Seat Leon Test: Der schönere Golf

20.12.2012 Alle Testberichte

Neuer Seat Leon 2012 mit neuem LogoDie spanische Variante des VW Golf geht in die dritte Generation. Ausgestattet mit der Technik aus Wolfsburg, weist der Seat Leon deutlich dynamischere Züge als der Bestseller auf. Wir schauen uns den Kompaktwagen in unserem Test etwas genauer an.

Um 5,2 Zentimeter geschrumpft


Denn wie auch schon in den beiden Generationen zuvor haben die Spanier ihre eigenen optischen Vorstellungen. Fährt der Golf eher gediegen vor, so ist der Leon viel sportlicher kreiert. Entgegen dem Trend schrumpfte der Kompakte um 5,2 Zentimeter, ist aber mit nunmehr 4,26 Metern immer noch einen Zentimeter länger als der Golf. Zugleich wuchs der Radstand um 5,8 Zentimeter.

Der Zuwachs ist dabei nicht nur für die Insassen erfreulich. Durch den verlängerten Radstand sowie weiter außen angesetzten Rädern wurde das Fahrwerk deutlich sportlicher gestaltet. Gleichzeitig wurden Motor und Schwerpunkt ein wenig abgesenkt. Zudem verlor der Leon – wie der Golf – bis zu 100 Kilogramm an Gewicht.

Optimiertes Fahrwerk


Der Seat Leon CockpitDie Optimierungen zeigen sich besonders bei der Kurvenhatz. Hier saust der Leon wie an der Schnur gezogen in die Serpentinen und schafft dabei den Spagat zwischen Härte und Komfort. Besonders bemerkbar macht sich die Fahrwerkoptimierung, wenn aus dem Angebot der drei Benzin- und zwei Dieselmotoren in neun verschiedenen Leistungsstufen die stärkeren Triebwerke gewählt werden.

Mit dem 1.6 TDI Ecomotive mit 77 kW/105 PS sind die Optimierungen nur geringer spürbar. Der Selbstzünder mit lediglich fünf Gängen ist eher auf Sparsamkeit ausgelegt. Hier muss häufiger geschaltet werden, damit man nicht im niedertourigen Bereich landet. Deutlich mehr Fahrfreude verspricht der gleichstarke 1.2 TSI Ecomotive, der spritziger agiert. Zwar dauert es auch hier zehn Sekunden, ehe die 100 km/h erreicht werden, doch fühlt sich der Spurt viel schneller als beim Diesel an, der 0,7 Sekunden mehr benötigt, um in den dreistelligen km/h-Bereich zu gelangen.

Erstmals Voll-LED-Licht im Einsatz


Bis zu einer Geschwindigkeit von 191 km/h kann der Benziner die linke Autobahnspur halten. Dann sind die angegebenen 4,9 Liter allerdings Makulatur. Der Diesel soll sich mit 3,8 Litern begnügen. Stopp-Start-System und Rekuperation helfen bei beiden Modellen, den Verbrauch zu senken.

Der Minderverbrauch beim Diesel von 1,1 Litern im Vergleich zum Benziner wird zunächst durch den höheren Anschaffungspreis ausgeglichen. Während der 1.2 TSI Ecomotive bei 17.990 Euro startet, kostet der Selbstzünder 2800 Euro mehr. Es müssen also einige Kilometer zurückgelegt werden, um die Differenz zu amortisieren. Und beim Einstiegspreis wird es nicht bleiben. Wie beim Golf bietet auch Seat für den Leon zahlreiche Fahrassistenzsysteme an, die neben Komfortelementen den Preis weiter nach oben schrauben. Anders als beim niedersächsischen Vorbild steht beim Leon das erste Voll-LED-Licht in der Kompaktklasse zur Verfügung.

Fast identischer Innenraum


Der neue Seat Leon 2012 hintenIm Innenraum dagegen sind im Vergleich zum äußeren Erscheinungsbild die Unterschiede spärlich ausgefallen. Lediglich an Details der Instrumente oder Mittelkonsole sowie dem Seat-Logo wird sichtbar, dass hier ein Derivat steht. Allerdings eins, dass die Vorteile des Golfs in sich birgt.

So ist der Aufenthalt im Innenraum genauso komfortabel wie im Golf. Man setzt sich hinein und es kann losgehen. Entspanntes Fahren ist nicht zuletzt durch die gute Dämmung gegeben, denn es dringen kaum Geräusche in den Innenraum. Da zudem der Kofferraum wie beim Golf auf 380 Liter angewachsen ist, steht der Reise nichts im Weg. Diese kann bereits ab 15.390 Euro mit dem 85 PS starken Basisbenziner angetreten werden, rund 1600 Euro unter dem Einstiegspreis beim Wolfsburger Original.

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seat leon 2013

 

von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Automagazin Autogazette
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