Smart Fortwo Coupé 2015 Test: in der Kürze liegt die Würze

14.05.2015 Alle Testberichte

Elchtest hin, Elchtest her - der Smart Fortwo war eigentlich von Anfang an ein Erfolgstyp; und das nicht nur, wenn man ihn am mäßigen Erfolg des großen Bruders, des Smart Forfour, misst. Folgerichtig hat sich der kurze Kleine bisher auch bereits mehr als eineinhalb Millionen Mal verkauft. Seit Sommer 2014 tourt er nun in der dritten Generation durch Stadt und Land. Wie sich der Smart für Zwei dabei macht, das verrät unser Test.

Fortwo III: breiter, größer - und doch ganz der Alte


smart fortwo 2015Was hat sich also getan, beim neuen Smart Fortwo, der ja jetzt wieder gemeinsam mit dem Smart Forfour auftritt. Vergleicht man die Veränderungen rein äußerlich, dann sind die des Coupés relativ klein. Der Blick auf die Maße verrät nämlich: Der Fortwo ist weiterhin 2,70 Meter lang, der Radstand misst nach wie vor 1,87 Meter; und auch die Höhe hat sich kaum verändert. In der Breite allerdings durfte Generation drei gut 10 Zentimeter zulegen, was vor allem der Fahrer und der Beifahrer zu spüren bekommen – und zwar in Form der mittlerweile durchaus passablen Freiräume für Beine, Ellbogen und Köpfen. So manch eingefleischter Smart-Fan mag den neuen nun vielleicht zu dick finden - wir aber fühlen uns hinter dem Steuer so wohl und unbedrängt wie noch in einem zweisitzigen Smart. Und die Verbreiterung hat noch einen weiteren Vorteil: Auch der Kofferraum wächst um 40 auf 350 Liter, das sind immerhin gut 10% oder umgerechnet ein kleiner Koffer für den Wochenendtrip. Der neue Smart Forfour packt bspw. 215 bis 975 Liter weg, der fast einen Meter längere Opel Adam 170 bis 663 Liter; und der 70 Zentimeter größere Fiat 500 deren 185 bis 610.

smart fortwo 2015 hintenSchön und gut: Aber schlüpft der Fortwo mit der breiten Hüfte immer noch problemlos quer in die engsten Parklücken? Ja, er schlüpft– und das problemlos, nicht zuletzt dank des weiter verkleinerten Wendekreises (7,30 Meter). Doch nicht nur beim Einparken, auch sonst macht der neue Smart Fortwo eine gute, stylische und farbenfrohe Figur. Der Vorbau wurde ein wenig gekürzt, außerdem prangen vorne jetzt serienmäßig zwei rautenförmige LED-Scheinwerfer und ein wabenmusterner Kühlergrill. Auch innen reihen sich die schicken Details dicht an dicht, die Übersichtlichkeit bleibt dabei gewahrt - die gewohnten Eigenarten bei der Tastenanordnung für Fensterheber und Konsorten einmal ausgenommen. Außerdem ist der Fortwo ab Werk äußerst karg möbliert - die feinen Details kosten in der Regel also extra und sind zudem nicht immer besonders fein verarbeitet.

Zwei zahme Sauger und ein Turbowirbelwind


Mehr Sorgfalt haben die Smart-Techniker bei der Entwicklung der drei neuen Benzinmotoren walten lassen. Wie bisher verrichten die ihre Arbeit im Heck des Kleinen kultiviert und ruhig. Die Genügsamen Smart-Fahrer werden dabei bereits mit einem der beiden Dreizylinder-Saugmotoren ihr Auslangen finden. Denn ihre 61 respektive 71 PS und 91 Nm Spitzendrehmoment reichen aus, um den weniger als 900 Kilo schweren Stadtfloh recht schwungvoll durch den Ballungsraum zu schieben: Den Hunderter erreicht der Fortwo mit ihnen bspw. in knapp 15 Sekunden, das Maximum liegt bei rund 150 km/h.

Genießer hingegen sollten unbedingt zum einzigen Turbo im Smartsortiment greifen, dem 0,9 Liter großen Dreizylinder, der im Heck 90 PS und - ab 2.500 Touren - 135 Nm Spitzendrehmoment zusammenbraut. Die Leistung nämlich kommen über den Fahrer wie ein Sommergewitter über den Wanderer – so unerwartet wuchtig lässt der Turbobenziner den Coupé-Floh aus dem Stand bzw. von der Ampel losspringen: In knapp 10 Sekunden fliegt der Fortwo etwa bereits mit Tempo 100 über den Asphalt, bei Tempo 155 zieht Smart dann die elektronische Notbremse.

Smarte Sicherheit und endlich auch eine Federung


smart fortwo 2015 cockpitEine Spaßbremse ist indessen der Verbrauch der drei Benziner. Nach Norm gönnen sich die beiden Saugmotoren 4,1 bzw. 4,5 Liter (93 bzw. 104 Gramm CO2) und der Turbo 4,2 (97g). Im Test waren wir allerdings mit allen drei Motoren meist in Regionen jenseits der sechs Liter unterwegs, vor allem mit dem lustvoll anschiebenden Turbo. Sechs Liter aber sind für einen leichten und winzigen Kleinwagen wie den Smart eigentlich deutlich zu viel. Da hilft auch die nun für 1000 Euro Aufpreis erhältliche 6-Gang-Automatik (Twinamic) nicht wirklich weiter, die beim Turbo auch nicht notwendig ist, da der so bereits sehr schaltfaul gefahren werden kann.

Nach dem kurzen Verbrauchsschock wollen wir uns zum Schluss aber noch einmal der Freude widmen. Die verschenkt der neuen Smart Fortwo fahrend in Hülle und Fülle, denn sowohl die Lenkung wie das gesamte Handling fühlen sich ausgesprochen direkt und lebendig an. Für noch mehr Freude sorgt aber die Tatsache, dass der Kleine jetzt erstmals auch über eine Federung verfügt, die diesen Namen auch verdient; und dass die Sicherheit weiter verbessert werden konnte: nicht nur für die Insassen, sondern auch für die Fußgänger.

Fazit: Obwohl er ein wenig in die Breite gegangen ist, der neue Smart Fortwo bleibt seinen Abmessungen nach ein Winzling. In puncto Raumnutzung, Individualität und Sicherheit aber ist er ein Großer - leider aber gilt das auch für den Verbrauch. Bei MeinAuto.de kostet das neue Fourtwo Coupé ab 9.647 Euro, das sind 11% bzw. gut 1.100 Euro weniger als im Autohaus ums Eck. (nau)

In unserem Autohaus online finden Sie dabei auch noch viele weiter günstige Kleinwagen, etwa den Opel Adam ab 9.877 Euro und 19,6% Rabatt, den Fiat 500 ab 8.903 Euro und 33%, oder den Opel Corsa ab 9.525 Euro und 24% Preisnachlass. Beim Neuwagenkauf können Sie sich auch für eine unserer attraktiven Optionen der Autofinanzierung entscheiden, bspw. einen zinsgünstigen Autokredit oder eine flexible Schlussraten-Finanzierung.









 
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