Hyundai i10 Autogas im Test (2017): eine aufschlussreiche Ausfahrt mit der LPG-Variante

Anfang des Jahres durften wir mit dem frisch gelifteten Hyundai i10 eine ausführliche Testrunde drehen. Was wir dabei gesehen haben, hat uns gefallen. Insbesondere innen gewann der Stadtfloh deutlich an Qualität und technischer Reife. Wenn der kleine Koreaner eine Schwäche erkennen ließ, dann beim Fahren. Den Benzinern fehlt es schlicht ein wenig an Temperament und Effizienz (Hier finden Sie den Testbericht zum Hyundai i10 mit Facelift). Mit dem 1.0 LPG hat Hyundai jedoch noch einen Motor im Sortiment, der sowohl mit Benzin wie mit flüssigem Autogas läuft. Wie gut, zeigt der Hyundai i10 LPG heute im Test:

Hyundai i10 1.0 LPG: alles im Fluss

hyundai-i10-2017-lpg-ausen-vorneDie Tankuhr lässt daran keinen Zweifel: Das Gas läuft. Damit es läuft, das Autogas, muss es – bei normalen Temperaturen – ein wenig unter Druck gesetzt werden. 5 bis 10 bar genügen aber, damit Autogas flüssig und so zu LPG (Liquified Petroleum Gas) wird. Der zweite bei modernen Autos eingesetzte Gaskraftstoff, Erdgas, bleibt im Gegensatz dazu stets gasförmig. Dennoch muss das Gas auf gut 200 bar komprimiert werden, damit es ohne eigenen Tanklastzug mitgeführt werden kann. Es wird deshalb auch als komprimiertes Erdgas CNG (Compressed Natural Gas) bezeichnet, wobei die Konstruktion für den CNG-Tank – dem höheren Druck entsprechend – aufwendiger ist. Das Autogas-Tanken gestaltet sich hingegen kaum aufwendiger als das mit Diesel und Benzin. Es muss lediglich ein passender Adapter aufgesetzt werden, der eine druckdichte Verbindung garantiert. Die Tank-Adapter gibt es an fast jeder Tankstelle oder für rund zehn Euro im Set zu kaufen. Der Blick auf den angezeigten Literpreis verrät uns glücklicherweise: Im Sprit-Budget ist jede Menge Spielraum – denn ein Liter LPG wechselt derzeit für rund 0,65 Euro den Besitzer; Superbenziner kostet mit 1,4 Euro mehr als doppelt so viel. Hier finden Sie weitere Neuwagen mit Auto- oder Erdgasantrieb, mit denen Sie jeden Kilometer sparen werden.

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hyundai-i10-2017-lpg-ausen-seiteBei diesem Preis, denken wir uns, können wir ohne Hemmungen Gas geben. Vom 1.0 LPG, einem leicht adaptierten Dreizylinder-Benziner mit 998 cm³ Hubraum darf man sich allerdings keine allzu begeisternde Antwort erwarten (Kraftstoffverbrauch LPG/Benzin: 6,5 Kilo/5,1 Liter auf 100 km, 104/116 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B/C). Im Gasbetrieb beschleunigt der 67 PS starke Einlitermotor den kleinen Eintonner aus Korea in rund 15 Sekunden von 0 auf 100 – und in der Spitze auf 153 km/h. Wirklich flott ist das nicht, aber für ein Stadtauto allemal flott genug. Wer die Gänge der angenehm zu schaltenden Fünf-Gang-Box häufig wechselt, kommt in der Regel gut voran. Aufräumen können wir dabei mit dem Vorurteil, dass Autogas ein Auto langsamer macht. Im Benzinbetrieb produziert der 1.0 zwar zwei PS und 3 Nm mehr (69 PS und 93 Nm), beim Beschleunigen ist er aber keinen Deut schneller. Kein Wunder, denn physikalisch sind Benzin und Autogas – es besteht aus den Gasen Butan und Propan – praktisch identisch: abgesehen von der Dichte und der Oktanzahl. Außerdem ist der Dreizylinder auf den Gasbetrieb optimiert.

Hyundai i10 Autogas: Ökonomisches und Ökologisches

hyundai-i10-2017-lpg-ausen-hintenWeder ein Leistungsgewinn noch ein Leistungsverlust – und physikalisch praktisch identisch: Was bringt die Nutzung von Autogas dann eigentlich? Einen Vorteil von Autogas haben wir bereits kurz angedeutet. Es ist bedeutend günstiger als Benzin und lässt die Spritzkosten purzeln: Nach Norm von gut 7 auf rund 4 Euro pro 100 Kilometer. Aber: Der Spaß mit dem Gas ist in der Anschaffung teurer. 1.050 Euro und, in der Basisausstattung i10, 1.200 Euro muss der Kunde mehr für den 1.0 LPG hinblättern als für den 1.0 blue Benziner (mit Start-Stopp-Automatik). 1.350 Euro sind es im Vergleich mit dem 1.0 ohne Spartechnologie. Kalkulieren wir allein mit den Spritkosten, ist das LPG-Modell des i10 erst nach knapp 70.000 Kilometer günstiger. Rechnen wir alle Kosten ein und auf eine Haltedauer von fünf Jahren hoch, lautet das Ergebnis:

Der Hyundai i10 fährt mit dem LPG-Antrieb bereits bei einer Jahresleistung von 10.000 Kilometern günstiger.

