Volvo XC70 Test: Modellpflege für einen „alten“ Schweden

Volvo XC70 TestOb der Volvo XC70 ein SUV mit der Form eines Kombis ist oder ein Kombi mit dem Schnitt eines SUVs, darüber lässt sich trefflich streiten. Fest steht aber, dass die zweite Generation des exklusiven Schweden seit Mitte 2013 in frischem Outfit und mit neuer Technik daherrollt.

Wer die Unterschiede zum Vorgänger aber am Design erkennen will, der muss genau hinsehen. Es sind nämlich die Details, die den XC70 aufwerten: die LED-Tagfahrlichter am Heck etwa, matt-silbern glänzende Chromleisten unter den Leuchten und dem Volvo-Schriftzug; oder ein Kühlergrill mit Bienenwabenstruktur an der Front. Insgesamt hat sich das Outfit also lediglich um Nuancen gewandelt, trotzdem wirkt der schwedische Koloss – der XC70 ist 4.838 Millimeter lang und 2.119 Millimeter breit – deutlich frischer und jugendlicher.

Stil und Technik – schwedische Qualitätsarbeit

Was aber wirklich zählt, sind die inneren Werte – und denen haben die schwedischen Autobauer auch ihr Hauptaugenmerk geschenkt. So hat im XC70 unter dem Namen „Sensus“ Volvos neues Fahrzeugbediensystem Einzug gehalten. Über dessen Sieben-Zoll-Display sind alle Funktionen des XC70 steuerbar, wobei wir lediglich die Bedienung des Navis etwas umständlich finden. Gegen einen Aufpreis von gut 900 Euro gibt es via „Sensus Connected Touch“ jetzt auch Zugang zu Internetdiensten wie Musik­Streaming oder Online­Navi. Hergestellt wird die Verbindung dabei über das Handy.

Besonders gut gelungen sind im Innenraum – neben dem ausgesprochen hochwertigen Ambiente – auch Details wie die neuen, digitalen Instrumente. Sie liefern gut sichtbar alle wesentlichen Informationen und lassen sich über die Modi „Performance“, „Eco“ und „Elegance“ dem eigenen optischen Geschmack anpassen.

Sehr praktisch ist zudem die Ambiente-Beleuchtung, die zentrale Bedienelemente in dezentem Licht auch bei Nacht sichtbar macht. Und als wirklich komfortabel erweisen sich die ergonomischen Sitzmöbel und – insbesondere im Winter – technische Gimmicks wie das beheizte Lenkrad und die Scheiben- bzw. Spiegelenteisung per Knopfdruck. Für den Notfall hätte man im Stauraum des XC70 dabei mehr als genug Platz, um Fäustlinge und Eiskratzer fachgerecht zu verstauen. 595 bis 1.600 Liter sind es exakt, die über die weit öffnende Heckklappe bequem zugänglich sind.

Ein D4, D5 oder doch ein T6?

Jetzt aber Deckel zu, Motor an – und schon dringt uns das kernige Brummern des Einstiegsdiesels mit der Bezeichnung D4 ans Ohr. Je nachdem, ob er seine Kraft allein an die Vorderräder oder zugleich auch an die Hinterachse überträgt, schöpft der Fünfzylinder-Turbodiesel aus 2 bzw. 2,4 Litern Hubraum 163 PS und 400 bzw. 420 Newtonmeter Drehmoment (zwischen 1.500 und 2.750 bzw. 1.500 und 2.500 Touren). Mit der Antriebsart variieren auch Gewicht und Beschleunigungswerte, wobei mit 1.829 und 1.917 Kilogramm nur erstere wesentlich voneinander abweichen. Tempo 100 schafft der D4 in exakt 10, der D4 AWD in 10,2 Sekunden, für Tempo 130 brauchen sie rund 17 respektive 18 Sekunden.

Volvo XC70 Test KofferraumDie für dieses Gewicht durchaus ansprechenden Fahrleistungen gehen allerdings mit einem recht hohen Verbrauch einher. Im Test gönnt sich der XC70 mit dem D4 AWD im Schnitt fast 8 Liter.

Wem der Sinn nach noch mehr Vortriebskraft steht, dem hat darüber hinaus entweder einen weiteren Diesel oder einen mächtigen Benziner zur Auswahl. Der Selbstzünder D5 AWD mit 2,4 Litern, fünf Zylindern, 215 PS und 420 Nm Drehmoment schafft den Standardsprint in flotten 8 Sekunden, dafür braucht er aber auch ein wenig mehr als 8 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Der Benziner nennt sich zwar schlicht T6, der Sechszylinder-Dreiliter-Turbo lupft den 2-Tonner mit 304 PS allerdings in weniger als 7 Sekunden auf Landstraßentempo. 10,6 Liter Normverbrauch lassen an der Tankstelle dann aber auch die Kassen klingeln.

Schwedischer Komfort, skandinavische Gelassenheit

Befehligt werden die Motoren auch im neuen XC70 aus dem Cockpit, wobei dort nach Volvos eigenem Bekunden alles noch stärker auf den Steuermann und seinen Navigationsstil ausgerichtet ist. Das scheint den Schweden auch hervorragend gelungen zu sein, denn wir fühlen uns ganz in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Die Lenkung setzt unsere Eingaben präzise und leichtgängig um und das adaptive Fahrwerk passt sich mit den drei Einstellungsoptionen „Comfort“, „Sport“ und „Advanced“ versatil unseren Fahrstilwünschen an: von sportlich direkt bis hin zu gleichmütig sanft. Sanft gehen dabei aber leider auch die Bremsen zu Werke: über 38 Meter Bremsweg aus 100 km/h, das passt nicht wirklich zum Sicherheitsvorreiter Volvo.

Der Preis hingegen, er passt zur gebotenen Qualität. Bei MeinAuto.de gibt es den XC70 ab 35.640 Euro. (nau)

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