Kompaktklasse-Kombis und -SUVs Test 1: ceed, Sportage, Civic & CR-V im Bruderduell

Kompakt in den Abmessungen, moderat im Preis, aber jeder Alltagsherausforderung gewachsen: So soll er sein, der ideale Kompaktwagen. Diesem Ideal versuchen die Hersteller mit verschiedenen Karosserievarianten nahe zu kommen, wobei Kombis und – die in der Regel etwas teureren – SUVs bei den Kunden am gefragtesten sind. Doch bieten die Crossover-Modelle für den Mehrpreis auch wirklich einen Mehrwert? Um das herauszufinden, haben wir die SUVs und Kombis von Ford, Honda, Kia und VW zu einem Test eingeladen. Im ersten Teil messen sich die kompakten Brüder von Kia und Honda, im zweiten die von Ford und VW.

Kia Cee’d Sw 1.6 GDI gegen Kia Sportage 1.6 GDI

kia ceed sw 2014 testBeginnen wollen wir mit dem günstigsten Zweigespann im Test, den beiden Kompaktklassesprösslingen aus dem Hause Kia. Die Südkoreaner strafen uns gleich zu Beginn Lügen, da sie das kompakte SUV, den Sportage, beinahe zum selben Preis anbieten wie den Kombi, den Cee’d Sw – und zwar bei gleich guter Ausstattung. Damit aber ist Kia eine Ausnahme, ebenso wie mit den sieben Jahren Garantie, die sie für beide Modelle gewähren. Neben dem ähnlichen Preis haben die Kia-Kompaktklassler in unserem Test auch noch den Motor gemeinsam – und zwar einen 135 PS starken, direkt eingespritzten Benziner, der ab 4.850 Touren ein Spitzendrehmoment von 165 Nm anlegt. Das jähe Beschleunigen ist dabei nicht die Sache des laufruhigen 1.6 GDI, in keinem der beiden Modelle: den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Cee’d bspw. in 10,2 Sekunden, der Sportage in 11,5.

Spätestens beim Fahrverhalten enden nun aber die Gemeinsamkeiten von Cee’d Sw und Sportage. Während der Sportage nämlich recht unbeholfen über Unebenheiten hinweg federt, kaschiert der Cee’d Sw Schläge ziemlich souverän. Und auch die Lenkung des Kombis geht spürbar aktiver und präziser zu Werke als die des SUVs. Dank des agileren Handlings wirkt der Kombi mit dem 1.6 GDI auch besser, sprich kräftiger motorisiert. Der Mehrverbrauch von 0,1 Litern ist deshalb gut investiert.

kia sportage 2014 testBesonders prononciert zeigt sich der unterschiedliche Charakter der beiden kompakten Kia-Brüder dann im Innenraum. Obwohl der Cee’d Sw den fast gleichen Radstand hat und lediglich 6 Zentimeter länger ist, bietet er in Cockpit und Fond nicht nur ähnlich großzügige Platzverhältnisse; sondern im Heck eklatant mehr Stauraum: 465 bis 1.353 passen in den Sportage, 528 bis 1.642 Liter in den Kombi. Das sind bei umgelegter Rückbank fast 300 Liter oder, anders gesagt, ein ganzer Cabrio-Kofferraum mehr. Außerdem ist es auch um die Anpassungs- und Ladefähigkeiten des Kombi-Kofferraums besser bestellt. Bei umgelegten Lehnen entsteht im Cee’d Sw nämlich tatsächlich ein ebener Ladeboden und die Ladekante ist ebenfalls niedriger angesiedelt. Überflügeln kann das SUV den Kombi eigentlich nur mit dem bequemeren Einstieg und der höheren Sitzposition.

Fazit: Bei einem fast identischen Preis bietet der Cee’d Sw mehr fürs Geld: konkret zum Beispiel mehr Fahrkomfort, mehr Variabilität und mehr Stauraum. Dafür aber muss man im Kombi auf den erhabenen Ausblick verzichten, den der Kia Sportage 1.6 GDI Vision bei MeinAuto.de ab 18.275 Euro offeriert. Damit ist er um rund 5.000 Euro günstiger als beim Hersteller, der Kia Cee’d 1.6 GDI Edition 7 kostet mit einem Preis ab 16.060 Euro und 22,7% Rabatt aber trotzdem um einiges weniger.

Honda Civic Tourer 1.6i-DTEC gegen Honda CR-V 1.6i-DTEC

honda cr-v test 2014 kofferraumGingen wir allein nach den Verkaufszahlen, dann würde das zweite Duell mit einem klaren k. o. enden; und zwar noch bevor es richtig begonnen hat, denn der Honda CR-V ist das weltweit meistverkaufte Crossover-Modell. Doch uns geht es im Test nicht so sehr um die Quantität, sondern vielmehr um die Qualität. Das soll natürlich nicht heißen, dass es dem Honda CR-V an dieser mangelt, ganz im Gegenteil. So sitzen wir sowohl hinterm Steuer wie auf der Fonbank äußerst bequem und frank und frei, vor allem zum Dachhimmel hin erscheint der Freiraum schier unendlich. Ein ähnliches Gefühl beschleicht uns, wenn wir die Rücksitze mit Hilfe des gewieften Umklappmechanismus umlegen und den Stauraum auf satte 1.669 Liter erweitern.

Der kompakte Honda-Kombi aber, der Civic Tourer, steckt da nicht zurück, obwohl er immerhin 35 Millimeter kürzer ist. In der Standardstellung fasst der Laderaum des Kombis mit 624 Liter sogar etwas mehr als der des CR-V mit 589 Litern. Legt man die Lehnen im Tourer um, kommt man ebenfalls auf denselben Laderaum wie im SUV, auf 1.668 Liter, um genau zu sein. Damit dem Civic Tourer dieses Kunststück gelingt, muss er allerdings auf ein vollwertiges Ersatzrad im Kofferraum verzichten.

honda civic test 2014 kofferraumApropos Verzichten. Mit dem 120 PS starken 1.6 i-DTEC muss der Lenker in beiden Honda-Modellen auf brachiale Antriebskräfte verzichten. Der Vierzylinder-Turbodiesel weiß mit seinen früh anliegenden 300 Nm Spitzendrehmoment aber stets genug Schwung für alle Alltagsanforderungen zu erzeugen. Der Beweis: 10,2 respektive 11,2  Sekunden (CR-V) für den null-hundert-Sprint und 195 bzw. 182 km/h Höchstgeschwindigkeit: mehr braucht es auf öffentlichen Straßen in der Regel nicht. Was es dort indessen braucht sind gute Federn und eine stabile Abstimmung – und die können beide vorweisen. Der Kombi nimmt dabei die Kurven deutlich flotter, das SUV aber geht spürbar kulanter mit Fahrbahnunpässlichkeiten um. Dem Civic Tourer bringen erst die knapp 900 Euro teuren, hinteren Adaptivdämpfer mehr Toleranz bei.

Fazit: Im zweiten Bruderkampf erweist sich das SUV, der CR-V, als das knapp bessere Auto. Allerdings kostet das den Kunden fast einen Liter mehr Diesel und gut 4.000 Euro mehr in der Anschaffung. Der kaum schlechtere Civic Tourer 1.6 i-DTEC ist damit sicherlich die vernünftiger Lösung, die bei MeinAuto.de bereits ab 18.760 Euro und 24,4% Rabatt erhältlich ist. Der CR-V 1.6 i-DTEC beginnt bei 22.312 Euro und 18,6%.

Zu Teil 2 des Tests: Focus vs. Kuga und Golf vs. Tiguan Test



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