BMW i8 Test: Rückkehr des bayrischen Sportlers

bmw i8 test 2014BMW 3er, 5er, 7er – und dann? Dann kam lange nichts, vor allem für jene, die nach einem echten BMW-Sportwagen gesucht haben. Der letzte seiner Art war der M1, doch das ist lange, sehr lange her. Nun aber hat BMWs Sportwagen-Abstinenz ein Ende, seit Juni liefern die Münchner ihren nagelneuen Sportwagen, den BMW i8, aus. Und wir durften den Hybridler jetzt testen.

Benziner, Elektromotor – oder Hybrid

An den Anfang wollen wir diesmal eine Warnung setzen. Wer den neuen BMW-Sportler ausführen will, dem muss klar sein: der i8 zieht die Massen an wie Venedig die Tauben. Wer beim Testen also seine Ruhe haben will, der sollte abseits der Ballungszentren unterwegs sein, am allerbesten auf einer abgesperrten Rennstrecke. Auf eine solche haben wir uns nun zurückgezogen, bereit mit dem i8 abzuheben: nur noch den Start-Knopf drücken und es kann los gehen.

Die erste Kunde, die wir vom i8 vernehmen, ist dabei das heisere Knurren des Turbobenziners, ganz so wie es sich für einen Sportwagen gehört. Doch als wir dann den Leerlauf verlassen, wandelt sich das Motorengeräusch in ein unrundes Brummen. Der Grund für diesen Wandel steht auf dem Datenblatt: Im neuen i8 pocht kein wuchtiges Sechs- oder Achtzylinder-Aggregat, sondern ein mickriger, nur 1.499 Kubikzentimeter großer Dreizylinder-Direkteinspritzer. Der aber hat es in sich, denn ein mächtiger Turbolader drückt die Leistung des schmächtigen Benziners auf satte 231 PS und 320 Nm. Trotzdem merkt man dem Dreizylinder sein kleines Volumen an, bspw. am tiefen Turboloch.

bmw i8 test 2014 hintenWie gut, dass der Turbobenziner im i8 nicht alleine anschieben muss. Steht der Lenker nämlich voll auf dem Gas, steigt ein 131 PS und 250 Nm starker E-Motor mit ein und hilft leidenschaftlich mit, den 1.536 Kilogramm „leichten“ Sportler nach vorn zu wuchten: 1,8 Sekunden braucht er so aus dem Stand bis Tempo 50; 4,3 Sekunden bis Tempo 100 und in weniger als 15 Sekunden sind 200 km/h erreicht. Bei 250 km/h ist dann offiziell Schluss.

Hat die Batterie genügend Strom, kann der i8 rein elektrisch fahren. Und selbst dann zieht er flott an und schafft es in 11 Sekunden von null auf hundert. Keine schlechte Leistung, auch wenn ein Sportwagen auf der Rennstrecke damit keinen Blumentopf gewinnen wird. Ein großer Racer ist der i8 aber ohnehin nicht.

Hybrid wie hypereffizient

Ganz groß ist der i8 indessen in puncto Effizienz, bei der das Hybridkonzept voll zur Geltung kommt. Der neue Sportler aus dem Hause BMW begnügt sich in Schnitt auf hundert Kilometer etwa mit siebeneinhalb Litern, was angesichts seiner Beschleunigungswerte – die liegen auf dem Niveau eines 911 Carrera S, eines R8 oder eines Jaguar F-Type – wirklich beachtlich ist. Wer sich aus dem Spritsparen einen eigenen Sport macht, kann den i8 sogar noch deutlich sparsamer betreiben: 2,6 Liter Benzin und knapp 12 kWh Strom sind bei hochsensiblem Gasfuß möglich.

Für einen Grundkurs „Spritsparend Fahren“ ist der i8 allerdings zu teuer (126.000 Euro kostet der bayrische Hybrid-Sportler mindestens) – und auch viel zu schade. Letzteres vor allem deshalb, da der i8 perfekt den behänden Kurvenritt beherrscht. Der Dank geht hier an die besonders straff ausgelegte Federung und das neutrale Handling. Die elektromechanische Lenkung dürfte jedoch durchaus ein wenig feinfühliger zu Werke gehen.

Limitiert wird die Wendigkeit auf der Rennstrecke aber weniger durch die Lenkung als durch die Vorderachse, die nicht genug Haftung aufbaut. Das liegt einerseits am ungleichmäßigen Drehmomenteinsatz an der Vorder- und Hinterachse (hier kommt es vom Benziner, dort vom E-Motor), und andererseits an den schmalen Pneus. Mit 215er-Reifen vorne ist der i8 für die Rennstrecke einfach zu leicht besohlt.

Funktionaler Innenraum

bmw i8 test 2014 hintenDie Bolzerei auf der Rennstrecke hat uns trotz der kleinen Fahrwerksschwächen ganz schön außer Atem gebracht. Und da dem i8 auf der Rennstrecke nach wenigen Runden die E-Power ausgeht, nutzen wir die kurze Verschnaufpause für einen raschen Blick in den Innenraum. Der ist überraschend unspektakulär, ganz der Funktion verpflichtet: Die Bedienelemente sind dort, wo man sie sucht, die Sitze sind so fest und zupackend, wie sie sein sollen – und der Ausblick so bescheiden, wie man ihn von einem Sportler erwartet. Im Fond finden wir dann noch zwei Ablagemulden, von denen BMW behauptet, es seien Sitze – und im Heck einen 154 Liter großen Freiraum, der als Kofferraum bezeichnet wird.

Fazit: Nach gut 30 Jahren hat BMW mit dem i8 endlich wieder einen echten Sportler nachgelegt – und mit diesem die Idee vom Sportwagen radikal neu interpretiert. Denn beim Hybrid-Renner steht neben der schieren Leistung auch die Effizienz im Mittelpunkt. Ob das Konzept Zukunft hat, muss sich weisen. Spaß macht es auf jeden Fall. (nau)

Bei MeinAuto.de ist der i8 noch nicht eingetroffen, dafür aber eine ganze Reihe anderer hochkarätiger Sportwagen: zum Beispiel der Audi R8 ab 100.127 Euro und maximal 14,5 Rabatt; der Jaguar F-Type ab 64.643 Euro oder der Porsche 911 Carrera ab 82.899 Euro. Wenn Sie günstig ein luxuriöses Auto kaufen wollen, sind Sie in unserem Autohaus also goldrichtig. Beim Kauf können Sie dabei bar zahlen oder auf eine unserer Autofinanzierungen vertrauen, z.B. eine Schlussratten-Finanzierung oder einen Autokredit.



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