Mautdschungel Europa: So sparen Sie Geld

23.06.2016 Alle Ratgeber

Wer heutzutage durch Europa reist, muss sich mit den verschiedenen Regelungen der Maut auskennen. Wir informieren Sie über alles, was Sie zu diesem Thema wissen müssen.

Wie unterscheidet sich die Maut in Europa?


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Quelle: ADAC
In Sachen Maut wurde bis heute vieles modernisiert und automatisiert. Das Befahren mancher Strecken in England, Irland und Italien ist nur möglich, wenn man sich vorher im Internet dafür registriert, in Frankreich, Italien und Spanien kann an Mautstellen ohne Personal nur per Kreditkartegezahlt werden. Einheimische wissen das meistens, Touristen können hier arge Probleme bekommen. Doch wie sieht das jetzt in den einzelnen Ländern aus? Wir geben einen Überblick:

Die Maut in Frankreich


Fahrzeuge werden anhand ihres Gewichts und ihrer Höhe in Klassen aufgeteilt. Dabei zählen Aufbauten wie die Aggregate von Klimaanlagen dazu, jedoch nicht Antennen und Dachboxen. Somit kann es in Frankreich an Mautstellen ohne Personal zu falschen Messungen kommen, die sich allerdings auch später gegen Vorlage einer Quittung reklamieren lassen.

Die Maut in Italien


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Quelle: ADAC
In Italien kann es zu Defekten an Mautstationen kommen, sodass Schranken ohne Bezahlung öffnen. Statt durchzufahren empfiehlt der ADAC, den Hilfeknopf zu drücken und einen Beleg anzufordern. Ansonsten kann es schnell teuer werden.

Die Maut in Polen


Fahrzeuge und Zugfahrzeuge plus Anhänger über 3,5 Tonnen zahlen für die Autobahn sowie die Schnell- und Bundesstraßen Maut. Wer also den Caravan in Polen auf dem Campingplatz lässt, sollte den Transponder deaktivieren, um nicht unnötig Geld für ein ungenutztes und stehendes Gespann zu bezahlen.

Maut in Portugal


Da in Portugal meist nur elektronisch gezahlt werden kann, ist ein Transponder notwendig. Ohne Transponder wird das Kennzeichen gespeichert, damit die Gebühr später bezahlt werden kann. Allerdings ist dies erst 48 Stunden nach der letzten Fahrt durch ein Mautportal möglich. Dementsprechend immer darauf achten, den Mietwagen mit einem entsprechenden Transponder auszustatten.

Maut in Slowenien


Für Slowenien gilt, eine passende Vignette für das eigene Fahrzeug zu erwerben. Viele Urlauber wissen nicht, in welche Kategorie ihr Fahrzeug fällt. Wer mit fehlender oder falscher Vignette unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld.

Maut in Ungarn


In Ungarn gibt es heutzutage nur noch die elektronische Vignette. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass alle Angaben stimmen, da jede Änderung weitere fünf Euro kostet. Wer mit falscher Vignette unterwegs ist, muss mit einer Nachzahlung von 50 Euro rechnen. Wer die Nachzahlfrist versäumt, dem drohen etwa 200 Euro Strafe. Den Kontrollabschnitt unbedingt zwei Jahre zu Beweiszwecken aufheben.

Sondermaut für Tunnel und bestimmte Staßen


Einige Länder stellen eine Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe auf. Dazu zählen Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Acht
weitere Länder verlangen für Fahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignette: Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Bei Ländern, die eine Maut nach Entfernung berechnen, erfolgt die Bezahlung je nach Land beim Ein- und Ausfahren.

Das richtige Verhalten an Mautstationen


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Quelle: ADAC
Damit Mautstationen möglichst Stressfrei bewältigt werden können, gilt es, den ein oder anderen Tipp zu berücksichtigen. So sollten Autofahrer sich rechtzeitig einordnen, um einen abrupten Spurwechsel zu vermeiden. Geld oder Kreditkarte immer griffbereit haben, um lange Wartezeiten und Schlangen zu vermeiden. Falls eine Zahlung nicht möglich ist, wie schon oben erwähnt den Hilfeknopf drücken. Wer sich nicht sicher ist, lieber einen Schalter mit Personal wählen und sich bei Problemen an die Autoclubswenden.

Wenden und rückwärtsfahren ist auf Autobahnen und somit auch an Mautstationen verboten. Wer trotzdem zurücksetzt und erwischt wird, muss beispielsweise in Italien ein Bußgeld von 419 Euro zahlen.

Harte Strafen für Mautsünder


Mit den oben genannten Tipps vom ADAC kann jetzt nichts mehr schiefgehen. Wer sich trotzdem nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen. In Slowenien drohen bis zu 800 Euro Bußgeld, Österreich, Schweiz und Tschechien stehen mit 120 Euro, 190 Europ und 185 Euro hoch im Kurs. In Italien beginnt der Betrag bei 70 Euro.

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Autor: Fabian Thomas

 
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