Die zweite Lehre aus dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung. Man soll so wenig mit Benzin fahren wie möglich. Ganz lässt es sich nicht vermeiden, da der LPG-Motor beim Starten Benzin braucht. Aber man kann den Benzinverbrauch auf einen halben Liter pro 100 Kilometer beschränken.

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hyundai-i10-2017-lpg-innen-cockpitDabei hilft die Tatsache, dass der i10 dank des gut 27 Liter großen LPG-Tanks mit einer Tankfüllung locker 400 Kilometer schafft. Außerdem sind LPG-Tankstellen – anders als jene für CNG – weit verbreitet. 7.000 sind es in ganz Deutschland, sprich gut sieben Mal mehr als für Erdgas; und halb so viele wie für Diesel und Benzin. In dieser Hinsicht ist der i10 LPG Erdgas-Konkurrenten wie dem Skoda Citigo g-tec oder dem Fiat Panda mit CNG überlegen. Die sind indes noch eine Spur sauberer unterwegs als der Hyundai. Beim Verbrennen von LPG wird ca. 10-15% mehr Kohlendioxid freigesetzt als beim Abfackeln von CNG – zudem etwas mehr Kohlenmonoxid, Stickoxide und Nichtmethankohlenwasserstoffen. Im Vergleich mit Benzin und Diesel schlägt sich Autogas aber signifikant besser. Gegenüber ersterem reduziert sich der CO2-Ausstoß um ca. 15%, gegenüber letzterem die Stickoxid- und Schwefeldioxid-Emissionen fast zur Gänze. Dennoch: Autogas ist und bleibt ein Nebenprodukt der Erdölaufbereitung, das an die Förderung von Rohöl gebunden ist. Zurzeit existieren keine kommerziell etablierten Technologien, um LPG synthetisch und nachhaltig herzustellen. Für CNG ist diese Möglichkeit mit Biomethan hingegen schon jetzt gegeben.

LPG-i10: viele Vorteile, kaum Einschränkungen

hyundai-i10-2017-lpg-innen-navi-lenkradDieser Vorzug wird jedoch allein beim Vergleich mit den CNG-Kontrahenten schlagend. Beim Wettrennen mit der internen Konkurrenz, also den zwei Benzinmotoren, hat das LPG-Modell sowohl ökologisch wie ökonomisch die Nase vorne. Die Einschränkungen, die man dafür in Kauf nehmen muss, sind gering. Der zusätzliche Autogastank knabbert beim Hyundai i10 1.0 LPG in der Standardstellung der Rückbank knapp vierzig Liter Stauraum ab. Statt 252 sind es „lediglich“ 214 Liter; bei umgelegten Lehnen bleibt es bei 1.046 Litern. Da der i10 unter den Minis aber mit einem der großzügigsten Stauräume aufwarten kann, stört dieser Schwund kaum. Auf die hohe Ladekante trifft das schon eher zu, aber die ist keine Eigenheit des Autogasmodells. Auch sonst fällt der i10 LPG nicht negativ auf. Das knappe Zentner Mehrgewicht spürt man beim Fahren nicht. Von der seit dem Facelift spürbar präziseren Lenkung profitiert auch er, ebenso wie von den sehr guten Bremsen. Einschränken muss man sich darüber hinaus nur bei der Ausstattung. Die Topausstattung „Style“ gibt es für das LPG-Modell nicht. Das bedeutet, dass man auf das schlüssellose „Smart-Key-System“ und auf eine Klimaautomatik verzichten muss, wobei beide selbst in der höchsten Ausstattung noch 770 Euro kosten.

hyundai-i10-2017-lpg-innen-sitzeDas gesparte Geld lässt sich an anderer Stelle investieren: Z.B. in die neuen LED-Tagfahrlichter, die in den frisch modellierten Kühlergrill integriert sind. Andere Optionen sind das Radio-Navi mit  7-Zoll-Touchdisplay, Smartphone-Koppelung via „Apple CarPlay“ oder „AndroidAuto“, Live-Services und so fort; oder das Sicherheitspaket, das die Spur hält und Kollisionen beim Voraus- sowie Rückwärtsfahren verhindern hilft. Die Sitzheizung und das Lederlenkrad können wir ebenfalls empfehlen. Ansonsten hat der Hyundai i10 alles an Bord, was ein Mini braucht. Überraschenderweise gehört dazu auch reichlich Platz für Fahrer und Passagiere.

Technische Daten des Hyundai i10 LPG:
PS-Anzahl: min. 67 PS max. 67 PS
kW-Anzahl: min. 49 kW max. 49 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Autogas
Verbrauch (kombiniert): min. 6,5 l/100km max 6,5 l/100km
CO2-Emission: min. 104 g/km max. 104 g/km
Effizienzklasse: min. B max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 11.490 Euro
Stand der Daten: 05.12.2017

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Fazit zum Hyundai i10 LPG Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Als Hyundai i10 LPG bekommt der Kleinstwagen aus Korea zwar keine Flügel – aber er schont die Geldbörse. Kein anderer Motor ist im Unterhalt so günstig wie der Einliter-Autogas-Antrieb. Sauberer ist der i10 mit ihm außerdem. Auf MeinAuto.de startet die i10 LPG ab 9.032 Euro: 26,1% bzw. fast 3.000 Euro günstiger als im herkömmlichen Autohaus.

     
5 von 5 Punkten

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