VW Tiguan 1.4 TSI Test: eine wohlverdiente Ehrenrunde

12.06.2015 Alle Testberichte

Wenn Sie gehofft haben, dass hier bereits der neue Tiguan getestet wird, dann müssen wir Sie leider enttäuschen. Auch für uns heißt es weiterhin warten auf den zweiten Spross des kompakten SUV - erst im Herbst wird der neue vorgestellt werden. Bis dahin müssen wir uns die Zeit vertreiben und wir wollen das mit einer Ausfahrt im alten, zuletzt 2011 modellgepflegten Tiguan tun. In Schwung bringen darf uns dabei der 1.4 TSI mit 150 PS.

1.4 TSI - ein kultivierter Animateur


vw tiguan 2014 testDer 1.4 TSI muss während unseres Aufenthalts im Tiguan also den Animateur spielen. Doch wer ist dieser 1.4 TSI eigentlich? Zunächst ist er ein Vertreter der fremdgezündeten Antriebe, die zu Ehren von Nicolaus August Otto Ottomotoren genannt werden. Gezündet wird in Ottomotor natürlich ein Benzingemisch, das in diesem Fall über eine Direkteinspritzung in die Brennkammern gelangt und zuvor mittels Turbolader unter Druck gesetzt wird. Damit hätten wir die Bestandteile des zweiten Namensteils TSI - es steht für Turbocharged Stratified Injecition - zusammen, es bleibt noch der Ursprung des ersten zu klären. Das aber ist ein Kinderspiel, denn wie bekannt steht die Zahl für die Größe des Hubraums in Litern. Wer es genauer nimmt, kann den Hubraum auch in Kubikzentimetern messen, dann sind es 1.395. In jedem Fall aber ist der Brennraum auf vier in Reihe angeordnete Zylinder verteilt.

Soweit die grundlegende Technik, jetzt zu den wichtigsten Vitalwerten. Der 1.4 TSI spendiert dem alten Tiguan frische 150 PS und satte 250 Nm Spitzendrehmoment, das bereits ab 1.500 U/min anliegt. Das fast exakt 1,5 Tonnen schwere SUV kommt damit auch recht flott in die Gänge: 9,3 Sekunden vergehen, und die Tachonadel wandelt bereits jenseits der Hundertermarke; im 5. Gang vergehen 12 Sekunden, bis dieselbe Nadel den Sprung von der 80- über die 120-km/h-Marke schafft.

Aus ist es mit dem Vorwärtsdrang dann bei exakt 198 Stundenkilometern, dazwischen überzeugt der Turbobenziner mit kultiviertem Ansprechverhalten und ruhigem Lauf. Mit diesen Fahrdynamikwerten treibt der 1.4 TSI am Ende natürlich weder dem Fahrer noch der Konkurrenz - vom Nissan Qashqai bis zum Ford Kuga - den Angstschweiß auf die Stirn, mithalten kann er mit letzterer aber immer noch locker.

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Tiguan: ein komfortabler Begleiter


Und wie sieht es beim Verbrauch aus. Auch da hält sich der alte Otto aus Wolfsburg wacker. Die 6,4 Liter (149 g CO2) NEFZ- und gut 7 Liter Testverbrauch sind zwar kein spartanisches Loblied wert, aber die Mitstreiter im kompakten SUV-Segment haben hier kaum Besseres zu bieten. Das C in der Effizienzklassifizierung kommt trotzdem nicht von ungefähr. Natürlich kann's der Tiguan auch sparsamer, etwa mit dem nur 10 PS schwächeren 2.0 TDI, der 6,4 Liter in der Praxis verbraucht. Übertrieben effizient ist das aber auch nicht. Allmählich lässt sich damit ein mittlerweile altbekanntes Muster erkennen: Der Tiguan ist selten absolute Spitze, aber er ist überall vorne dabei und findet fast immer die goldene Mitte. Das zeigt sich auch beim Fahrverhalten. Das kompakte SVU wurde von Volkswagen vollkommen neutral auf den Asphalt gestellt, das Fahrwerk ist hart, aber nicht zu steif gefedert - sodass es weder zu übermäßigen Seitenschwankungen noch zu harten Stößen neigt. Natürlich gelingt ihm das mit dem gut 1.100 Euro teuren adaptiven Dämpfern noch besser, der Tiguan ist aber auch ohne den wandelbaren Fahrhelfer ein äußerst komfortabler Begleiter.

Viel Platz und reichlich Stauraum


vw tiguan test kofferraumKein großes Aufsehen macht der Tiguan auch um sein Aussehen, außen und innen dominieren die schlichten Töne. Bei genauerem Hinsehen erweist sich die Einrichtung des Innenraums  in Bezug auf die Verarbeitungsqualität nach wie vor als tonangebend, das Aussehen und teils auch die Funktionen des Zubehörs versprühen jedoch ungewollt den Duft von Nostalgie. In dieser Hinsicht wird es also Zeit für den Nachfolger, in puncto Raumangebot und Variabilität muss es der Neue aber erst einmal besser machen als der Alte. Der offeriert dem Lenker, dem Co-Pilot und den Fondpassagieren nämlich großzügig viel Platz - und der lässt sich dank der in Längsrichtung verschiebbaren Rückbank auch variabel anpassen. Die schlichten Zahlen geben die Größe  nicht unbedingt exakt wieder, was auch für den Stauraum gilt. 470 bis 1.510 Liter klingen gut, aber nicht so gut wie sie sich einpacken. Der Tiguan liegt damit aber auch zahlenmäßig im oberen Mittelfeld: Der ein paar Zentimeter größere Mazda CX-5 packt bspw. 503 bis 1.620 Liter ein, das deutlich kürzere Schwestermodell Skoda Yeti 405 bis 1.580 - und der knapp zehn Zentimeter längere Ford Kuga 481 bis 1.653.

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Fazit: Wüssten wir nicht, dass der VW Tiguan in der Basis bereits acht Jahre auf dem Buckel hat, wir hätten es nicht geglaubt. Nur bei der Innenraumeinrichtung merkt man dem Wolfsburger sein Alter an, in allen anderen Belangen hält er noch locker mit der Konkurrenz mit. Zeit für den Nachfolger wird's trotzdem: denn ein VW soll ja vorauseilen. Bei MeinAuto.de kostet der Tiguan 1.4 TSI (150 PS) ab 19.847 Euro, das sind 27,7% bzw. fast 7.500 Euro weniger als die unverbindliche Preisempfehlung. (nau)

In unserem Autohaus sind Sie also goldrichtig, wenn Sie nach einem günstigen SUV suchen. Bei uns gibt es diese dank hoher Rabatte nämlich zu besonders günstigen Preisen, so zum Beispiel den Ford Kuga ab 22.087 Euro und 25%, den Opel Mokka ab 15.627 Euro und fast 20%, oder den Seat Ateca ab 19.990 Euro. Darüber hinaus haben Sie bei uns mehrere Möglichkeiten der Autofinanzierung, zum Beispiel unsere zinsgünstigen Autokredite oder das für Geschäftskunden höchst attraktive Auto Leasing.









 
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