Tipps für Fahranfänger – Konzentration ist das "A und O"

21.01.2015 Alle Ratgeber

hyundai i40 cw testDen eigenen Führerschein in der Hand zu halten ist ein tolles Gefühl. Für junge Leute bedeutet Autofahren mehr Freiheit und Unabhängigkeit von den Eltern. Während einige Fahranfänger sich voller Übermut auf die Straße begeben, gibt es auch diejenigen, die aus Unsicherheit und Angst vor Fehlern nur wenige Strecken im Auto zurücklegen. Alle Fahranfänger sind angeraten, einige Tipps im Straßenverkehr zu beachten, denn sowohl die Selbstüberschätzung als auch die fehlende Praxis gehören zu den Gründen, dass junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren die Unfallverursacher Nummer eins in Deutschland sind.

Fahrpraxis sammeln – mit und ohne Begleitung


Für alle Führerscheinneulinge gilt: Auch wer seine Führerscheinprüfung ohne Probleme gemeistert hat, bleibt zunächst Fahranfänger. Bei den Fahranfänger-Tipps  an erster Stelle steht deshalb: Fahrpraxis sammeln. Für die ersten Fahrten empfehlen sich zunächst kürze, später auch längere Strecken. Das Fahren mit einer Begleitperson, wie es auch beim „Führerschein mit 17“ vorgeschrieben ist, empfiehlt sich vor allem auf unbekannten Routen. Allerdings sollten Eltern ihre Kinder auch unterstützen, wenn diese alleine fahren möchten. Denn nur wer regelmäßig übt, bekommt die nötige Routine beim Autofahren und ein Gefühl für die typischen Risiken im Straßenverkehr.

Nicht zu schnell fahren


Der Bleifuß auf dem Gaspedal gehört zu den Hauptunfallursachen auf den deutschen Straßen. Auch erfahrenere Pkw-Fahrer schätzen die Zunahme des Bremsweges bei erhöhten Geschwindigkeiten häufig nicht richtig ein. Fahranfänger sind dazu angeraten, nicht zu schnell zu fahren und ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten. Wer rast, bringt nicht nur sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr, sondern muss auch mit Strafen rechnen. Jungen Autofahrern, die sich in der Probezeit befinden, droht der Führerscheinentzug.

Zeit nehmen und nicht verunsichern lassen


Manchmal ist es einfacher gesagt als getan, aber im Auto ist es stets wichtig, Ruhe zu bewahren. Wenn Fahranfänger das Auto noch ab und an „abwürgen“ oder das Schalten und Blinken noch nicht so einfach von der Hand geht, ist das ganz normal und kein Grund zur Scham. Führerscheinneulinge sollten ihre Fahrweise daher nicht von hupenden Verkehrsteilnehmern  oder Dränglern beeinflussen lassen. Schließlich war jeder einmal jung und ein Fahranfänger. Wer sich unter Stress setzen lässt, neigt zu riskantem und unüberlegten Handlungen. Die Folge ist eine erhöhte Unfallgefahr.

Konzentration zu jeder Zeit hoch halten


Sich zu konzentrieren, beide Hände am Lenkrad zu haben und den Blick stets auf die Straße zu richten ist das „A und O“ beim Autofahren. Bereits kleine Unaufmerksamkeiten haben nicht selten erhebliche Konsequenzen. Umso wichtiger ist es sich nicht ablenken zu lassen. Es ist sinnvoll, das Handy während der Fahrt auszuschalten oder außer Reichweite zu packen, denn bereits ein Klingeln oder Blinken des Telefons führt unter Umständen zu Ablenkung. Fahranfängern empfiehlt es sich zudem, das Radio beziehungsweise die Audioanlage entweder ganz abzuschalten oder bereits vor der Abfahrt einen Radiosender oder Musik auszuwählen. Auch zu laute Unterhaltungen führen zu Ablenkung, insbesondere dann, wenn die Routine noch fehlt. Fahranfänger sollten sich nicht scheuen, Mitfahrer um Ruhe zu bieten, um die Konzentration hoch zu halten.

Fahrtraining beim ADAC


Der ADAC bietet für Fahranfänger zwischen 17 und 25 Jahren ein eintägiges Fahrtraining an. Die praktischen Übungen finden auf einem Testgelände in kleinen Gruppen statt. Junge  Autofahrer üben z. B. Slalomfahrten sowie das Bremsen auf glatten Fahrbahnen, lernen Fliehkräfte in Kurven richtig einschätzen und erhalten weitere wichtige Tipps zum Verhalten in Gefahrensituationen. Das Fahrsicherheitstraining ist kostenpflichtig, bietet aber eine gute Gelegenheit, Fahranfängern den Übermut oder auch die Angst zu nehmen.




Autor: Fabian Thomas

 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Ratgeber > Tipps für Fahranfänger – Konzentration ist das "A und O"
nach oben