Lexus LS 2018 im Test: Toyota hisst sein neues Premium-Flaggschiff

Toyota verkauft seine Premium-Modelle seit 1989 unter dem Namen Lexus. Der Lexus LS war von Beginn an Teil dieser Flotte und mehr: er war und ist ihr Flaggschiff. Anfang des Jahres haben die Autobauer aus Tokio der luxuriösen Kette das fünfte Glied hinzugefügt. Mit dem Lexus USF50, wie er firmenintern heißt, wollen sie zur Spitze des Segments aufschließen. Ob der 2018er LS der Mercedes S-Klasse, dem 7er BMW und dem Audi A8 die Stirn bieten kann? Ein Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Lexus LS:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Lexus LS Interieur – einsame Klasse

lexus-ls-aussen-vorneEin kurzer Blick auf das Datenblatt des Lexus LS genügt, und jedem ist klar, in welcher Klasse er Platz nehmen wird. Wenn die Achsen einer Limousine 3,13 Meter auseinander liegen, ist man in der Oberklasse zu Hause. Falls dennoch Zweifel bestehen über die Zusammensetzung der Klientel, hat Toyota sein Aushängeschild im Prospekt unter einem Privatjet geparkt. Wer keinen hat, kann die Limousine zwar kaufen – er muss sich aber klar sein: ohne Jet sieht sie nicht einmal halb so gut aus. Oder doch? Natürlich. Wer den LS in natura sieht, der wird daran nicht zweifeln. Mit den Überhängen wächst sich die Lexus-Luxus-Limousine zu einer majestätischen Länge von 5,24 Metern aus. 1,9 Meter ist der Edel-Schlitten breit, 1,46 hoch – den Kontakt mit der Straße stellen noble 20-Zoll-Leichtmetallräder her. Eleganz und Selbstbewusstsein prägen auch das Design. Tief beeindruckt hat uns die Frontpartie: Der mächtige „Diabolo“-Kühlergrill wirkt mit seinem 3D-Wabendesign stark hypnotisierend – ein Eindruck, der von den tief eingeschnittenen 3D-LED-Scheinwerfern und den kolossalen Lufteinlässe verstärkt wird. Ob Toyota damit vergessen machen will, dass der Grundpreis jenseits der 100.000 Euro liegt?

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Vermutlich nicht, denn dafür bekommt der geneigte Käufer höchsten Luxus geboten. Der beginnt mit einer Basisausstattung, die in den meisten anderen Autos selbst gegen Aufpreis nicht zu haben ist. Einige Leckerbissen: Eine komplette Lederausstattung, eine 2-Zonen-Klimatisierungsautomatik mit „Nano-e“-Ionen-Luftreinigungssystem, ein Pioneer-Sound- und ein „Lexus Premium“-Navigations-System samt Touchpad-Bedienung; außerdem 16-fach elektrisch verstellbare Fahrer- und Beifahrersitze mit vierfach einstellbarer Lendenwirbelstütze. Aber, hören wir Sie sagen: Vorne sitzt doch der Chauffeur. Richtig. Deshalb rückt Toyota erst im Fond mit der wirklich luxuriösen Bestuhlung heraus. Ab der „Executive Line“ darf man sich hinten in 18-fach elektrisch verstellbaren Shiatsu-Massage-Sitzen räkeln – bezogen in exklusivem Semianilinleder. Damit nicht genug: In der „Luxury Line“-Topausstattung verbauen die Japaner auf der Beifahrerseite einen Ottomanen, d.h. einen feudalen Liegesitz: selbstredend ebenfalls mit Shiatsu-Massagefunktion und zigfach verstellbar.

Motoren-Luxus: V6-Biturbo-Power oder hybride Effizienz

lexus-ls-innenDer Dekadenz die Krone auf setzen aber weder der Auto-Ottomane, noch der optional erhältliche, samtig weiche und leider höchst empfindliche Anilinleder-Bezug. Es ist die wahnwitzige Beinfreiheit von über einem Meter, die uns in diesem Fauteuil ungläubig zusammensinken lässt. Solch luxuriöse Freiräume sind selbst in der Oberklasse einzigartig – ein kompaktklasse-fahrender Tester kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch weil sich der Lexus LS für ihn beim Einsteigen absenkt, die Sitzwangen öffnet und ihm das Gurtschloss dienstbeflissen entgegenkommen lässt. Im ersten Moment fühlt sich das befremdlich an. Insgeheim muss der testende Normalbürger jedoch zugeben: Er könnte sich daran gewöhnen. An eine Tatsache gewöhnen muss sich auch die hehre Premium-Riege, kurzum die Oberklassen-Konkurrenz. Hinsichtlich der Raffinesse, der Wärme und Detailliebe sowie der analogen Kompositionskunst des Interieurs wird sie von der fünften LS-Generation locker ausgestochen.

