Neuwagenmarkt 2017: Mehr Auto fürs Geld

Die Listenpreise von Neuwagen über das Internet stiegen im vergangenen Jahr weiter an. Dank ebenfalls deutlich gestiegener Nachlässe zahlten Käufer jedoch im Schnitt 267 Euro weniger.

Köln, 17.05.2018 - Neuwagenkäufer gaben im vergangenen Jahr über das Internet weniger Geld für teurere Autos aus. Die durchschnittlichen Listenpreise der von Kaufinteressenten nachgefragten Neuwagen stiegen in den letzten Jahren in Deutschland immer weiter an. Auch in 2017 wurden die Wunschautos wieder mit vielen kostspieligen Extras ausgestattet.

„Erfahrungsgemäß reinvestieren viele Interessenten die hohen Onlinenachlässe in die Sonderausstattung ihrer Neuwagen und wählen zumeist noch das ein oder andere Ausstattungsdetail darüber hinaus“, sagt Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de.

Jahr für Jahr steigt so auch das Investitionsvolumen der Käufer leicht an. Im vergangenen Jahr stiegen die Nachlässe jedoch so deutlich, dass die durchschnittlichen Kaufpreise für Neuwagen über das Internet – trotz teurer ausgestatteter Fahrzeuge – sanken. Der Neuwagenvermittler MeinAuto.de hat die Preisentwicklung über das Internet unter die Lupe genommen und darüber hinaus einige regionale Unterschiede ausgewertet.


Top ausgestattet und trotzdem im Schnitt 8.223 Euro gespart

Im vergangenen Jahr gaben Fahrzeuginteressenten über das Internet im Durchschnitt 24.740 Euro für einen Neuwagen aus. Damit investierten sie 267 Euro weniger als noch in 2016. Gleichzeitig stieg jedoch der Listenpreis eines durchschnittlichen Neuwagens um 921 Euro – auf 32.761 Euro. Die in 2017 ebenfalls spürbar gestiegenen Nachlässe sorgten dafür, dass Fahrzeuginteressenten online besser ausgestattete Fahrzeuge zu niedrigeren Preisen kaufen konnten. Im Durchschnitt konnten die Neuwageninteressenten mit einem Nachlass von 25,1 Prozent rechnen – 3,64 Prozentpunkte mehr als noch in 2016.

„Im vergangenen Jahr setzte sich der Trend fort, dass Neuwagen immer besser ausgestattet werden und so die Listenpreise steigen. Dank der hohen Nachlässe über das Internet mussten die Käufer dennoch weniger Geld ausgeben“, so Bugge weiter.


Münchener sparen auf hohem Niveau

Im deutschlandweiten Vergleich investierten Neuwageninteressenten aus München das meiste Geld in ihr Wunschauto. Im Schnitt gaben sie in 2017 26.775 Euro für das neue Fahrzeug aus. Entsprechend gut waren diese auch ausgestattet, was ein Blick auf den durchschnittlichen Listenpreis verrät. Mit 35.103 Euro konfigurierten sich Kaufinteressenten aus der bayerischen Landeshauptstadt die teuersten Fahrzeuge – 824 Euro teurer als noch in 2016. Dank hoher Nachlässe über das Internet von durchschnittlich 8.600 Euro zahlten jedoch auch die Münchner im vergangenen Jahr weniger für ihren Neuwagen als noch in 2016. Im Großraum Köln ist man beim Thema Neuwagenkauf bereits seit einigen Jahren finanziell etwas zurückhaltender. Am Rhein investierte man im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 24.080 Euro über 2.500 Euro weniger in das neue Auto als in München. Deutschlandweit führt man damit die Liste der sparsamsten Neuwagenkäufer an. Auf den niedrigsten durchschnittlichen Listenpreis der Auswertung von 31.783 Euro erhielten Käufer aus dem Ballungsraum Köln online im Durchschnitt fast 8.000 Euro Nachlass.



Redaktion: Sebastian Blens


Grafisches und tabellarisches Material:

Preisentwicklung_von_Neuwagen_ueber_das_Internet


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