▶ Innenraum & Ausstattung
In jedem Fall fünf großzügige Sitzplätze – optional zwei Zusatzsitze für große Kinder
Angesichts dieser Konstellation stellt sich die Frage, ob Kia die Funktionalität der Eleganz geopfert hat. Konkret gefragt. Nimmt die ungewöhnlich lange Motorhaube des Sorento PHEVs den Insassen Platz weg? Unsere konkrete und unmissverständliche Antwort ist nach dem Test ein klares: Nein. In den ersten beiden Reihen hat jeder üppigen Bewegungsspielraum: sofern er oder sie nicht größer als 1.95 Meter ist.
Die zwei optionalen, einzeln umklappbaren Sitze der dritten Reihe sollte man hingegen nur aufsuchen, wenn man kleiner ist als 1,75 Meter. Sonst wird es ungemütlich. Gegen eine potentielle Enge hat der Sorento Plug-in-Hybrid eine dritte Sitzkonfiguration im Talon: die ʺ6-Sitzer-Ausführung. Angeboten wird sie exklusiv in der Topausstattung ʺPlatinum".
Immer mit luxuriös viel Stauraum, auf Wunsch als luxuriöser 6-Sitzer
Im Sorento Plug-in-Hybrid 6-Sitzer entfällt in der zweiten Reihe der Mittelsitz. Dadurch öffnet sich ein eleganter Durchgang hin zur Reihe drei. In der zweiten Reihe dürfen die Fahrgäste in den äußerst bequemen ʺCaptain Chairs" Platz nehmen. Damit Fahrer und Beifahrer sich nicht zurück- oder gar herabgesetzt fühlen, hat Kia eine Lösung parat: die ʺPremium-Relaxation"-Vordersitze samt Massagefunktion.
Die Relax-Sitze sind wiederum ausnahmslos der Topausstattung vorbehalten. Für uns sind sie aber kein Muss. Bereits die in der Basisausstattung ʺVision" montierten Vordersitze bieten – mit ihrer Form, Polsterung und Sitzheizung – reichlich Komfort. An reichlich Stauraum mangelt es dem Sorento ebenso wenig; auch nicht als Plug-in-Hybrid. Bei ihm tritt im Vergleich mit den anderen Antrieben erfreulicherweise kaum ein Stauraum-Schwund auf. Es sind nur wenige Liter.
Das fällt bei einem Volumen 693 bzw. 898 Litern im 5-; respektive 604 bzw. 809 Litern im 6-Sitzer nicht ins Gewicht. Das zweite Maß gibt jeweils den Stauraum an, wenn die Sitze der zweiten Reihe ganz nach vorne geschoben sind. Das heißt: flexibel ist das Platz- und Stauraumangebot außerdem. Klappen wir die Sitze bzw. Lehnen um, wächst das Volumen auf 2.033 respektive 2.077 Liter.
Umfangreiche ausgestattet, wertig eingerichtet & einfach zu bedienen
Der Kia Sorento 7-Sitzer packt 175 bis 1.988 Liter ein – und die Klassenstreber? Der Skoda Kodiaq verstaut als Plug-in-Hybrid 745 bis 1.994 Liter im Heck; der VW Tayron 705 bis 1.915. Diese Testrunde geht also eindeutig an den Kia: dieser Erfolg wird aber teuer erkauft. Wie, dazu kommen wir gleich. Zuvor sehen wir uns an, was der Innenraum des Sorento PHEVs zu bieten hat. Zum einen sehen wir eine sorgfältige Verarbeitung und, weit verbreitet, Kunststoff mit aufgewerteten Oberflächen.
Zum anderen bietet der Sorento eine umfangreiche Grundausstattung. Sie umfasst eine 2-Zonen-Klimaautomatik und ein Navi samt 12-Zoll-Touchscreen und kabelloser Smartphone-Integration. Das Digital-Instrument ist erst ab der zweiten Ausstattung ʺSpirit" die Bezeichnung wert. Hier verschmilzt es mit dem Touchscreen zu einem standesgemäßen Panoramadisplay; das Seriendisplay ist mit 4 Zoll unübersichtlich klein. Die Bedienung ist schon ab Werk übersichtlich; u.a. dank zweier Drehregler und eines Dreh-Drück-Stellers auf der Mittelkonsole.