Volvo XC90 Test: das lange Warten auf den Nachfolger

19.05.2014 Alle Testberichte

volvo xc90 2014Immer mehr Hersteller versuchen mit ihren SUVs die kleinen Gewichtsklassen zu erobern. Volvo hingegen arbeitet seit geraumer Zeit an einem neuen Schwergewicht, dem Volvo XC90. Er soll sich ab Anfang 2015 in der oberen Mittelklasse mit Kalibern wie dem VW Touareg, dem BMW X5 oder dem Porsche Cayenne um die Gunst der Käufer balgen. Wir durften den XC90 schon einmal Probe fahren, um aus erster Hand zu erfahren, welches Pfund der Schwede drauf hat.

Design: neue Plattform, neue Wege


Was die Zukunft genau bringt, das wissen wir natürlich nicht. Dass aber Anfang nächsten Jahres der neue Volvo XC90 zum Kauf freigeben wird, das ist ziemlich sicher. Kritische Zeitgenossen werden da vielleicht sagen: es ist auch höchst an der Zeit, denn der erste Spross aus der XC90 Familie kurvt bereits seit 2002 umher. 2006 genoss das kolossale SUV der Schweden dann noch eine Modellpflege, seither aber ist es ruhig geworden um den XC90. Bis jetzt, muss es freilich heißen, bis die Schweden im Januar die zweite Generation des XC90 auf der Detroit Auto Show 2014 der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Die beeindruckte uns mit ihren neuen, glasklaren, dynamischen und doch ganz unaufgeregten Formen, die aus der Feder von Thomas Ingenlath, Volvos Designchef, stammen. Keinen Stein auf dem anderen lässt Volvo auch im Innenraum, der völlig umgestaltet wurde und den jetzt - zumindest in den Prototypen - zwei große Bildschirme dominieren. Über die kann alles Wesentliche im XC90 gesteuert werden, über die wenigen Knöpfe regelt der Fahrer, der sich in den feinen Sitzen ungestört ausbreiten kann, die Lautstärke, den Fahrmodus - und nicht zuletzt den Betriebsstatuts.

Und da allein vom Ansehen kein brauchbarer Fahreindruck zu bekommen ist, drücken wir nun den Start-Knopf und schauen uns auf dem abgesperrten Testgelände an, was der neue XC90 fahrerisch zu bieten hat.

Motor: Abgesang auf Acht- und Sechszylinder


Dabei genießen wir zunächst das Privileg, im ersten Volvo unterwegs zu sein, der auf der nagelneuen SPA-Plattform aufbaut. Sie wird fortan allen Volvo-Modellen vom V40 aufwärts als Fundamt dienen. Eigentlich aber sind wir nicht hier, um uns mit technischen Details die Zeit zu vertreiben: wir wollen die neuen Motoren des XC90 abklopfen, hat Volvo mit ihnen doch eine intern nicht unumstrittene Wende vollzogen - weg von den kapitalen Acht- und Sechsendern hin ausschließlich zu Vierzylinder-Triebwerken.

volvo xc90 2014 hintenAusprobieren durften wir sowohl einen der Zweiliter-Turbobenziner und einen der Zweiliter-Turbodiesel. Im ersten Testwagen werkelte dabei die stärkste Variante des per Kompressor und Turbo aufgeladenen Zweiliter-Ottomotors. Sie liefert stattliche 306 PS und ebenso stattliche 400 Newtonmeter maximales Drehmoment, das von einer Achtstufenautomatik portioniert und einer Haldex-Kupplung der neuesten Generation auf die Achsen verteilt wird. Der Benziner brummt sonor vor sich hin und beantwortet jeden noch so sanften Tritt aufs Gaspedal mit vehementem Vorwärtsdrang. Exakte Werte will Volvo aber vor dem Marktstart nicht verraten, ebenso wenig wie die endgültige Auffächerung der Benzinmotorenpalette. Sicher ist nur, dass sie mit 120 PS beginnen und bei 306 PS enden wird.

Zur Gestalt des Selbstzünder-Angebots fließen die Informationen aus Göteborg ähnlich spärlich. Soviel wissen wir aber: das von uns getestete Exemplar mit 225 PS und einem Spitzendrehmoment von 480 Nm ist ein durchaus munterer Zeitgenosse - und eine Hybrid-Version mit rund 400 PS ist in Arbeit. An einem kräftigen Vortrieb wird es dem XC90 also sicherlich nicht mangeln.

Fahrwerk: das große Rätselraten


Zum dünnen Informationsfluss rund um den neuen XC90 passt auch, dass Volvo um die Details zur Radaufhängung, zu den Abmessungen und zum Gewicht ein großes Geheimnis macht. Die neue Plattform aber soll den Schweden hinsichtlich der Variabilität ungeahnte Möglichkeiten eröffnen, vor allem beim Radstand und beim Überhang. Der XC90 dürfte am Ende aber wohl ein wenig länger werden als sein Vorgänger, bei der Breite und Höhe wird sich wenig ändern. In puncto Fahrwerk arbeiten die Ingenieure noch an der Feinabstimmung, der Testwagen rollt aber bereits sehr geschmeidig ab und federt komfortabel. Letzteres, nämlich komfortabel, ist auch das Platzangebot in Reihe eins, zwei und drei.

Fazit: Noch hat er die Serienreife nicht ganz erreicht, doch die getesteten Prototypen zeigen zweifellos: der neu XC90 wird vom rassigen Motoren über ein ausgezeichnetes Federwerk bis hin zur innovativen Technik alles mitbringen, was ein SUV der oberen Mittelklasse braucht. Noch müssen sich die Käufer aber mit dem Vorgänger bescheiden, der jedoch wahrlich kein schlechtes SUV ist. Bei MeinAuto.de gibt es den Volvo XC90 I bereits ab 34.555 Euro, um knapp 20% respektive 8.170 Euro günstiger als gelistet. (nau)

Auf MeinAuto.de führen wir darüber hinaus viele SUV anderer Hersteller, etwa den Audi Q5 mit einem Preis ab 31.675 Euro (13,3%); den Porsche Cayenne inklusive 9% Rabatt ab 54.636 Euro; oder den VW Touareg ab 38.568 Euro und bis zu 24,9% Neuwagen Rabatt. Neben dem günstigen Barkauf können Sie auch mehrere Formen der Autofinanzierung wählen, vom niedrig verzinsten Autokredit bis hin zu unseren attraktiven Auto-Leasing-Angeboten.









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > Volvo XC90 Test: das lange Warten auf den Nachfolger
nach oben