Welcher Van passt zu mir?

Minivans und Großraumlimousinen

11.01.2024 | Du suchst ein Auto, in dem die Familie mit Sack und Pack problemlos Platz hat? Du brauchst einen Bus, mit vielen Sitzplätzen und viel Komfort? Du suchst einen Pkw, der für 3 Kindersitze ausgelegt ist? All das und mehr bietet der Van. Welcher Van zu welchem Budget und Platzbedarf passt, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Van
© rawpixel.com (Freepik)

Das sind Vans

Van oder Großraumlimousine, mit beiden Bezeichnungen meinen wir meist dieselbe Kategorie von Kraftfahrzeugen: konkret Pkws mit einer hoch aufragenden Karosserie und 5 bis 7 – bspw. ein VW Touran, ein BMW 2er Active Tourer; selten haben Vans auch 9 Sitzplätze. Seinen Ursprung hat der Van im Nutzfahrzeugsegment; die engl. Bezeichnung bedeutet Lieferwagen.

Längst ist dieser Fahrzeugtyp aber weit über dieses Segment hinaus beliebt: bei alle jenen, die viel Platz für viele Personen benötigen – also bei großen Familien wie bei Shuttle-Services. Als Minivans sind sie aber auch im Kleinformat flexibel und geräumig.

Neben dem variablen Platzangebot gefallen die Hochdachkombi und Kleinbus auch mit ihrer hohen Sitzposition. Einfach und bequemer steigt man in keinen anderen Pkw ein, erst recht, wenn noch dazu Schiebetüren verbaut sind.

Minivan, Kompaktvan oder Kleinbus?

Die Vorteile der Vans sind also zahlreich. Bevor wir herausfinden können, welche Van zu uns passt, müssen wir wissen, welche Vans es gibt. Wie üblich bilden sich bei größeren Ansammlungen gern einzelne Grüppchen – bei den Vans ist das nicht anders:

  • Minivans sind mit einer Länge von max. 4,2 Metern die kleinste Spielart der Großraumlimousine wie bspw. der Citroen C3 Aircross
  • Kompaktvans können an die 4,6 Meter lang werden und bieten 5 bis 7 Personen Platz. Zu den 5-Sitzern zählen der BMW 2er Active Tourer und die B-Klasse von Mercedes. 7-Sitzer sind der Dacia Jogger, der Renault Grand Scenic und der VW Touran.
  • Die Klasse der Vans baut schließlich 4,5 bis gut 5 Meter lang. Nach dem Aus des VW Sharan und Ford Galaxy finden sich in dieser Klasse praktisch ausschließlich Modelle, die ihren Ursprung bei den Kleintransportern haben. Daher werden sich auch als Hochdachkombis und Kleinbusse bezeichnet.

Die Pkw-Varianten der Kleintransporter sind aktuell der vielseitigste Zweig der Vans. Die Palette reicht vom VW Caddy bis zum VW Multivan und ID.Buzz, von der Mercedes V-Klasse bis zum Renault Kangoo.

Und welcher dieser Vans passt nun am besten zu mir?

Im Wesentlichen hängt das davon ab:

  • wie viel Platz man hat und braucht,
  • wie viel Geld zur Verfügung steht
  • und wie der Van angetrieben werden soll.

Wie viel Platz habe ich, wie viel Sitzplätze & Stauraum benötige ich?

Minivans wie der Citroen C3 Aircross und der Suzuki Ignis sind keine 4 Meter lang – dennoch bieten sie 4 oder 5 variable Sitzplätze. Außerdem verfügen sie über einen vergleichsweise großen Kofferraum mit einem Volumen von 300 bis 400 Litern. Aber: Der Transport eines Kinderwagens ist mit ihnen kein Kinderspiel.

