▶ Innenraum & Ausstattung
Großzügiges Ladevolumen auch Wunsch mit magischer Erweiterung für sperriges Ladegut
Der Nutzwert eines Kastenwagens steht und fällt am Ende jedoch mit seinen Transport-Qualitäten. Dafür will der verfügbare Raum möglichst klug genutzt werden: damit möglichst viel Ladegut mit möglichst wenig Aufwand befördert werden kann. Kann das der E-Scudo? Fiat spricht ihm eine “geniale Modularität” zu. Der elektrische Lieferwagen agiere bei der Raumnutzung, der Nutzlast und dem Laderaumvolumen auf höchstem Niveau.
Über die Genialität mögen Berufenere urteilen. Der Nutzwert des Fiat-Laderaum spielt ohne Zweifel vorne in der kompakten Kastenwagen-Liga mit – und dass trotz der kompakten Maße. Wir starten mit den Volumina. Der E-Scudo verstaut wie sein konventionell angetriebener Kollege in der Kurzversion 5,3 m³ Ladegut; und in der Langversion 6,1 m³.
Ein Muster der Vielseitigkeit und Variabilität mit max. 1,25t Nutzlast
Der Ford Transit Custom und der technisch baugleiche VW Transporter bieten kaum mehr Volumen – obwohl sie um einiges größer sind. Wer sich beim Fiat E-Scudo für die Beifahrersitzbank mit “Magic Cargo”-Funktion entscheidet, kann das Volumen jeweils um 0,5 m³ steigern. In der Praxis relevanter ist, dass sich damit auch die Laderaumlänge erheblich strecken lässt.
Beim E-Scudo Kastenwagen L2 erweitert sie sich am Boden von 2,51 auf 3,67 Meter; bei der “L3”-Version von 2,86 bzw. 4,03 Meter. Damit lassen sich selbst sperrige Gegenstände wie Rohre sicher verstauen und transportieren. Mit zwei Euro-Paletten hat der E-Scudo ebenso kein Problem. Zwischen den Radkästen ist der Laderaum 1,36 Meter breit; maximal sind es 1,63 Meter. Die Höhe gibt Fiat mit 1,40 Metern an.
Ist noch die Frage offen, wie viel das Ladegut wiegen darf – und wie einfach der E-Scudo zu beladen ist. Die Nutzlast beträgt mit der großen Batterie 1.000 Kilo, mit der kleineren und leichteren 1.250. Die maximale Dachlast gibt Fiat mit 170 Kilo an. Das Beladen erleichtert serienmäßig eine 94 auf 1,24 Meter große Schiebetür auf der Beifahrerseite; ein zweite gibt es gegen Aufpreis.
Bescheidene Serien-Digitalisierung – optionales Infotainment und Navi gut vernetzt und einfach zu bedienen
Hinten verpasst Fiat dem E-Sudo Kastenwagen zwei verblechte Flügeltüren, die 180 Grad weit öffnen. Als Alternativen fungieren eine Variante mit Verglasung und eine Heckklappe. Die Ladekante liegt bei allen Ausführungen zwischen 54 und 61 Zentimeter hoch. Die Hecköffnung ist 1,22 Meter breit und 1,28 hoch. Hoch geht es auch in der Fahrerkabine her.
Beim E-Scudo müssen wir aber hinzufügen: leider erst auf Wunsch bzw. gegen Aufpreis. Mit dem kleinen monochromen Digitalinstrument und dem schwarz-weißen 5-Zoll-Touchscreen des Radios beeindruckt man heute niemanden mehr: selbst in einem Nutzfahrzeug. Gerade bei einem elektrischen Lieferwagen sollte ein Navi Standard sein.
Das zieht in den E-Scudo erst mit dem “Techno Navi”-Paket ein. Teil des Pakets sind ferner: ein scharf auflösendes 10-Zoll-Digitalinstrument und ein frei stehender 10-Zoll-Touchscreen. Als Bonus gibt es eine einfache Bedienung: mit Drehreglern und haptischen Schnellwahltasten. Der Bonus einer induktiven Ladeschale und einer Klimaautomatik verlangt nach einem weiteren Paket namens “Comfort”.