Nissan Qashqai II 1.2 DIG-T Test: schweres Erben leicht gemacht

nissan qashqai 2014 testOb Sprösslinge von Industriemagnaten, Filmstars oder Tyrannen, Kinder erfolgreicher Väter und Mütter haben es schwer erfolgreich zu sein, denn stets werden sie an den Leistungen der Eltern gemessen. Die zweite Generation des Qashqai teilt dieses schwere Schicksal: Ob sie unter der Last zusammenklappt oder aufblüht, soll der Test des Qashqai 1.2 DIG-T ans Licht bringen.

Design – behutsam retuschiert, technisch aufgerüstet

Optisch lässt sich Nissan bei der Gestaltung des Nachfolgers offenbar vom Grundsatz leiten: nur nichts riskieren, nur nichts Wesentliches verändern. Bei den Abmessungen haben die Japaner hier einige Zentimeter – etwa fünf in der Länge – drauf gepackt und da ein paar abgeschabt, so bspw. in der Höhe. Das Resultat: der neue Qashqai steht kompakter da und wirkt – durch die prägnanter modellierten Kotflügel und Scheinwerfer – auch eine Spur dynamischer als der Vorgänger. Doch genug der Ästhetik, hinein in den noch nach Neuwagen duftenden, kompakten Nomaden. Unser erster Eindruck? Hier hat sich einiges verbessert, in Bezug auf die Materialien, die hochwertiger geworden sind; auf die Bedienung und Linienführung, die übersichtlicher geworden sind; und hinsichtlich der Technik, bei der Nissan noch einmal massig aufgerüstet hat.

nissan qashqai 2014 test hintenAls Kommandozentrale fungiert ein gestochen scharf auflösender 7-Zoll-Touchscreen, über den wir im Handumdrehen, oder besser gesagt mit einem Wisch, problemlos durch die Menüs surfen. Zwischen den beiden Rundinstrumenten hinter dem Lenkrad gibt es noch ein 5-Zoll-TFT-Display, auf dem die Arbeit der unzähligen Assistenten mitverfolgt werden kann. Das „Safety Shield“-Paket etwa bündelt Einzelbausteinen wie den Notbrems-, den Spurhalte- und den Fernlichtassistenten, die Verkehrszeichenerkennung, den Totewinkel- bzw. Einparkhelfer und die dazugehörigen Kameras zu einem 360-Grad-Schutzpaket. Die Tester vom Euro-NCAP-Crashtest haben diese Bemühungen mit der 5-Sterne-Bestnote bedacht, wir konnten uns besonders für den Einparkhelfer begeistern. Der nämlich kaschiert die beschränkte Aussicht und lässt uns beim Einparken in engste Parklücken gut aussehen.

1.2 DIG-T: gemächlicher Turbobenziner

Beim Platzangebot hat sich hingegen wenig verändert, dazu aber gab es auch keinen wirklichen Anlass. Schon der Vorgänger zählte zu den geräumigsten Kompakt-SUVs und der Qashqai tut es seinem Ahnen gleich. Interessant ist dabei: die um zwei Zentimeter gekappte Wagenhöhe lastet nicht auf der Kopffreiheit, weil die Vordersitze und die Rückbank ein wenig tiefer gelegt wurden. Und im Heck haben die Japaner sogar noch ein wenig mehr Stauraum gefunden, wenn es auch nur 20 Liter sind. 430 bis 1.585 Liter packt der Qashqai jetzt weg und einen doppelten Ladeboden gibt es ab Werk noch oben drauf. Mit diesen Hohlmaßen mischt das japanische SUV weit vorne mit, 470 bis 1.510 Liter fasst z.B. der Kofferraum des VW Tiguan, 503 bis 1.620 Liter der des Mazda CX-5; und 405 bis 1.580 der des Skoda Yeti.

Soweit zur Ladekapazität des Qashqai, nun zum Potential des 1.2 DIG-T, bei dem die verfügbaren Räumlichkeiten nicht in Litern, sondern in Kubikzentimetern gemessen werden. 1.197 davon bietet der Vierzylinder-Turbobenziner, heraus kommen 115 PS und 190 Nm Spitzendrehmoment. Letzteres liefert der 1.2 DIG-T schon ab 2.000 Touren, mit den knapp 1,4 Tonnen des Qashqai hat er trotzdem seine liebe Müh und Not. In Gang kommt das SUV dabei noch recht flott: 7,7 Sekunden vergehen etwa bis zum 80er, 11,8 bis zum 100er. Bei den Zwischensprints im 5. und 6. Gang aber macht sich die fehlende Durchzugskraft dann lähmend bemerkbar: zumindest kamen uns die fast 35 Sekunden für den Sprint von 80 auf 120 km/h im 6. Gang wie eine halbe Ewigkeit vor. Das geruhsame Wesen verhilft dem 1.2 DIG-T leider auch zu keinem herausragenden Verbrauch. 5,6 Liter sollen es laut Nissan sein, 8,6 Liter waren es im Testmittel – mit zurückhaltendem Gasfuß sind auch rund 7 Liter drinnen.

Wer mit dem Qashqai schwungvoll und sparsam unterwegs sein will, der muss sich also wohl oder übel im Dieselreich umsehen. Beim 131 PS starken Topdiesel wird er dort auch fündig, allerdings kostet der rund 4.000 Euro mehr.

Handling – Dynamik im Blut

nissan qashqai 2014 test cockpitDas Geld ist indes gut investiert, da Nissan das Fahrwerk verbessert und die Lenkpräzision nachgeschärft hat. In beiden Bereichen gibt es aber noch einigen Verbesserungsspielraum. So ist der Qashqai immer noch recht straff gefedert, mit den 16- und 17-Zoll-Rädern bleibt jedoch ausreichend Federungskomfort übrig. Mit den 19-Zoll-Pneus, die in der Topausstattungslinie „Tekna“ Serie sind, rollt das SUV aber recht unwillig ab. Glanzlichter setzt der Qashqai zu guter Letzt wieder mit den serienmäßigen, taghellen LED-Lichtern und seiner kräftigen Bremsanlage (ca. 36 Meter Bremsweg aus Tempo 100).

Resümee: Die zweite Generation des Nissan Qashqai tritt ein schweres Erbe an. Nissan aber hat sie mit allen nötigen Qualitäten ausgerüstet, damit der Erfolgslauf weitergehen kann, vom aufgewerteten Interieur bis hin zum verbesserten Fahrwerk. Einzig wirklicher Schwachpunkt ist der träge und durstige 1.2 DIG-T. Und der Preis? Bei MeinAuto.de kostet der Qashqai mit dem 1.2  DIG-T Turbobenziner ab 17.532 Euro, das sind rund 3.200 Euro respektive 16% weniger als gelistet. (nau)

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