Anders ist das bei den meisten Kompaktvans, insbesondere bei den 7-Sitzern. Modelle wie der VW Touran und der Dacia Dokker haben einen 700 bis gut 800 Liter großen Kofferraum; Kinderwagen lassen sich da ohne großen Aufwand verstauen. Bei den 5-Sitzern, namentlich dem BMW 2er Active Tourer und der von Mercedes-Benz B-Klasse, ist das schwieriger. Sie haben im Heck um Platz für ca. 450 Liter. Dafür sind sie mit rund 4,4 Meter auch um 20 Zentimeter kürzer.

Vans bietet schließlich die meisten Sitzplätze und das größte Stauraumvolumen – mit 4,5 bis über 5 Metern Länge sind sie aber nur bedingt stadttauglich. Die Großraumlimousinen haben 5, 7 und teils auch 9 Sitzplätze; ihr Kofferraum misst meist mehr als 800 Liter. Außerdem erleichtern sie das Ein- und Aussteigen in der Regel mit praktischen Schiebetüren.

Vans für 3 Kindersitze

Praktisch sind diese Türen auch bei der Montage von Kindersitzen. In vielen Vans und Kleinbussen können mindestens 3 Kindersitze installiert werden, z.B.: im Proace City Verso, VW Touran und Caddy, Toyota Proace, Renault Trafic und Renault Kangoo sowie Renault Grand Scenic; außerdem im Opel Zafira Life, Citroen Spacetourer und in der Mercedes V-Klasse.

Welcher Van passt zu meinem Budget?

Die Preise der Vans richten sich zum einen natürlich nach der Größe und der Klasse, in der sie angeboten werden. Ein Suzuki Ignis ist günstiger als ein Premium-Van wie die V-Klasse. Zum anderen hängt der Preis wesentlich von der Art des Antriebs ab. Die günstigsten Vans fahren nach wie vor mit Benzin- und Dieselmotoren, die teuersten rein elektrisch.

Vans bis 30.000 Euro

In der Kategorie bis 30.000 Euro sind vornehmlich Minivans und Hochdachkombis anzutreffen. Der günstigste Van ist derzeit der Kompaktvan Dacia Jogger mit Preisen ab 16.900 Euro; mit Hybridantrieb gibt es ihn ab 24.100 Euro. Auch der Honda Jazz schafft es mit seinem Hybrid-Antrieb noch in diese Kategorie: mit einem Startpreis von ca. 28.500 Euro.

Besonders günstige Minivans sind zumal der Suzuki Ignis ab knapp 18.000 und der Citroen C3 Aircross ab rund 23.000 Euro. Unter 30.000 Euro werden außerdem einige Hochdachkombis angeboten: z.B. der Renault Kangoo ab 26.350, der VW Caddy ab 29.916 und der Toyota Proace City Verso ab 26.770 Euro.

Vans bis 50.000 Euro

Wer auf ein Budget zwischen 30.000 und 50.000 Euro zugreifen kann, hat mehr Optionen: sowohl was die Größe, das Platzangebot und die Motorisierung betrifft.

Ein Beispiel sind die Kompaktvans. Der BMW 2er Active Tourer startet bei 35.300 Euro, das Modell mit Plug-in-Hybridantrieb kostet mindestens 46.650 Euro. Mercedes preist die B-Klasse ab 37.850 Euro an; das B-Klasse PHEV kostet ab 47.273 Euro. Die 7-Sitzer VW Touran und Renault Grand Scenic fallen ebenfalls in diese Preiskategorie. Den Touran bekommt man ab ca. 38.000 Euro.

Außerdem tummeln sich in diesem die meisten Hochdachkombis: mit konventionellen aber auch mit rein elektrischen Antrieben. Beispiele sind: der Opel Combo e-Life ab 43.000 Euro, der Citroen e-Berlingo und Peugeot e-Rifter ab ca. 38.000 Euro – und der Renault Kangoo E-Tech Electric ab 39.300 Euro.

