Vergleich: Kia Optima 1.7 CRDi vs. Renault Laguna dCi 150 (Test)

Renault Laguna Kia Optima VergleichDer eine gibt sich dynamisch und frisch gestylt, der andere gediegen und nachdrücklich gelassen – der eine ist der dritte Jahrgang des Kia Optima, der andere der Renault Laguna, der seit 2011 ebenfalls in der dritten Generation unterwegs ist. Wir haben die beiden Mittelklasselimousinen in Form des Kia Optima 1.7 CRDi und des Renault Laguna dCi 150 zu einem Vergleichstest gebeten.

Neue Reize und noble Zurückhaltung

Der jüngere der beiden Testkandidaten ist der Kia Optima – und das sieht man auf den ersten Blick. Der ehemalige VW- und Audi-Designer Peter Schreyer hat dem einstigen Magentis nämlich ein mehrfach preisgekröntes, frisches Gesicht verpasst. Mit kühner Linienführung, markanten Lufteinlässen und stolzen Dimensionen geht der Optima fortan nicht mehr in der breiten Masse unter, sondern ragt aus ihr selbstbewusst hervor.

Der neue Kia Optima 2013Die neue Design-Handschrift ist auch im Innenraum an allen Ecken und Enden sicht- und spürbar. In der von uns gefahrenen Topausstattung Spirit besticht der Südkoreaner mit exakt vernähten, fest gepolsterten und gut beheizten Ledersitzen ebenso wie mit einer leder- und holzimitatverzierten Mittelkonsole, die sich ganz auf den Fahrer konzentriert.

Die Bedienung ist dabei klar und übersichtlich, die Zahl der serienmäßig inkludierten Extras schlicht beeindruckend. Neben den elektrisch verstellbaren Sitzen sind etwa Xenon-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera, ein Navi samt Elfkanal-Soundsystem und Spurhalte- sowie Parkassistenten ab Werk an Bord.

Dem Franzosen verschlägt es bei so viel Anmut und Fülle zunächst glatt die Sprache. Schon in Form und Abmessung gibt sich der Laguna deutlich zurückhaltender: so ist er bspw. 150 Millimeter kürzer und 19 Millimeter schmaler als der Optima.

Der neue Kia Optima 2013 CockpitUnd auch im Innenraum kann er mit dem Ambiente und den gebotenen Extras des Optima nicht mithalten. Dass der Renault deutlich günstiger ist, gleicht dieses Manko nicht aus: Zum einen ist die Preisdifferenz beim Ordern der fehlenden Features rasch aufgebraucht – und zum anderen kann der Laguna einige Extras wie etwa eine Rückfahrkamera erst gar nicht bieten.

Ein Praktiker und ein Einparkmuffel

Die Prüfung „Aussehen und Ausstattung“ geht damit klar an den neuen Kia Optima. Doch schön ist nicht immer auch praktisch, eine Erfahrung, die der Optima-Fahrer insbesondere beim Blick nach hinten machen muss. Denn das unübersichtliche Heck, die breite C-Säule und der Knick in den hinteren Seitenfenstern lassen das Einparken oft zu einem Glücksspiel werden – ungewünschte Kontakt mit Fremdfahrzeugen nicht ausgeschlossen.

Der neue Renault Laguna 2013 SeiteDer Fahrer eines Renault Laguna kennt derartige Nöte nicht – und er kann auch in der Region über der Hinterachse aus dem Vollen schöpfen. Durch die weit öffnende Heckklappe tut sich bei ihm ein Kofferraumvolumen von 450 Litern auf, das in ein paar Handgriffen auf 1.377 Liter erweitert werden kann (ebene Ladefläche inklusive).

Beim Kia Optima wird das Einschichten des Gepäcks in den mit 505 Liter ohnehin nicht gerade voluminösen Kofferraum zusätzlich durch eine kleine Heckklappenöffnung erschwert.

Agiler Renault, bedächtiger Optima

In der Nützlichkeitswertung hat der Laguna also aufgeholt. Doch wie sieht es auf der Straße aus? Da wartet der Renault erst gar nicht lange auf eine Antwort – und zieht dem Optima gleich davon. Sein 2.0 dCi 150 schöpft aus vier turbogeladenen Zylindern 150 PS und treibt – mit 340 Nm Drehmoment – die Tachonadel des eineinhalb Tonnen schweren Franzosen in weniger als 9 Sekunden über die 100er-Marke. Der 136 PS starke 1.7 CRDi des Optima braucht dazu 1,5 Sekunden länger und untermalt sein Tun mit einem kernigen Nageln und bei hohen Drehzahlen zusätzlich mit spürbaren Vibrationen.

Der neue Renault Laguna 2013 hintenObwohl der Diesel des Laguna deutlich spritziger zu Werke geht, kommt er mit weniger Kraftstoff aus: 7,2 Liter waren es in unserem Test und damit 0,1 Liter weniger als beim Kia Optima, wobei beide Probanden mit den neuesten Spritspartechnologien ausgestattet waren.

Ähnlich souverän entscheidet der Renault Laguna dann auch die Handling-Wertung für sich. Er fährt sich agiler und dynamischer, bleibt selbst in engen Kurven stabil und federt und dämpft so komfortabel wie der Optima. Der Kia kann zwar mit der präziseren Lenkung punkten, fällt in allen anderen Handlingdisziplinen jedoch deutlich hinter den Renault zurück. Bereits bei der Geradeausfahrt fühlt sich das Fahrwerk des Optima schwammig an; geht es dann einmal rasch um die Ecke, drängt das Heck oft nachdrücklich nach außen, sodass sich das ESP zum abrupten Eingreifen genötigt sieht.

Fazit: Fahrdynamisch und in Sachen Nützlichkeit ist der Renault Laguna dem Kia Optima in fast allen Belangen überlegen. Der Optima hält dem ein frischeres Auftreten, eine üppigere Ausstattung und ganze 7 Jahre Garantie entgegen. (nau)

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