Lexus GS 300h Test: Voll Hybrid

Lexus GS 300hDen Lexus GS 450h gibt es seit rund 18 Monaten in der vierten Generation schon. Mit der zweiten, kleineren Hybrid-Variante wird die Edel-Tochter von Toyota wohl den einzig verbliebenen Verbrenner aus dem Programm kegeln.

Doch das wird von Lexus von vornherein eingerechnet. Denn zu einem Einstiegspreis von 45.300 Euro liegt der GS 300h gerade mal 100 Euro vom GS 250 entfernt. Die Wahl sollte deshalb nicht schwer sein, zumal der neue Vollhybride mit einer Gesamtleistung von 223 PS stärker motorisiert ist als der GS 250, dem lediglich ein 2,5 Liter großer Sechszylinder-Benzinmotor mit 209 PS zur Verfügung steht.

Lexus GS 300h unter fünf Liter Verbrauch

Im GS 300h kommt der ebenso 2,5 Liter große Vierzylinder-Benziner zwar nur auf 181 PS, erhält dafür aber Unterstützung durch einen 143 PS starken Elektromotor. Gemeinsam bringen beide Aggregate die Mittelklasse-Limousine in 9,2 Sekunden auf Tempo 100 und bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h.

Doch auf Geschwindigkeit kommt es beim GS 300h nicht an. Hier liegt die Priorität deutlich auf dem Faktor Sparsamkeit. Mit gerade einmal 4,7 bis fünf Litern soll sich der kleine Hybrid auf 100 Kilometern begnügen, was einem CO2-Ausstoß zwischen 109 und 115 Gramm pro Kilometer entspricht – ein Wert, der besonders für Flottenkunden attraktiv erscheinen sollte. Jedenfalls für die, die überwiegend in der Stadt unterwegs sind.

Entspanntes Gleiten im Stadtverkehr

Denn im Stadtverkehr kommen die Vorzüge des Hybridantriebs besonders zur Geltung. In unteren Geschwindigkeitsbereichen übernimmt der Elektromotor die Arbeit und lässt den zwischen 1,7 und 1,8 Tonnen schweren GS 300h somit emissionsfrei durch die Straßen gleiten. Auf rund zwei Kilometer rein elektrischer Reichweite ist das System ausgelegt, dass sich aber während der Fahrt auch wieder aufladen kann, um neue Energie zur Verfügung zu stellen. Und das rein elektrische Fortkommen liegt auch nicht in der Philosophie des Lexus GS 300h. Viel sinnvoller und effektiver ist das Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor.

Wer dabei es versteht, den rechten Fuß bewusst einzusetzen, kommt den angegebenen Verbräuchen recht nahe. Das elektrische Gleiten ohne Motorengeräusche führt automatisch zu einer entspannten Fahrweise, die auch nicht gestört wird, wenn sich der Motor fast unmerklich dazugesellt.

Angestrengte Motorengeräusche bei der Beschleunigung

Lexus GS 300hAuf den Fernstraßen liegen die Dinge allerdings anders. Um den GS 300h auf Touren zu bringen, dringen die gewohnt angestrengten Motorengeräusche bei der Beschleunigung in den Innenraum, für die das stufenlose CVT-Getriebe sorgt, das besonders auf den tempolimitierten und zumeist geraden und ebenen Straßen in den USA und in Japan sehr geschätzt wird.

Bei Bergauf-Fahrten – gewürzt mit Serpentinen – sind die Geräusche dagegen ein ständiger Begleiter. Und auch die 223 PS kommen dann nicht zur Geltung. Das CVT-Getriebe gleicht diese „Anfahrschwäche“ durch Effizienz aus, die laut Lexus besser als eine Automatik oder ein DSG zum Tragen kommt. Und Sparen genießt ja beim GS 300h höchste Priorität.

Spareffekte durch Hybridsystem

Bedingt durch das Hybridsystem ergeben sich weitere Spareffekte. Kupplung oder Zahnriemen werden nicht benötigt und gleichen somit ein wenig das Mehrgewicht durch die Nickel-Metallhydrid-Batterie aus. Zudem werden auch Verschleißteile wie Reifen oder Bremsen weniger beansprucht und halten länger.

Wer auf Sparsamkeit setzt, wird das zwischenzeitliche Anwachsen der Motorengeräusche verschmerzen können und genussvoll über den Asphalt gleiten. Zumal beim Innenraum nicht auf Sparsamkeit Wert gelegt wurde. Die Materialien sind sehr wertig ausgefallen, die Sitze bequem. Viel Platz bietet auch der Innenraum – auch für die Personen in der hinteren Reihe. Und auch 468 Liter Kofferraumvolumen sind nicht all zu viel, aber ausreichend. Rund 40 Prozent der Kunden werden dabei die Basisausstattung überspringen und erste bei der

zweiten von vier angebotenen Ausstattungsvarianten „Executive Line“ zugreifen. Dann wechseln mindestens 50.800 Euro den Eigentümer. Für die beiden Topvarianten F-Sport und Luxury Line werden noch einmal rund 10.000 Euro fällig. Dank der bereits guten Ausstattung zuvor kann der Spareffekt aber schon vor dem ersten Start erfolgen.

von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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