lexus-ls-innen-lenkradWas die digitale Unterhaltungs- und Vernetzungstechnologie angeht, wirkt der Lexus – insbesondere aufgrund des fehlenden Touchscreens – hingegen altbacken, zumindest für die Generation Smartphone. Lexus kann sich damit trösten, dass der Kundenkreis dieser Generation – außerhalb des Silicon Valleys wenigstens – recht klein sein dürfte. Des Trostes bedürfen auch wir, nachdem wir widerwillig unser Paradies im Ottomanen verlassen mussten. Ein 417 PS und 600 Nm starker V6-Bi-Turbobenziner mit dreieinhalb Litern Hubraum scheint als Heilmittel dafür prädestiniert zu sein – und der LS500, so sein Name, ist es auch (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,9 Liter auf 100 km, 225 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Heilsam wirkt zum einen die atemberaubende Rohkraft: 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 ist für ein Auto mit 2,2 Tonnen keine Kleinigkeit. Was uns den Shiatsu-Massage-Ottomanen vollends vergessen lässt, ist zum anderen das symphonische Zusammenspiel zwischen dem Allradantrieb, dem V6 und der neu entwickelten 10-Stufen-Automatik. Die Geschmeidigkeit dieses Trios stellt jeden Puma in den kühlenden Bergschatten.

Lexus LS: Toyotas Sicherheits-Speerspitze

lexus-ls-aussen-rechtsHierzulande wird, das lassen die Kaufgewohnheiten der Vorgänger erahnen, dennoch kaum jemand in den Genuss dieser doppelten Otto-Freude kommen. Denn in Deutschland entscheiden sich über 90 von 100 LS-Kunden für den „Multi Stage“ Hybrid LS 500h (Kraftstoffverbrauch kombiniert Heck-/Allradantrieb: 6,2/7,0 Liter auf 100 km, 147/161 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+/A). Ein Grund dafür ist sicherlich, dass der LS mit dem Hybrid-Antrieb 12.000 Euro günstiger ist. Ein anderer ist, dass die Verbindung aus dem 3,5-Liter-V6-Benziner mit 299 PS und der Drehstrom-Synchronmaschine mit 179 PS den Verbrauch markant senkt, ohne an Geschmeidigkeit einzubüßen. Die Systemleistung von 359 PS und das sofort anliegende 300-Nm-Drehmoment des E-Motors stellen sicher, dass auch die Fahrleistungen – 0-100 in 5,4 bzw. 5,5 Sekunden – zur Oberklasse passen. Ein weiteres Markenzeichen ist die himmlische Ruhe, mit der das Doppelherz loslegt.

Sobald der V6 zu dominieren beginnt, ist es mit ihr allerdings vorbei – die 10-Stufen-Automatik simuliert beim 500h die 10 Schaltstufen nur: ein Umstand, der den Puls des Ottomotors in die Höhe treibt. Die voll aufgerüstete Assistenz-Flotte des LS lässt ihn jedoch rasch wieder sinken. Im Lexus-Flaggschiff verbaut Toyota alles, was man aktuell zu bieten hat. Dazu gehört bspw. das „Safety System+“ mit dem „Pre-Crash-Safety“-System, mit einem Spurhalte-Assistenten und einer Verkehrszeichenerkennung; zudem einem adaptiven Geschwindigkeitsregelsystem (samt Stop&Go-Funktion), einem Totwinkel-Assistenten mit Querverkehrswarnung und einem besonders großen Panorama-Head-up-Display. In den höheren Ausstattungen ist in dieses Display sogar ein Fußgänger-Warnsystem integriert. Damit steigen selbst die schwächsten Verkehrsteilnehmer im LS in die Oberklasse auf.

Technische Daten des Lexus LS

PS-Anzahl: min. 417 PS max. 417 PS
kW-Anzahl: min. 307 kW max. 307 kW
Antriebsart: 4×4 Antrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 9,9 l/100km max 9,9 l/100km
CO2-Emission: min. 225 g/km max. 225 g/km
Effizienzklasse: C C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 105.900,00 Euro
Stand der Daten: 14.08.2018

Konkurrenzmodelle

Ob Kleinwagen oder Oberklassen-Limousine – preiswerte Neuwagen sind in unserem Autohaus online zu Hause. Im Luxussegment belegen das Exemplare wie die Mercedes S-Klasse ab 99.956 Euro und 13,2%, die BMW 7er Limousine Plug-in-Hybrid ab 81.166 Euro und 17,7%; oder der Audi A8 ab 70.652 Euro und 22,8% Neuwagen Rabatt. Hochwertig präsentiert sich außerdem unsere Finanzierung – vom günstigen Autokredit bis zum lukrativen Autoleasing.

Fazit zum Lexus LS Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Mit dem neuen Lexus LS ist Toyota eine herausragende Oberklassen-Limousine gelungen, vor allem in Bezug auf Komfort und Luxus. Die Fahrleistungen und die Sicherheitsausstattung sind ebenfalls ober-klasse. Das Infotainment verliert sich indes in analog-barocker Schönheit. Bei MeinAuto.de sticht der Luxusliner ab 90.116 Euro in die heiß umkämpfte Oberklassen-See, knapp 16,7% bzw. fast 18.000 Euro unter dem UVP. Das Hybrid-Modell setzt ab 78.614 Euro die Segel.

 
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