikzentimeter großer, wassergekühlter Vierzylinder-Turbobenziner mit 140 PS und 220 Nm maximalem Drehmoment. Letztere packen zwischen 1.500 und 4.000 U/min an und schieben Vitara S – abgesehen vom kleinen Turboloch – in allen Fahrsituationen kräftig an; eine Tatsache, die sich auch auf der Stoppuhr niederschlägt. Den 0-100-Sprint absolviert der 1,2 Tonner in unter 10 Sekunden; in der Spitze knackt er die 200er-Marke – und auch beim Durchzug überzeugt der 1.4 Boosterjet. Im vierten Gang drückt er den Suzuki in knapp 8, im fünften in 10 Sekunden von 0-100 km/h.

Informationen zum Suzuki Vitara

suzuki-vitara-s-2015-technik-motorDank dieser Fahrleistungen fühlt sich die Fahrt im Vitara S nicht nur in der City, sondern auch auf Überlandstraßen vital an. Als Antwort auf unsere eingangs gestellte Frage können wir damit festhalten: Der 1.4 Boosterjet ist zwar kein veritabler Turboboost, aber ein dynamischer, laufruhiger Antrieb. Und er ist recht sparsamer. Auf dem Normprüfstand absolviert er 100 Kilometer mit einem Verbrauch von 5,2 Litern (121g CO2/km); auf unserer Testfahrt messen wir ein Mittel von 6,9 Litern. Für den gilt jedoch die Randnotiz: Wir sind in der Allradvariante 1.4 Boosterjet Allgrip samt 6-Stufen-Automatik unterwegs. Bei dieser Combo notiert die NEFZ-Norm einen Verbrauch von 5,5 Litern (128g) – die Basisversion dürfte in der Praxis also mit rund sechseinhalb Litern das Auslangen finden. Für einen Benziner mit dieser Dynamik ein passabler Wert.

Vitara S mit dem Fahrverhalten einer Sportskanone?

suzuki-vitara-s-2015-dynamisch-ausen-schraeg-hintenDie von uns gefahrene Variante des Vitara S mit Allrad und 6-Stufen-Automatik kostet in der Anschaffung übrigens 3.200 Euro mehr als die frontgetriebene Basisvariante mit 6-Gang-Handschaltung. Davon fallen 1.500 Euro auf die Automatik, 1.700 auf den Allrad. Die Schlüsselfrage lautet dabei: Sind die beiden den Aufpreis wert? Bei der Automatik sind wir geneigt zu sagen: ja. Das 6-Gang-Getriebe hat Suzuki zwar fein abgestimmt, es hakt aber hin und wieder beim Schalten. Die Automatik wechselt die Gänge sanfter und sorgt für mehr Komfort; dem Turbobenziner nimmt sie nichts von seiner Dynamik. Beim Allrad würden wir hingegen eher mit einem Nein antworten.

suzuki-vitara-s-2015-dynamisch-ausen-hoch-vorneNatürlich bietet er bei Regen und Schneematsch deutlich mehr Grip, insbesondere im „Snow“- (mehr Kraft an der Hinterachse plus gezielte Bremseingriffe für mehr Traktion); oder im „Lock“-Fahrmodus (fixe 50:50-Kraftverteilung). Anders war das von einem Allrad-Experten wie Suzuki aber auch nicht zu erwarten. Für ein kleines SUV, das für die Stadt konzipiert und demnach kaum geländetauglich ist, scheint uns ein Allrad aber nicht wirklich nötig zu sein. Gute Bremsen indessen sind sehr wohl nötig – und die hat der Vitara S ab Werk (36 Meter 100-0 km/h). Voll zupacken müssen sie aber nur selten, denn Suzuki hat sein neues City-SUV sehr weicht abgestimmt. Schnelle Kurvenfahrten sind somit nicht drin. Der Federungskomfort ist trotz der sanften Abstimmung aber nur gut und nicht herausragend. Vor allem auf Landstraßen mit schlechter Asphaltqualität federt der Vitara S recht steifbeinig. Tief versenkte Kanaldeckel hingen schluckt er locker. Auch in dieser Hinsicht erweist er sich als mehr als Stadt- denn als Land-SUV.

Kleines SUV mit viel Platz & üppiger Ausstattung

suzuki-vitara-s-2015-innen-cockpitDiese Ausrichtung unterstreicht auch die Optik des Vitara S. Suzuki hat sein neues Crossover-Modell nämlich richtig fein herausgeputzt: Mit einem eigenen Kühlergrill, den L-förmige Elemente in Chrom dominieren, rot umrandeten LED-Tagfahrlichtern und 17-Zoll-Alufelgen in glänzendem Schwarz. Innen haben die Japaner mit feinen Extras eben so wenig gespart. Platz nehmen dürfen wir in sehr bequemen Velours-Ledersitzen mit Sitzheizung, denen es nur an Einstellungsmöglichkeiten mangelt. Dafür bestechen sie optisch mit roten Ziernähten, gleich wie das Lederlenkrad und der Schaltsack. Schicke rote Einfassungen zieren zudem das Armaturenbrett, namentlich die Lüftungsdüsen, die Instrumente und die zentrale analoge Uhr.

suzuki-vitara-s-2015-dynamisch-ausen-seiteAber auch technisch präsentiert sich der Vitara S auf hohem Niveau. Ab Werk verbaut Suzuki ein Audio-System mit 6-Lautsprechern, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Navi, USB-Anschuss und Smartphone-Kopplung (via „MirrorLink“ oder „Apple CarPlay“). Für die Sicherheit sorgen unter anderem zahlreiche Airbags (durchgehende Kopf-, Seiten- sowie Knieairbags), ein Berganfahr- sowie Einparkhelfer; und eine radargestützte aktive Bremsunterstützung (RBS). An Platz fehlt es ebenfalls nicht, nur hinten wird es für die Köpfe ab einer Körpergröße von ca. 1,8 Metern knapp. Besonders variable ist der Vitara S jedoch nicht, auch wenn die Rücksitzlehnen serienmäßig asymmetrisch umklappbar sind. Auf diese Weise steigt das Kofferraumvolumen von 375 auf 1.120 Liter. Das ist ähnlich viel wie in den zehn Zentimeter längeren Fiat 500X (350 bis 1.000 Liter) und Opel Mokka X (356 bis 1.372 Liter). Der 4,22 Meter lange Skoda Yeti packt allerdings 510 bis 1.760 Liter ein.

Technische Daten des Suzuki Vitara S
PS-Anzahl: min. 140 PS max. 140 PS
kW-Anzahl: min. 103 kW max. 103 kW
Antriebsart: Frontantrieb oder 4×4 Allradantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 5,2 l/100km max 5,5 l/100km
CO2-Emission: min. 121 g/km max. 128 g/km
Effizienzklasse: min. C max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 25.090 Euro
Link zum Konfigurator: Hier den Suzuki Vitara konfigurieren

Fazit zum Suzuki Vitara S Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Als Vitara S genügt Suzukis Kompakt-Van fast durchwegs höchsten Ansprüchen. Der Turbobenziner fährt sich dynamisch und trotzdem sparsam, der Interieur ist elegant; praktisch eingerichtet und bietet viel Platz. Nur das Fahrwerk ist mittelmäßig: angemessen komfortabel aber nicht besonders sportlich. Der Preis indes überzeugt auf ganzer Linie. Bei MeinAuto.de kostet der Vitara S ab 18.996 Euro, das sind 27% bzw. fast 6.800 weniger als beim Händler ums Eck.

     
5 von 5 Punkten

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