▶ Innenraum & Ausstattung
Im Fond genug, aber etwas weniger Kopffreiheit als der Ceed
Ob sich die vorne knapp 3 und hinten exakt 6 Zentimeter längeren Überhänge auf das Platzangebot auswirken? Die Antwort auf diese Frage finden wir nur an einem Ort: im Kia XCeed. Dass im Modelljahr 2026 die Palette der Lackfarben um neue Metallic-Töne bereichert wurde, lässt uns innen kalt. Hier wollen wir viel Freiheit und Komfort genießen – sowie gut und dennoch möglichst ablenkungsfrei unterhalten werden.
Bewegungsfreiheit gewährt uns der XCeed in einem großzügigen Ausmaß: wenn auch nicht in einem so großzügigen wie der gewöhnliche Ceed. Er kann Fondpassagiere auf und mitnehmen, die rund 1,90 Meter groß. Im XCeed ist mit dieser Größer bereits unbequem; bis 1,85 sitzt es sich hier komfortabel. Die Gründe Grund für diesen Unterschied? Auf der eine Seite ist es die elegante Dachlinie, auf der anderen die höher Sitzposition.
Mit mehr Aussicht, höhere Sitzposition & ein großzügiger Kofferraum
Vorne tischt der Kia Xceed ein ebenso großzügiges Platzangebot auf wie der Ceed. Selbst 2-Meter-Fahrer finden genug Spielraum für einen bequeme Sitzposition. Mit mindestens 45 Zentimeter sitzen wir im Crossover jedoch einige Zentimeter höher. Das heißt: Wir sehen mehr und wir steigen leichter ein sowie aus. Nachdem wir gerade ausgestiegen sind, machen wir uns gleich auf den Weg zum Kofferraum.
Er fasst im XCeed 426 bis 1.378, abgesehen vom Dreizylinder mit 48V-Mild-Hybridsystem. Beim ihm misst der Kofferraum 380 bis 1.332 Liter. Selbst das ist aber ähnlich viel Stauraum wie im Ceed – und mehr als bei den meisten Nebenbuhlern. Der Citroen C4 packt 380 bis 1.250 Liter ein, der Honda HR-V 319 bis 1.289 und der Toyota C-HR 447 bis 1.155. Vergleichbare oder bessere Packesel-Anlagen haben der T-Roc mit 475 bis 1.350 – und der Renault Symbioz mit 576 bis 1.576 Litern.
Was uns beim Kofferraum des Xceed stört, sind die hohen Ladekanten. Außen messen wir eine Höhe von 76 Zentimeter – an dieser Stelle hat sich Kia mit den SUVs das falsche Vorbild genommen. Innen bleibt eine Stufe von 15 Zentimetern zwischen Stauraumboden und Kante.
Umfangreiche Serienausstattung, u.a. mit Navi Serie – das Digitalinstrument bleibt aber den Topausstattungen vorbehalten
Von der Frage, wie hoch die Kanten sind, wechseln wir zur Frage: Welche Lücken klaffen in den Ausstattungen? Im Modelljahr 2026 hat Kia eine neue Basisausstattung eingeführt. Der Name ″Core″ versteht sich als Programm: es sollen die wichtigsten Extras enthalten sein. Bei Kia ist das in der Regel vielversprechend; die Hyundai-Tochter zählt zu jenen Herstellern, die mit Extras nicht geizen. Auch beim XCeed Core lässt sich die Ausstattung zunächst gut an.
Bereits die Basisausstattung umfasst ein vollwertiges Online-Navi: mit den hauseigenen Online-Diensten; und Updates ″Over-the-Air″, bspw. 7 Jahre lang für die Karten. Angezeigt werden die Karten auf einem 10,3 Zoll großen, frei stehenden Touchscreen. Er ist gut erreichbar, reagiert anstandslos und gefällt mit einem flachen Menüaufbau. Eine Leiste mit Drehknöpfen und Schnellwahltasten vereinfacht das Bedienen zusätzlich. Gefallen finden wir außerdem an der Klimabedieneinheit und ihren satt einrastenden Reglern.
Leider gehört für Kia nur die manuelle Klimaanlage zum ″Core″-Team. Die 2-Zonen-Klimaautomatik verbaut man erst zwei Etagen höher fix, in der ″Nightline Edition″. Als Option kann sie ab der dazwischen liegenden ″Vision″-Linie zugekauft werden – für die induktive Ladestation gilt das bereits ab der Basisausstattung. Dem 12,3 Zoll großen Digitalinstrument verwehrt Kia diese Möglichkeit; es bleibt den zwei höchsten Ausstattungen ″GT-line″ und ″Platinum″ vorbehalten: eine seltsame Entscheidung.