Nissan Murano Test: Relikt der alten Zeit

Als einer der letzten Mohikaner befindet sich der Nissan Murano auf dem Weg zum Klassiker. Das SUV aus vergangenen Zeiten, als die großen Geländewagen aufgrund ihres hohen Spritverbrauchs stigmatisiert wurden, gibt sich mit einem Dieselmotor deutlich sparsamer. Trotzdem hinterlassen die vergangenen sieben Jahre ihre Spuren.

Bekannter Diesel im Nissan Murano

Nissan Murano 2013Zwar hat der Murano im vergangenen Jahr seinen zehnten Geburtstag gefeiert, in Europa ist er erst seit 2005 erhältlich und trug lange Zeit in der „alten Welt“ ein schweres Erbe mit sich herum. Denn das SUV wurde nur mit Benzinmotoren angeboten, deren Durst nicht gerade bescheiden war. Für den europäischen Markt wird deshalb seit drei Jahren auch ein 2,5 Liter großer Selbstzünder unter der Motorhaube verbaut, der den 4,86 Meter langen Murano deutlich sparsamer antreibt.

Allerdings dürfen dabei keine sportlichen Wunderdinge des 140 kW /190 PS starken Dieselmotors, der bereits in anderen Nissan-Modellen seine Arbeit verrichtet, erwartet werden. Denn das Aggregat hat zwar 450 Newtonmeter Drehmoment, muss aber auch knapp zwei Tonnen in Fahrt bringen.

Cruisen statt rasen

Da die an Bord befindliche Sechsstufen-Automatik dem Gefährt noch etwas die Kraft nimmt, benötigt der Murano 10,5 Sekunden für den Sprint aus dem Stand in Richtung Tempo 100. Der Vortrieb endet bei völlig ausreichenden 196 km/h. So ist der Murano auch eher auf das Cruisen ausgerichtet und erfüllt diesen Anspruch völlig. Im Geschwindigkeitsbereich von 160 km/h bleiben die Motorengeräusche außen vor und sorgen so selbst in schnelleren Geschwindigkeitsregionen für eine entspannte Fahrweise

Knapp zehn Liter im Alltag

Nissan Murano 2013 Seite hintenZudem wird dann auch noch der Geldbeutel geschont und die entschleunigte Fahrweise mit einem Verbrauch von 9,9 Litern belohnt – allerdings auch mit Ausreißern in Richtung Höchstgeschwindigkeit. In der Stadt flossen 0,1 Liter weniger Diesel durch die Schläuche. Ein Stopp-Start-System könnte den Durst weiter stillen, aber dafür ist der Murano schon ein Fossil, als dass die fortschrittlichere Technik lohnenswert im SUV alter Schule verbaut werden könnte. Dafür wurde der Murano noch einmal optisch etwas aufgewertet. Der Kühlergrill wurde geschärft und die Heckleuchten sportlicher gestaltet.

Auch der Innenraum der Executive-Version kann überzeugen. Schwarze und gut konturierte Ledersitze laden ein und sorgen auch für einen gewissen Entspannungsfaktor während der Fahrt. Ein großes Panorama-Glasdach sowie beheizbare Rücksitze und eine elektrisch zu betätigende Heckklappe erhöhen den Komfort ebenso wie die gut funktionierende Rückfahrkamera, die Einpark-Vorgänge spürbar erleichtert.

Nissan Murano ab 47.600 Euro

Nissan Murano 2013 CockpitAllerdings hat der Komfort auch seinen Preis. Die bereits gut ausgestattete Basis-Version kostet bereits 47.600 Euro, für die Executive-Variante müssen weitere 4000 Euro investiert werden. Hinzu kommen dann noch 2500 Euro für das Sun and Sound-Paket mit Bose-Soundsystem und dem Glasdach sowie 870 Euro für die Metall-Lackierung.

Der Preis wird eine Rolle spielen, dass sich der Murano in Deutschland auf dem Weg zum seltenen Klassiker befindet. Im August entschieden sich gerade einmal 17 Kunden – zumeist Geschäftsleute – für das SUV, dessen Hoch-Zeit schon längere Zeit vorüber ist.

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von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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