▶ Innenraum & Ausstattung
Eine erhabene Sitzposition und ein Platzangebot wie im X5
Die Zierfunktion des Chroms übernehmen beim Vier-Augen-Gesicht des BMW iX3 die Lichtränder. Innen schlüpft das Licht ebenfalls in eine tragende Rolle; und der Reduktionismus bleibt das leitende Gestaltungsmotiv. Hinein in den iX3 gelangen wir über vier Türen, deren bündige Griff ausfahren, wenn wir uns dem SAV nähern. Das Einsteigen ist wieder eine leichte Übung: vorne wie hinten. Die Sitzposition ist ähnlich erhaben wie beim Vorgänger.
Ausbreiten können wir uns im BMW iX3 Nr.2 jedoch um einiges freier, ungezwungener. Auf der Rückbank profitieren unsere Beine und Füße vom 4 Zentimeter weiteren Radstand. Er fällt mit 2,90 Metern zwar um ca. 8 Zentimeter geringer aus als im X5 – dennoch gleichen sich die Platzverhältnisse der beiden SAVs. Dass die Rücksitze im iX3 fest verankert sind, lässt uns angesichts der großen Freiheit unberührt.
Erstmals mit Frunk, mit mehr Platz im Kofferraum & einem digitalen Schlüssel
Fein finden wir, dass wir im BMW iX3 hinten bereits ab Werk die Neigung der Lehnen anpassen können. Sie bestehen aus drei Teilen; der mittlere ist als praktisches Durchladesystem ausgeführt. Dadurch können wir im Kofferraum auch sperrige Gegenstände wie Ski anstandslos verstauen. Dafür verantwortlich ist zumal das gesteigerte Stauraumvolumen. Der iX3 der “Neuen Klasse” verstaut 520 bis 1.750 Liter; beim Vorgänger waren es 510 bis 1.560.
Hinzu kommt beim neuen Modell ein 58 Liter großer Frunk unter der Frontklappe. Die Klappe des Kofferraums öffnet beim vollelektrischen SAV automatisch; mit der richtigen Kniebewegung auch ohne mit der Klappe in Berührung zu kommen. Der Komfortzugang ʺDigital Key Plus" holt den Fahrzeugschlüssel bequem auf das Smartphone oder die Smartwatch der Wahl – ebenfalls serienmäßig.
Die klaren Gewinner der neuen, gewagt reduzierten Cockpit-Architektur sind der Fahrer und Beifahrer
Der smarte Schlüssel bringt außerdem die Vordersitze des iX3 vorab in die richtige, abgespeicherte Position. Die Sitzheizung ist vorne ebenfalls Teil der Serienausstattung – gleich wie die Klimaautomatik und ihre 2-Zonen-Regelung. Sie ist angesichts des Basispreises allerdings etwas enttäuschend. Drei Regelzonen sollten in dieser Preisklasse Standard sein. Die Basisvariante bietet aber eigene Ausströmer im Fond; und ist an eine Wärmepumpe gekoppelt bzw. mit einer Standheizfunktion ausgestattet.
Derart umsorgt haben wir es uns im iX3 bald gemütlich gemacht – und wir haben Zeit, das völlig neu gestaltetet Cockpit zu betrachten. Es präsentiert sich kompromisslos aufgeräumt und ist dezidiert auf den Fahrer ausgerichtet. Die nahezu unversehrte Instrumententafel scheint frei zu schweben und direkt in die Türverkleidung zu fließen. BMW spricht vom ʺWrap-around"-Effekt. Verstärkt wird er durch das außergewöhnliche Digitalinstrument. Es heißt ʺPanoramic Vision" und breitet sich, als schmales Band, unter der Windschutzscheibe über die gesamte Fahrzeugbreite aus.
Optional ergänzt wird es durch die Einblendungen des ʺ3D Head-Up Display". Das Lenkrad verdeckt im iX3 so jedenfalls nie eine Information. Mit den Multifunktionstasten und zwei ausgeprägten Daumenauflage ist das Volant überdies eine zentrale Bedieninsel. Die zweite ist das 17,9 Zoll große Zentral-Display im ʺFree-Cut"-Design. Es hat im iX3 eine eigene Recheneinheit und ein neues Betriebssystem erhalten. Das merken wir: beim Bedienen, beim Live-Routenplanen mit dem Navi; und bei der Konnektivität. So schnell und ansatzlos sollte das bei allen Autos laufen.