Opel: Verhandlungen zum Deutschland-Plan erfolgreich beendet

Der neue Opel Adam 2013 Seite

© GM Company

Die Verhandlungen zwischen der Geschäftsleitung der Adam Opel AG, der IG Metall und des Opel Gesamtbetriebsrats im Bezug auf den Deutschland-Plan des Unternehmens wurden erfolgreich beendet. Schlüsselpunkte waren die Sicherstellung des Wachstums und Kosteneffizienz sowie ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland. Zusätzlich wurde die Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2016 besprochen.

GM stehe voll hinter Opel und würde für eine notwendige Finanzierung sorgen, bis eigene Profitabilität wieder möglich sei, so General Motors Vice Chairman und Opel-Aufsichtsratvorsitzender Steve Girsky. Tariferhöhungen würden weiter gestundet werden, übertarifliche Gehaltsanteile entfallen.

Die wichtigsten Veränderungen

Das Opel-Werk in Bochum werde nicht Anfang 2015 die Pforten schließen müssen. Die Produktion des Zafira Tourer werde bis zum Auslauf dort verbleiben, was vermutlich Ende 2016 sein werde. Dazu Girsky:

Opel will in Bochum bleiben. Wir wollen unser Warenverteilzentrum in Bochum behalten. Wir wollen insgesamt rund 1.200 tarifgebundene Opel-Arbeitsplätze in Bochum sichern – und den Standort zum Komponentenwerk umwandeln

Im Lagerbereich können so ungefähr 600 Arbeitsplätze verbleiben, weitere 600 in einer Komponentenfertigung.

Auch die Fertigung des F13-Getriebes in Bochum wird nicht vorzeitig eingestellt. Die Produktion wird ab dem zweiten Quartal 2013 allerdings von einem Drei- auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt. Abfindungsangebote und Altersteilzeitprogramme werden für die betroffenen 700 Mitarbeiter bereitgestellt.

In Eisenach wird zurzeit der Corsa und ADAM hergestellt. Auch nach 2015 sollen hier zwei weitere Modelle angefertigt werden. Auch das Opelwerk in Kaiserslautern wird über 2016 hinaus bestehen bleiben.

Das Stammwerk in Rüsselsheim bleibt ebenfalls bestehen und soll nach 2015 noch zwei weitere Modelle herstellen. Der Insignia wird in Rüsselsheim exklusiv fabriziert. Auch die Fertigung des F40-Getriebes bleibt eine Spezialität der Hessen. Das Entwicklungszentrum bleibt dabei auch integraler Bestandteil im internationalen GM-Entwicklungsverbund.

2012 war Opel die drittstärkste PKW-Marke in Europa. Allein in Deutschland beschäftigt der Hersteller mehr als die Hälfte seiner europaweit verstreuten 37.000 Mitarbeiter.



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