BMW 2er Cabrio im Test (2016): ein offenes Vergnügen?

19.05.2016 Alle Testberichte

Den 2er gibt es als klassisches, zweitüriges Coupé, als Kompaktvan Active Tourer - der in unserem Test jüngst als Van mit Plug-in-Hybrid aufzeigen konnte -, als gestreckte Edelvan-Variante Gran Tourer - und als 2er Cabriolet. Die Modellgruppe rund um das Cabrio offeriert also viel Alltagstauglichkeit und viel Fahrspaß, wobei besonders das Cabrio natürlich vor allem für letzteren sorgen soll. Ob das auch so ist, klären wir im heutigen Test.

2er Cabrio wächst und bleibt doch schmal


bmw-2er-cabrio-2016-ausen-dynamisch-vorneDie Vorzeichen für einen höchst erfreulichen Test eigentlich könnten kaum besser stehen. BMW beherrscht mit dem 1er Cabrio - seit dessen Debüt 2008 - das Segment der kompakten Cabriolets. Der offene Bayer hat sich insbesondere mit seinem flotten Aussehen und seinem sportlichen Fahrvergnügen einen Namen gemacht. Mit dem Nachfolger ändert sich nun – in Einklang mit der neuen Konzernnomenklatur – zwar der Name, das grundlegende Konzept aber soll dasselbe sein: Spaß soll es machen, das 2er Cabrio, und rassig aussehen soll es. Eine simple Idee, die aber nicht einfach in die Tat umzusetzen ist, wie die Konkurrenz leidvoll zu erzählen weiß.

Mehr Platz durch längeres Fahrzeug


Doch genug der Vorreden, hinein ins neue Cabrio aus München. Als erstes fällt uns ein großer Unterschied zum Vorgänger auf. Das Einsteigen in das Fond kostet uns weniger Mühe, außerdem finden wir dort sogar passable Platzverhältnisse vor. Was ist da schief gegangen, was ist da passiert?

bmw-2er-cabrio-2016-innen-sitze-cockpitNun, BMW hat dem 2er Cabrio einfach zehn Zentimeter mehr Wagenlänge und drei Zentimeter mehr Radstand gegönnt – und schon gestaltet sich der Innenraum bedeutend geräumiger. Gut so, denn damit wird die Fahrspaßmaschine praktischer. In dieser Hinsicht ebenfalls hilfreich ist der gewachsene Stauraum. 335 Liter (280 bei offenem Verdeck) lassen sich im Kofferraum verstauen, 260 bzw. 305 waren es beim 1er. Dank der erweiterten, optionalen Durchreiche (45 statt 30 Zentimeter) kann man sogar sperriges Ladegut transportieren.

Stoffverdeck öffnet automatisch


bmw-2er-cabrio-2016-verdeck-halboffen-dynamischDieser neu entdeckte Praxiseifer ist freilich nur eine nette Zugabe. Vorrangig ist das 2er Cabrio dazu da, die Sonnenseiten des Lebens zu genießen – und das gelingt am einfachsten mit offenem Verdeck. Im Zweier ist das weiterhin aus Stoff: schwarz ab Werk, gegen 150 Euro Aufpreis auch braun oder anthrazit mit Silbereffekt. Öffnen lässt es sich bis Tempo 50 automatisch per Knopfdruck, nach knapp 20 Sekunden ist es im Heck abgetaucht. Ein großer Vorteil des Stoffverdecks: Es braucht weniger Platz, weshalb das Heck des 2er auch um einiges knackiger ausfällt als das des 4er Cabrios mit Hardtop.

Ein Manko der Stoffhauben sind häufig jedoch die mäßige Dichtheit und die geringe Lärmdämmung. Beides ist beim 2er Cabrio indessen kein Problem, eine Dicke Isolierung hält Regen, Kälte und Lärm wirkungsvoll ab.

Diesel sagt die Vernunft, Benziner der Bauch


Da im Innenraum sonst alles den gewohnt hohen BMW-Standards genügt, können wir uns jetzt ans Fahren machen - um Ihnen und uns endlich den langversprochenen Spaß zu gönnen. Für diesen sollen zunächst insgesamt sieben verschiedene Unterhaltungskünstler, landläufig Motoren genannt, sorgen.

M235i und M240i sorgen für Rensportfeeling


bmw-2er-cabrio-2016-motor-technikDrei gehören davon der Kategorie Diesel, drei der Kategorie Benziner an. Und der siebte? Der M235i fällt - um es im Radfahrer-Jargon zu sagen - in die "Hors Catégorie", er lässt sich also nicht mit normalen Maßstäben fassen. Das 326 PS starke Monstrum (ab Juli als M240i sogar 340 PS) wird an dieser Stelle jedoch nur kurz Aufbrüllen, es ist nämlich die einzige Möglichkeit, das 2er Cabrio mit Allradantrieb auszustatten. Anders als beim 2er Coupé fährt der mittlere der drei Turbodiesel, der 190 PS starke 220d, beim Cabrio ohne Allrad.

