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Peugeot 2008


























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Stärken:
- Geräumiges Interieur
- Verschiedene Antriebsvarianten
- Hochwertiger Innenraum
- Fortgeschrittene Sicherheitsfunktionen und Fahrerassistenztechnologien
Schwächen:
- Bei Licht sowie Bremsen mangelt es öfter
Auf den Punkt gebracht
Peugeot 2008 II im Test
Geräumiger, hochwertiger – noch erfolgreicher?
Das Erfolgsformat SUV fächert sich immer weiter auf. Rund um eine Länge von 4,3 Metern – zwischen B-Segmentern wie dem Ford EcoSport und klassischen Kompakt-SUV à la VW Tiguan – existiert heute eine dritte Gruppe. Zu ihr gehört neben VW T-Roc und Skoda Kamiq auch der Peugeot 2008. Von ihm keimt seit 2019 ein zweiter Sprössling. Ob er aufblüht, prüfen wir im Test.
Die große Wandlung vom Crossover zum SUV
2013 betrat der Peugeot 2008 – auf der technischen Basis des kleinen 208 I – den Markt als SUV-Crossover. Damals wussten selbst die Hersteller nicht so recht, wohin die Reise mit den großen Kleinwagen-SUV gehen soll. Mittlerweile sehen sie klarer. Die zweite Generation des 2008 steht auf der 2018 eingeführten CM-Plattform. Sie wird bereits vom neuen Opel Corsa, dem 208 II und dem DS 3 Crossback erfolgreich ausgeführt: herkömmlich und batterieelektrisch angetrieben. Das neue Peugeot-SUV macht sich die Wandlungsfähigkeit des Baukastens ebenfalls zu nutze. Er wandelt sich vom Mischprodukt Crossover zum waschechten SUV. Mit der Verwandlung wird er größer, geräumiger, hochwertiger – und als e-2008 obendrein zum echten Stromer. Wir drehen heute mit dem konventionell angetriebenen Modell unsere Testrunden. Drei Benziner und zwei Diesel sind für sie im Angebot – alle fünf erfüllen seit diesem Monat die Abgasnorm Euro 6d. Ihr müssen ab 1. Januar 2020 alle neu zugelassenen Pkws gehorchen: viele Hersteller zögern allerdings mit der Euro-6d-Typisierung – Die Anforderungen sind hoch.
Peugeot gehört zu den wenigen rühmlichen Ausnahmen. Was noch nicht passt, wird passend gemacht: wie die beiden jetzt aufgefrischten Vierzylinderdiesel BlueHDi 100 und 130 mit den nämlichen Pferdestärken – und 250 respektive 300 Nm Spitzendrehmoment (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 3,6/3,8 Liter auf 100 km, 96/100 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A). Insbesondere für die Dieselmotoren ist die Euro-6d-Auszeichnung ein wertvolles Gütesiegel. Der Stickoxidausstoß darf unter realen Fahrbedingungen den Ausstoß auf dem Prüfstand nur noch um 43% überschreiten – aktuell sind’s 110%. Das 2008-Diesel-Duo nimmt diese hohe Hürde seit diesem Monat anstandslos. Alle zwei erweisen sich im Test als ebenso sparsam wie effizient und putzmunter. Trotzdem rechnen sich die 1,5 Liter Selbstzünder vordringlich für Vielfahrer. Der einfache Grund: Sie kosten rund 2.500 Euro mehr als die vergleichbar starken Dreizylinder-Turbobenziner, der PureTech 100 und PureTech 130 (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5-4,8 Liter auf 100 km, 105-109 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A).

Platz en masse – ob konventionell oder elektrisch
In puncto Drehfreude und Antrittskraft kann jedoch keiner der Ottomotoren mit dem jeweiligen Selbstzünder-Gegenüber mithalten. Die Fahrleistungen der 1,2 Liter großen Benziner passen aber zu einem City-SUV: insbesondere die des PureTech 130 mit 131 PS, 230 Nm und 6-Gang-Handschaltung oder 8-Stufenautomatik EAT8. Peugeot prognostiziert, dass jeder zweite Kunde zu diesem Motor greifen wird. Nach unserer Testrunde wagen wir dieser Einschätzung nicht zu widersprechen. Der PureTech 130 kombiniert einen moderaten Testverbrauch von rund fünfeinhalb Litern mit einem 0-100-Antritt von knapp 9 Sekunden und einem Spitzentempo von rund 200 km/h. Einige Kunden wünschen sich von einem Benziner dennoch mehr Feuer. Für sie hat Peugeot den 1,2-Liter-Dreizylinder PureTech 155 EAT8 mit 155 PS und 240 Nm Spitzendrehmoment im Programm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,0 Liter auf 100 km, 113 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Ihn gibt es aber nur in Verbindung mit der “GT“-Ausstattung, die den Einstiegspreis auf 33.900 Euro hebt; gut 11.000 Euro mehr als für das Basismodell. In dieser Preisregion bewegt sich – dank des neuen E-Umweltbonus in Höhe von rund 6.600 Euro – auch der neue Stromer: mit seinem 136 PS starken E-Motor und seiner 50 kWh großen Batterie, die für knapp 320 Kilometer reicht (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 17,8 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+).
