ADAC Parkhaus-Test: 7 mal „Mangelhaft“

44 Parkhäuser in zwölf deutschen Städten mussten sich dem großen ADAC-Test unterziehen. Das Ergebnis des Autoclubs: Sieben Garagen erhielten ein „Mangelhaft“.

Viele Kriterien für die Parkhausbewertung

adac_tests_fahreugbreiten_2016Vor allem große Autos haben in Parkhäusern Probleme, gut um Ecken oder einfach in Parklücken zu kommen. Der ADAC hat jetzt 44 Parkhäuser auf Herz und Nieren geprüft, jedoch konnte keines die Note „sehr gut“ erzielen. Bester im Test ist die Vitihofgarage in Osnabrück, die deutlich beschildert und markiert ist sowie breite Rampen bietet und keine Pfeiler an schrägen Parkplätzen verwendet.

Gänzlich anders sieht es in der Tiefgarage „Am Theater“ in Heidelberg aus. Die Einfahrthöhe ist zu knapp, die Parkplätze schlecht beleuchtet. Zudem sind die Behinderten-Parkplätze nicht barrierefrei zu erreichen und im Notfall besteht kein Handy-Empfang. Alles Gründe für den letzten Platz im Test.

Breite als primäres Problem

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Quelle: ADAC

Das größte Problem im Test war die Breite der Parkplätze.

„In den meisten Testobjekten wurden zwar die in den Garagenverordnungen der Bundesländer vorgeschriebenen Mindestbreiten von 2,30 Metern eingehalten – nicht aber die Breiten gemäß den Empfehlungen für Anlagen des Ruhenden Verkehrs der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen von mindestens 2,50 Meter„, so der ADAC in einer Pressemitteilung.

Für moderne Fahrzeuge sei die Verordnung aus den 1970er-Jahren schlicht nicht mehr ausreichend.

Darüber hinaus boten zwei Drittel der Testobjekte keine oder zu wenige Behindertenparkplätze. Rollstuhlfahrer kommen in knapp der Hälfte der Aufzüge nicht an die Bedienelemente, auch die Kassenautomaten waren nicht ausreichend ausgestattet.

Auch positive Beispiele vorhanden

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Quelle: ADAC

Doch nicht alle Tiefgarage fielen durch den Test, 19 kamen immerhin noch auf ein „Durchschnittlich“. Positiv fielen die Einzelstellplatzanzeigen im Aquis-Plaza in Aaachen auf, die sogar Behindertenparkplätze explizit anzeigen. Im Behnisch-Haus in Krefeld zeigen Schilder deutlich, wo sich barrierefreie Parkplätze befinden. Das Lengermann+Trieschmann-Parkhaus in Osnabrück markiert zudem über einfache Symbole die entsprechende Parkebene.

Betreiber drohen mit Hausfriedensbruch

19 Betreiber haben im Vorfeld des Tests das Betreten ihrer Parkhäuser verboten und konnten deswegen nicht getestet werden.

„Die überwiegend privaten, aber auch kommunalen Betreiber drohten teilweise mit einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. Insgesamt waren 50 in Frage kommende Testobjekte davon betroffen“, so der ADAC.

Zuletzt berichteten wir über das neue Pilotprojekt des ADAC. Die Pannenhilfe könnte künftig per E-Bike erfolgen.

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