Topdiesel 225d zum sparen


bmw-2er-cabrio-2016-dynamisch-hinten-ausen-nachtDafür ist der Topdiesel, der 224 PS und 450 Nm starke, doppelt aufgeladene 225d, im Cabrio fest an die seidig weich und wieselflink arbeitenden 8-Gang-Steptronic gekoppelt. Mit dem 225d und der Automatik spurtet das Cabrio dabei in sehr sportlichen 6,2 Sekunden von 0 auf 100; und in der Spitze auf 243 km/h. Der Ende 2015 aufgefrischt Zweiliter-Diesel braucht trotzdem lediglich 4,6 Liter (121g CO2) nach Norm, knapp sechs Liter im Test; und rund einen halben Liter weniger als sein Vorgänger.

Ähnliche Einsparungen kann der Basisdiesel, der ebenfalls Ende 2015 erneuerte, 150 PS starke 218d aufweisen. Er kommt in der Spitze auf gut 210 Stundenkilometer, begnügt sich mit 4,3 Litern (114g) laut NEFZ und 5,5 Liter laut Testmessung. Der 220d ordnet sich mit seinen Fahrleistungen (7 Sekunden 0-100, 230 km/h Spitze) in der Mitte; und mit dem Verbrauch von 4,4 Litern am unteren Rand des Dieselspektrums ein: ein ziemlich perfekter Kompromiss also.

Cabrio als Benziner macht mehr Spaß


bmw-2er-cabrio-2016-ausen-statisch-seiteWäre da nicht die Tatsache, dass es sich um einen Diesel handelt. Gerade bei Cabrio-Fahrern haben Selbstzünder vielfach ja keinen guten Ruf. Kein Problem, denn die 3 Otto-Alternativen versprechen sogar noch mehr Fahrspaß - mit Ausnahme des dreizylindrigen, 136 PS starken 218i, der in puncto Antriebskraft lediglich Alltagskost auftischt. Die beiden Vierzylinder, der 220i und der 228i, hingegen wuchten satte 184 bzw. 245 PS auf die Welle und treiben das Cabrio in 7 bzw. 5,7 Sekunden auf Tempo 100. Sie gönnen sich dafür zwar gut eineinhalb bis zwei Liter mehr, kosten in der Anschaffung aber auch weniger.

Das 2er Cabrio und das Fahrspaßfeuerwerk


Und den Spaß können uns diese paar Liter Mehrerbrauch nicht verleiden. Dazu liegt das 2er Cabriolet schlicht zu fein und agil auf der Straße, so gut mithin wie kein anders Cabrio in dieser Klasse. Der niedrige Schwerpunkt, das zierliche Heck und - gegen 1.100 Euro Aufpreis - auch ein adaptives Fahrwerk, lasse hier nichts Anbrennen. Und im "Sport+"-Modus darf der 2er sogar ein wenig driften.

Technische Daten des BMW 2er Cabrio:
PS-Anzahl:min. 136 PSmax. 340 PS
kW-Anzahl:min. 100 kWmax. 250 kW
Antriebsart:Heckantrieb oder 4x4 Allradantrieb
Getriebeart:Manuell oder Automatik
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 4,3 l/100kmmax. 8,5 l/100km
CO2-Emission:min. 114 g/kmmax. 199 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. E
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 32.200 Euro
Link zum Konfigurator:BMW 2er Cabrio unverbindlich konfigurieren

Resümee zum BMW 2er Cabrio


BMW hat sich für sein neues 2er Cabrio die Note 1 verdient, sowohl für die Motoren wie den Innenraum und das Fahrwerk. Mit dieser Testnote schließt sich dann auch der Kreis. Aus dem 1er wurde das 2er Cabrio, das wie ein Einser fährt. Der Preis ist jedoch recht happig. Bei MeinAuto.de aber startet das 2er Cabrio dank eines kräftigen Rabatts bereits ab 28.026 Euro, das sind 14,5% bzw. fast 4.700 Euro weniger als im herkömmlichen Autohaus. (nau)

BMW 2er Cabrio Neuwagen über MeinAuto.de konfigurieren

Wenn Sie Cabrio als Neuwagen zu günstigen Preisen suchen, dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. In unserem Online-Autohaus finden Sie zum Beispiel auch das Audi A3 Cabrio ab 28.423 Euro und 14,9% Neuwagen Rabatt, das Opel Cascada Cabriolet ab 23.139 Euro und 15,5%; oder das Mini Cabrio ab 20.040 Euro und 11%. Mehrere attraktive Varianten der Autofinanzierung runden unsere Neuwagen Auswahl ab, z.B. ein preiswertes Autoleasing.









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > BMW 2er Cabrio im Test (2016): ein offenes Vergnügen?
nach oben