Ford Fiesta ST Test: kleiner Sportler ohne Kompromisse?

Der eine ist brav und ganz der Praxis verpflichtet, der andere rotzfrech und herrlich unbekümmert. Die Rede ist hier von zwei Fiesta-Modellen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: von der einfachen Fiesta-Limousine und dem Fiesta ST, dem sportlichen Bruder. Letzteren haben wir uns zum Test geschnappt, um herauszufinden, wie sportlich der Widersacher des VW Polo GTI tatsächlich ist.

1.6 Ecoboost: 182 Pferde gegen 1.088 Kilo

Ford Fiesta ST TestDas Filetstück des Ford Fiesta ST ist natürlich der Motor – und den wollen wir im Test auch gleich als erstes verkosten. Dabei lassen uns schon die Zutaten des 1,6-Liter-Ecoboost-Motors das Wasser im Mund zusammenlaufen: 134 kW respektive 182 PS, 240 Nm Drehmoment, im Overboost sogar 290 Nm, wobei die 240 Nm zwischen 1.500 und 5.000 Touren anliegen – das lässt bei einem Gewicht von nur 1.088 Kilogramm ein äußerst genussvolles Gericht erwarten. Beim Erzeugen der Leistung greift Ford dabei auf vier Zylinder und auf einen Turbolader zurück, der einen Ladedruck von exakt 1,05 bar erzeugt. Auf die Straße bringen sollen die Kraft ein speziell abgestimmtes 6-Ganggetriebe und die 17 Zoll großen 205/40er-Pneus (220 Euro extra).

Doch genug der Zutaten, jetzt wollen wir uns ans Genießen machen. Wir starten den Kölner Kraftzwerg per Druck auf den Power-Knopf (denn unser Testwagen ist mit dem 270 Euro teuren „Performance-Paket II“ ausgestattet) – und sofort meldet sich das Ecoboost-Aggregat mit einem kernigen Murmeln. Steigen wir aufs Gas, wird der Ton noch voller und kräftiger, doch darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass die Kölner hier zu akustischen Hilfsmitteln greifen: ein „Sound-Symposer“ verstärkt nämlich die Arbeitsgeräusche des 1.6 Ecoboost. Beim Antreiben hingegen braucht der kleine Turbobenziner keine Verstärker, er legt los als hätte er gerade das Sparkonto der Eltern leergeräumt. Der ST profitiert dabei nicht nur von der wieselflink arbeitenden 6-Gang-Box, sondern auch vom außergewöhnlich breiten Drehmomentgipfel des Vierzylinders. Dank dieser Basis fetzt der ST bereits nach 6,9 Sekunden mit Tempo hundert über den Asphalt und muss sich so seinem 10 PS stärkeren Erzfeind aus Wolfsburg nur um 0,2 Sekunden geschlagen geben. Beim Topspeed-Test auf der Autobahn fallt der Abstand jedoch ein wenig größer aus: 223 km/h schafft der Fiesta ST, 13 km/h mehr der Polo GTI.

Gute Effizienz, ausgezeichnetes Handling

Die Autobahn freilich ist nicht das bevorzugte Biotop des Fiesta ST. Der blüht vielmehr erst auf kurvenreichen, engen Landstraßen so richtig auf. Da springt er mit vollem Elan aus der Spitzkehre, schneidet präzise und gierig ums Eck, hat nur hier und dort Schwierigkeiten, das gesamte Temperament in den Asphalt zu krallen. Das aber liegt schlicht an der Kraft des kleinen Ecoboost-Motors – und nicht an einem Mangel des Fahrwerks, das im Vergleich mit dem Basismodell 15 Millimeter tiefer liegt. Außerdem hat Ford spezielle Sportfedern verbaut und auch bei den Bremsen nachgebessert (278 Millimeter vorne, 253 hinten), damit das Temperament am Ende nicht mit dem ST durchgeht.

Erstaunlicherweise tanzt der sportliche Fiesta auch an der Zapfsäule nicht aus der Reihe: 5,9 Liter Superbenzin bzw. 138 Gramm CO2 nach der Norm und etwas über sieben Liter im Testmittel können sich bei so viel Antriebseifer durchaus sehen lassen.

ST: hohe Sicherheit und viel Platz im Cockpit

Apropos Antriebseifer. Bei dem Eifer, den der Fiesta an den Tag legt, sind wir äußerst dankbar, dass Ford bei den Sitzen keine halben Sachen gemacht – und gleich ab Werk perfekt sitzende Recaro-Sportsitz eingebaut hat. Gleiches gilt hinsichtlich der Sicherheit, bei der die Kölner ebenfalls keine faulen Kompromisse eingegangen sind. Koordiniert werden die vielen Sicherheits-Features nun übrigens vom intelligenten Sicherheitssystem IPS, das Ford gleich mehrere Euro-NCAP-Advanced-Awards eingebracht hat.

Ford Fiesta ST Test hintenZum Schluss ist noch die Frage offen, ob Ford den Fahrspaß mit einer mäßigen Alltagstauglichkeit erkaufen musste. Nein – jedenfalls nicht en gros: denn zum einen sorgen die Recarositze dafür, dass der ST trotz der straffen Fahrwerksabstimmung einen durchaus akzeptablen Langstreckenkomfort besitzt. Und zum anderen ist Fords kleiner Sportler vorne geräumig, liebevoll eingerichtet und mit vielerlei Technik-Spielereien garniert. Im Fond mangelt es ihm allerdings an Freiraum und auch im Kofferraum geizt der ST mit Volumen. 295 bis 979 Liter sind bspw. weniger als die 285 bis 1.090 Liter des Opel Corsa, wichtiger aber dürfte sein: Es sind deutlich mehr als die 204 bis 882 Liter des VW Polo GTI.

Fazit: Der Ford Fiesta ST ist vom trapezförmigen Kühlergrill über den 1.6 Ecoboost-Benziner und das tiefer gelegte Fahrwerk bis hin zum Diffusor an der Heckschürze ganz auf Sport und Spaß getrimmt. Allerdings macht der kleine Flitzer auch im Alltag eine durchaus akzeptable Figur. Bei MeinAuto.de gibt es den Ford Fiesta ST bereits ab 17.084 Euro, also rund 3.900 Euro bzw. gut 19 % günstiger als beim Hersteller. (nau)

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