BMW 2er Active Tourer & VW Golf Sportsvan Test: zündet der Funke auch mit den Benzinern?

27.11.2014 Alle Testberichte

vw golf sportsvan bmw 2er active tourer test 2015Im ersten Test haben wird die beiden neuen Kompaktvans von BMW und VW mit zwei Selbstzündern gegeneinander antreten lassen. Dabei hat sich der Bayer als der sportlichere erwiesen, der Wolfsburger als der komfortablere und übersichtlichere. In diesem Test haben wir nun zwei Benziner vor die Kompaktkarren gespannt und auf der Ausfahrt das ein oder andere zusätzliche Detail beleuchtet.

218i vs. 1.4 TSI: Ein Drei- und ein Vierzylinder-Benziner


Im Focus stehen zu Beginn aber die beiden Benziner. Für den 2er Active Tourer haben wir uns einen Debütanten an Bord geholt, den TwinPower-Turbo Reihen-Dreizylinder 218i. Der 1.499 Kubikzentimeter große Turbobenziner produziert 136 PS und zwischen 1.250 und knapp 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 220 Nm. Damit treibt er das neue 2er Van-Coupé in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo hundert und bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h - für einen kleinen Dreizylinder, der rund 1.400 Kilogramm in Schwung bringen muss, eine beachtliche Dynamik. Doch der 218i besitzt nicht nur viel Rohkraft, sondern auch viel Kultur: Er nimmt das Gas spontan an, läuft auch bei hoher Drehzahl ruhig und leise - und er säuft nicht, sondern er trinkt. Zwischen 4,9 und 5,2 Liter verbraucht er im Neuen Europäischen Fahrzyklus (120 g/CO2), im Test rund 6 bis 6,5 Liter, wobei wir die Leistung des 218i hier mit dem zackig schaltenden Sechsgang-Getriebe portioniert haben.

vw golf sportsvan test 2015Für die neue Van-Variante des VW Golf haben wir uns den schwächeren der beiden 1.4 TS-Motoren ausgesucht. Der direkteingespritzte Vierzylinder-Turbobenziner erzeugt aus seinen 1.395 Kubikzentimetern Hubraum 125 PS und - zwischen 1.400 und 4.000 U/min - 200 Nm Spitzendrehmoment. Obwohl der Sportsvan rund einen Zentner leichter ist als der 2er Active Tourer, kann er ihm mit dem 1.4 TSI nicht ganz folgen. Er knackt aus dem Stand nach 9,9 Sekunden den Hunderter und muss bei Tempo 200 die Segel streichen, fährt sich aber vom Gefühl her gleich temperamentvoll wie der Dreizylinder-Ottomotor des BMW. Der arbeitet jedoch ein wenig kultivierter, leiser und nicht zuletzt sparsamer: Der 1.4 TSI des Golf gönnt sich laut VW nämlich zwischen 5,4 und 5,6 Liter (125 bis 130 g CO2), im Test waren es dann im Schnitt knapp sieben.

Wendiger 2er, feinfühliger Sportsvan


Im Hinblick auf die Antriebskraft sticht der aktive BMW-Tourer den sportlichen VW-Van folglich knapp aus; und auch hinsichtlich der Fahrdynamik ist der 2er aktiver unterwegs, wobei das nicht nur daran liegt, dass im Active Tourer das ESP komplett abgestellt und das Heck des Fronttrieblers so zum Ausbrechen gebracht werden kann. Es liegt vor allem daran, dass der kompakte Bayer williger um die Ecken biegt als der Sportsvan. Der VW lässt sich davon allerdings nicht aus der Fassung bringen und fährt souverän und neutral um die Kurven, außerdem federt der Sportsvan eine Spur komfortabler über Querfugen und sonstige Fahrbahnunebenheiten hinweg. Der 2er fühlt sich auf dem zweiten Platz aber gar nicht wohl und prescht beim Bremskraftvergleich wieder nach vorn. Bei der Vollbremsung aus 100 km/h steht der Active Tourer bereits nach 35 Metern, eine hervorragende Verzögerungsleistung. Der VW Sportsvan bleibt ihm mit knapp 36 Metern allerdings dicht auf den Fersen.

Knapper Sieg für den Golf Sportsvan


Das Kopf-an-Kopf-Rennen setzt sich dann auch im Innenraum fort. Bei der Verarbeitung und der Qualität der Materialien liegt überraschenderweise der VW eine Nuance vorne, bei der Bedienung erweist sich BWWs iDrive-System als einen Tick besser. In puncto Platzangebot jedoch kann sich wieder der Golf Sportsvan knapp vor dem 2er BMW durchsetzen. Der gebotene Freiraum ist dabei in beiden Kompaktwagen sehr großzügig, im Golf lässt sich allerdings die Rückbank serienmäßig längs verschieben, ein Feature, das im 2er 300 Euro Aufpreis kostet. Im Kofferraum punktet der Sportsvan mit einem verstellbaren Ladeboden und einer höheren Zuladung (593 vs. 515 Kilogramm), der Active Tourer kontert mit einem faltbaren Boden und einer elektronisch umklappbaren Fondbank. Den letzten Trumpft hat allerdings der Golf im Talon: Er bringt im Kofferraum 500 bis 1.520 Liter unter, der 2er muss sich mit 468 bis 1.510 Litern hauchdünn geschlagen geben. Ein Vergleich mit der Konkurrenz zeigt aber: beide agieren auch hier auf höchstem Niveau. Der Packesel Skoda Rapid verstaut bspw. 550 bis 1.490 Liter, der A3 Sportback schafft hingegen nur 380 bis 1.220 Liter.

bmw 2er active tourer test 2015Resümee: In der Gesamtwertung muss sich der BMW 2er Active Tourer dem VW Golf Sportsvan knapp geschlagen geben. Der ist übersichtlicher, einen Hauch geräumiger und komfortabler. Der 2er erweist sich indes als aktiver, sportlicher und überrachenderweise auch als sparsamer. Bei MeinAuto.de gibt es den Golf Sportsvan 1.4 TSI ab 21.124 Euro, 15,5% bzw. fast 4.000 Euro günstiger als beim Hersteller. Mit einem ähnlichen Preisnachlass dürfen Sie auch beim BMW 2er Active Tourer 218i rechnen, den Sie bei uns in Kürze bestellen können. (nau)

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