Vans über 50.000 Euro

Deutlich teurer als 50.000 Euro sind mittlerweile die zwei beliebtesten Kleinbusse alias Multivans: die Mercedes V-Klasse ab knapp 60.000 Euro und der Bulli, der VW T7 Multivan ab knapp 53.000 Euro. Soll die V-Klasse rein elektrische fahren, muss man noch tiefer in die Tasche greifen: den Mercedes EQV gibt es nicht unter 84.000 Euro. Aber auch der elektrische Bulli ist sündteuer; er heißt VW ID.Buzz und wechselt nicht unter 64.581 Euro den Besitzer.

Diesel, Benziner oder alternative Antriebe

Die hohen Preise gelten auch für alle anderen batterieelektrischen Vans. Die E-Mobilität hat längst auch in diesem Segment Einzug gehalten. Die Zahl der E-Vans wächst und wächst.

  • Unter 40.000 Euro gibt es aber nur wenige Vans: z.B. den Renault Kangoo E-Tech Electric ab 39.300 Euro, den Peugeot e-Rifter und den Citroen e-Berlingo ab ca. 39.000 Euro.
  • Zwischen 40.000 und 50.000 Euro liegen der Opel Combo e-Life (43.000) und der Kia e-Soul (47.450 Euro).
  • Die meisten anderen E-SUV kosten mehr als 50.000 Euro: der Toyota Proace Verso Elektro ebenso wie der Peugeot e-Traveller, der Citroen e-Spacetourer oder der Mercedes EQV.

Bei den hohen Preisen zu bedenken ist aber, dass auch die elektrischen Vans mit dem Umweltbonus gefördert werden.

  • Für Modelle mit einem Nettolistenpreis des Basismodells unter 40.000 Euro gibt es 2023 eine Kaufprämie von 6.750 Euro;
  • Modell mit Preisen bis 65.000 erhalten 4.500 Euro.

2024 sinkt die Obergrenze auf einen Nettolistenpreis von 45.000 Euro und der Bonus selbst auf 4.500 Euro.

Die Reichweite ist bei den elektrischen Vans meist noch recht bescheiden; die meisten schaffen 220 bzw. 330 Kilometer ohne Ladestopp. Der Mercedes EQV stromert mit dem großen Akku bis zu 350 Kilometer weit; der Kia e-Soul sogar ca. 450 Kilometer.

Keine Reichweiten-Sorgen hast Du bei einem Van mit Hybrid- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb, bei HEVs und PHEVs. Diese alternativen Antriebe sind bei den Großraumlimousinen allerdings weiter dünn gesät. Einen Plug-in-Hybrid haben die Mercedes B-Klasse und der BMW 2er Active Tourer, einen Hybridantrieb der Dacia Jogger und der Honda Jazz Hybrid.

Vans und Alternativen wie SUVs und Kombis

Die Neuzulassungen von Minivans und Großraumlimousinen sind in Deutschland rückläufig. Verantwortlich dafür ist die große Nachfrage nach SUVs. Sie sind übersichtlicher, sehen meist besser aus und bieten längst die größere Auswahl bzw. Modellvielfalt. Der Rückgang der Nachfrage führt auch dazu, dass einige Hersteller ihre Modelle vom Markt nehmen, u.a. Ford. Bei den Kombis ist ein ähnlicher Rückgang zu beobachten.

Unter der Kosten-Nutzen-Perspektive betrachten, sind Vans als geräumige Allrounder nach wie vor ideale Familienfahrzeuge. Gerade aufgrund der rückläufigen Verkäufe und der wachsenden Konkurrenz finden Sie im Van-Segment aktuell viele günstige Angebote.

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Vans sind vielseitig, besonders geräumig und punkten mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Van, der zu den eigenen Anforderungen passt, will aber erst gefunden werden. Auch wenn die Zahl der verschiedenen Modelle rückläufig ist, bleibt die Auswahl riesig. Letztlich ist für jeden Bedarf und für jedes Budget ein passender Van auf dem Markt zu finden: vom günstigen Minivan mit zum luxuriösen Kleinbus, vom Kompakt-Van mit Plug-in-Hybrid bis zur rein elektrischen Großraumlimousine.

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