VW up!: Kleinstwagen für die Masse

28.06.2012 Alle Testberichte

VW up!Seit Herbst 2011 ist der neue VW up! zu bestellen, kurz nach der Premiere und der Einführung auf der IAA in Frankfurt durften wir den Kleinstwagen testen. Schon im Dezember sowie den weiteren Monaten erreichte der VW up! die Spitze des Mini-Segments der KBA. Er hängte somit die große Konkurrenz um Fiat Panda, Renault Twingo und Smart ForTwo ab. Im Rahmen der Testfahrten standen die verschiedensten Ausführungen des up! zur Verfügung.

Vollausstattung überzeugt, nur zwei Motoren


Am meisten überzeugt hat der kleine VW mit der Innenausstattung in Leder-Optik sowie der Vollausstattung. Dort inbegriffen eine Klimaanlage, das Navigationssystem maps + more, das City Notbremssystem und weitere Sicherheitsfeatures. Die Bonuspunkte sammelte er in der Ausstattung, doch hier ist zu erwähnen, dass die Serienausstattung des kleinen up! weniger umfangreich ist. Hier fehlen beispielsweise elektrische Fensterheber, die Zentralverriegelung oder eine Klimaanlage. All das sind Elemente, auf die man beim up! nicht verzichten möchte. Das zeigten vor allem die Testfahrten im engen und heißen Rom.

VW up! SeiteIn Sachen Motoren hat man leider nicht so viel Auswahl, hier kommen lediglich zwei Motoren zum Einsatz. Darunter die Leistungsstufen mit 44 kW (60 PS) und 55 kW (75 PS). Die Testfahrten mit dem up! zeigten schon früh, man sollte auf die leistungsstärkere Version zurückgreifen. Für kleinere Stadtsprints oder kurze Fahrten über Autobahnen und Landstraßen sind mit dem 75 PS Motor wesentlich angenehmer zu bewältigen.

Noch mal zurück zur Ausstattung, zwar überzeugt der up! vor allem in der Vollausstattung, doch steht man auf Sicherheit vergnügt man sich auch mit dem Basismodell. Hier gibt es zum Beispiel ESP, ABS, ISOFIX sowie diverse Airbag-Systeme serienmäßig.

Platz im Innen- und Kofferraum sorgt für eine Überraschung


Trotz seiner kompakten Maße (3,54 m, 1,91 m, 1,48 m) überzeugt der neue VW up! durch ein beachtliches Platzangebot. So haben sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Insassen auf der Rückbank genügend Platz. Das Raumgefühl wie in einem Van oder SUV bleibt selbstverständlich aus. Doch mit dem Platz im Innen- sowie Kofferraum gehört der up! von VW zu den geräumigsten seiner Klasse. Dank dem Kofferraumvolumen von 251 bis 951 Litern bekommt man sowohl Einkäufe als auch kleinere Koffer problemlos unter. Fakt ist allerdings, der up! ist kein Auto für lange Urlaubsfahrten.

Besonderheiten rund um den VW up!


VW up! hintenZu den Besonderheiten des VW up! gehören neben der Sicherheitsausstattung und dem Platzangebot die Sondermodelle white und black up!. Darüber hinaus ist die Sonderausstattung zu erwähnen. Positiv aufgefallen ist uns der portale Navigations- und Infotainmentsystem maps + more. Bei unseren Testfahrten gab es zwar noch wenige Schönheitsfehler, doch die wollte man bis zu den Auslieferungen in den Griff bekommen. Auch ein ganz besonderes Feature ist die City Notbremsfunktion, die wir testen durften. Das Sicherheitssystem soll Auffahrunfälle vermeiden oder abmildern.

Stadtauto ohne Diesel zu hohem Preis


Wie bereits erwähnt, gibt es lediglich zwei Motoren für den VW up!, diese werden durch die umweltfreundlichen BlueMotion-Versionen erweitert. Doch einen VW up! mit Diesel-Motor gibt es nicht. Dementsprechend hoch ist der Verbrauch in der Stadt sowie kombiniert. Uns nannte VW als Grund, dass man aus Platzgründen den TDI-Motor nicht unterbringen konnte. Ein Automatikgetriebe gibt es auch noch nicht, mittlerweile ist nur das automatisierte Schaltgetriebe ASG eingeführt worden, testen konnten wir das damals allerdings nicht. Dafür standen uns die sparsameren BlueMotion Motoren zur Verfügung. Damit sanken der Verbrauch sowie der CO2-Ausstoß. Doch auf das Diesel-Niveau kommen die Benziner in der umweltfreundlicheren Version nicht. Grundsätzlich lässt sich allerdings sagen, die Benziner erfüllen ihren Dienst, sind nicht außergewöhnlich laut und der 75 PS-Motor ist für kurze Stadtfahrten ausreichend.

VW up! CockpitIn Sachen Preis verliert der VW up! ebenfalls gegen die Konkurrenz. Er startet bei 9.850 Euro, die Konkurrenten sind in den meisten Fällen wesentlich günstiger und verfügen dazu oft über eine bessere Serienausstattung als der up!.

Mit Vielfalt der Konkurrenz davonziehen


Man bietet zwar keinen Diesel-Motor und meist eine geringere Motorenpalette, doch man will in Sachen Modellvielfalt punkten. So wurde kürzlich der Fünftürer eingeführt und eco-up! (Erdgas) sowie e-up! (Elektroauto) sollen folgen. Auch eine wesentlich sportlichere Version, der GT-up! soll bereits beschlossene Sachen sein. Bei unserem Test fiel uns genau das negativ auf, dem up! fehlt die Sportlichkeit. In der aktuellen Version ist es einfach nur ein gewöhnliches Stadtauto mit viel Platz.

Falls Sie mehr Informationen benötigen, weitere Eindrücke (Test), Grafiken, Bilder sowie den Konfigurator zum VW up! gibt es auf der Modellseite von MeinAuto.de.









 
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