Audi SQ5 3.0 TDI vs. BMW X3 xDrive 35d Test: Dieselkraft, die Freude schafft

BMW X3 Audi SQ5 TestEin Dieselaggregat in einem SUV, das hätte es früher nicht gegeben. Doch die Zeiten ändern sich, die Technologie schreitet voran – und mittlerweile gibt es Premium-Hersteller wie Audi und BMW, die sogar ihre Topmodelle mit einem Diesel bestücken. Konkret der Fall ist das etwa im brandneuen Audi SQ5 3.0 TDI und im bewährten BMW X3 35d, in denen jeweils ein Dreiliter-Sechszylinder mit mehr als 300 PS den Takt schlägt. Wie sich die Dieselmonster fahren, haben wir in unserem Test ausprobiert.

313 PS – eine magische Zahl

Die resoluten Dieselmotoren lassen sich auch nicht lange zurückhalten und ergreifen gleich zu Beginn unseres Tests das Wort. Die Selbstzünder schöpfen dabei aus 6 Zylindern und 3 Litern Hubraum – und das hört man ab dem ersten Takt. Eine Nuance sportlicher und rauer tönt der 313 PS und 650 Nm starke 3.0 TDI im Audi SQ5, etwas sanfter und gesetzter der 35d im X3, der 313 PS mit 630 Nm Spitzendrehmoment kombiniert.

Mit diesen Zutaten, das ahnen wir, da lässt sich arbeiten. Was uns dann aber beim ersten Tritt aufs Gaspedal reitet, haben wir so nicht erwartet. Die beiden Dieselkraftmeier schieben nämlich die fast 2 Tonnen schweren SUVs so vehement an, wie es früher nur rote Sportwagen aus Maranello oder Sant’Agata Bolognese zu Wege brachten.

Audi SQ5 TestOb es die wahnwitzige Leistung für den Abenteuerausflug in den Großstadtdschungel wirklich braucht, ist natürlich fraglich, dem fröhlichen Grinsen in unserem Gesicht ist die Leistung aber sicher nicht abträglich. Und messbar ist der Wahnwitz auch: im SQ5 etwa wischt die Tachonadel nach 5,1 Sekunden über die Hunderter-Marke, im X3 in 5,4; den Sprint über die Stadionrunde (400 Meter) schaffen beide unter 14 Sekunden, ebenso schnell wie ein Ferrari Testarossa.

Wer da jetzt denkt, dass die beiden Kraftmeier dafür ganze Dieselseen austrinken, der wird ob des vergleichsweise vernünftigen Verbrauchs – so wie wir – überrascht sein. Über den gesamten Test betrachtet kam der x35d des X3 im Schnitt auf 9,8 Liter, der 3.0 TDI des SQ5 auf 10,2 Liter. Diese Werte liegen zwar rund dreieinhalb Liter über dem angegebenen NEFZ-Verbrauch, aber der Verbrauch erscheint, anders als die gebotene Leistung, nicht wahnwitzig. Und wer will, der kann mit einem geschmeidigen Gasfuß die kompakten SUVs auch mit nur sechseinhalb Litern 100 Kilometer weit fahren.

SQ5 sportlich, X3 komfortabel

Zu einer solch sanften Gangart laden vor allem die beiden flüssig agierenden Automatikgetriebe und ihre 8 Gänge ein, wobei die Steptronic des BMW X3 noch eine Spur geschmeidiger zu Werke geht. Alle anderen fahrdynamischen Eigenschaften der beiden Sport Utility Vehicles verleiten aber zu einer sportlichen Fahrweise.

So liefert sowohl der SQ5 wie der X3 dank Allradantrieb in allen Straßenlagen und auf allen Untergründen massig Grip. Leichtfüßiger fährt sich – trotz der serienmäßigen 20-Zoll-Klötze an den Federbeinen – der Audi, dessen Insassen die Leichtigkeit allerdings mit einem geringeren Federungskomfort bezahlen müssen. Ein adaptives Fahrwerk, das diesem Manko abhelfen könnte, bietet Audi leider auch gegen Aufpreis nicht. Der BMW X3 hingegen ist ein etwas behäbigerer, dafür aber umso komfortablerer Kompagnon, insbesondere dann, wenn man sich für das 1.100 Euro teure dynamische Dämpfer-Set entscheidet.

Eine einheitlich ausgezeichnete Figur machen beide SUVs auch in puncto Fahrsicherheit. Selbst auf plötzliche Lastwechsel reagieren sie mit stoischer Gelassenheit und den jeweiligen Bremsanlagen gelingt es, die enorme Kraft der Antriebe gut in Zaum zu halten. Mit 36,3 Metern Bremsweg packt hier der SQ5 noch etwas kräftiger zu als der X3 (37,5 m).

Höchste innere Werte

BMW X3 TestZum Schluss wollen wir noch einen kurzen Blick in die Innenräume dieser mondänen, bereiften Herrensitze wagen. Die Verarbeitung und das Platzangebot sind top, die Sitze verdienen sich in beiden Fahrzeugen jedoch erst nach einer aufpreispflichtigen Aufrüstung das Prädikat „premium“ (Klimakomfortsitze im Audi, Sportsitze im BMW). Ein herausragendes Transporttier ist weder der SQ5 noch der X3, mit 540 bis 1.560 respektive 550 bis 1.600 Litern Kofferraumvolumen braucht man aber für den Familienausflug auch keinen zusätzlichen Anhänger.

Diesen benötigt der Kunde auch nicht, um eines der beiden kompakten Top-SUVs zu erwerben. Was nicht heißen soll, dass sie billig wären. Den Audi SQ5 3.0 TDI gibt es bei MeinAuto.de ab 52.136, den BMW X3 xDrive35d ab 48.801 Euro. Der etwas günstigere X3 ist für uns damit, wenn auch nur hauchdünn, der Sieger des Vergleichs. (nau)



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