Ob konventionell oder elektrisch angetrieben: Der 2008 zeigt sich in der zweiten Baureihe in jedem Fall rundum verändert. Beträchtlich und erheblich sind die Veränderungen bei den Maßen. Das Kompakt-SUV wächst in der Länge um 14 Zentimeter auf 4,3 Meter. Die Breite legt um vier Zentimeter auf 1,77 Meter zu, die Höhe bleibt mit 1,55 Metern in etwa gleich. Besonders effektvoll ist der Zuwachs des Radstandes von 2,54 auf 2,61 Meter. Er hat zur Folge, dass die Fahrgäste im Fond um einige Zentimeter mehr Beinfreiheit genießen. Zu viert reist es sich im 2008 jetzt bequem. Durch die ungewöhnlich hohen Schultern fühlt sich die Fahrt im Fond dennoch beklemmend an; das optionale Panoramadach schafft für 900 Euro etwas Abhilfe. Apropos Hilfe: Bei großen Transportaufgaben ist der große Stauraum des Peugeot ausgesprochen hilfreich. 405 bis 1.467 Liter packt er seit 2019 weg – der Vorgänger war bereits mit 350 bis 1.194 Litern randvoll. Andere Mitbewerber überheben sich an dieser Vorgabe ebenso, etwa der Mazda CX-3 mit 350 bis 1.260 Litern und der VW T-Roc mit 445 bis 1.290. Kurzum: Der 2008 II ist in dieser Beziehung spitze – außerdem ist der Kofferraum eben und gut zugänglich (Ladekante 70 Zentimeter).
Robustes Design, teilautonome Assistenten, aufgewerteter Innenraum
Eher zur zweiten oder dritten Liga gehörte bisher der Innenraum des Peugeot 2008. Das Hinterbänkler-Dasein gehört seit dem Start des zweiten Jahrgangs indes der Vergangenheit an. Schon in der Basisausstattung “Active” blicken und streichen wir ringsum auf sicht- und fühlbar hochwertigere Materialien. Bunte Dekorleisten und Ziernähte sorgen für mehr Pep; auf Wunsch bzw. in den höheren Ausstattungen veredeln Sitzbezüge in Alcantara-Stoff die Einrichtung. Gestaltet ist der Raum um den Fahrer im City-SUV nun nach den Maßgaben des “i-Cockpit“: Neben dem zentralen Touchscreen liegt ein relativ kleines Lenkrad, das das Handling und die Übersicht verbessern soll. Im 2008 geht diese Idee auf – auch weil die Franzosen ab der “Allure“-Linie eine Novität einbauen: ihr digitales 3D-Kombiinstrument. Es animiert die wichtigsten Anzeigen und hebt diese so hervor, dass der Fahrer im Ernstfall schneller reagieren kann.
Auf ein Head-up-Display verzichtet Peugeot deshalb. Ansonsten präsentiert sich das Assistenz-Ensemble hochklassig besetzt. Ein Notbremssystem, ein Spurhalteassistent mit Lenkeingriff und eine Verkehrsschilderkennung arbeiten serienmäßig an der Sicherheit. In der Topausstattung “GT” bewegt sich der 2008 teilautonom: dank des Spurpositionierungs-Assistenten (automatische Geschwindigkeitsregler samt Stop&Go-Funktion); ein aktiver Toterwinkel-Assistent greift im Falle des Falles ebenfalls in die Lenkung ein. In die Bedienung des SUV greift der Fahrer über den mindestens 7 Zoll großen Touchscreen ein – oder über die darunterliegende Tastenansammlung; besonders übersichtlich ist letztere nicht. Dafür bindet der 2008 ab Werk Smartphones sauber ins System ein und lädt diese ab dem “Allure”-Modell ohne Kabel in der induktiven Ladestation auf. Außen dominiert den Auftritt ein neues optisches Leitmotiv: die drei Krallen der Peugeot-Löwenpfote. Sie finden sich in den Tagfahr- bzw. Heckleuchten wieder und sind harmonisch mit dem kantigen, robusten Schnitt der neuen Karosserie.
Meine Meinung zu diesem Modell:
Mit dem 2008 II verwandelt Peugeot sein kleines Crossover in ein kompaktes SUV. Das wächst kräftig und trägt den Zuwachs selbstbewusst zur Schau. Innen öffnet das Wachstum viele Freiräume – und die Tür für praktische Einsätze als Familientransporter. Moderne Assistenten, eine hochwertigere Einrichtung und ein breit aufgestelltes Motorensortiment bringen den Franzosen in der Klasse weit nach vorne.
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