VW Touareg 2014 V6 TDI Test: der edle Nomade wird moderner und sparsamer

24.11.2014 Alle Testberichte

VW Touareg 2014Wem der Tiguan zu klein oder zu wenig fein ist, der muss bei Volkswagen nicht lange suchen, um ein größeres und edleres SUV zu finden. Seit 2002 haben die Wolfsburger den VW Touareg im Sortiment - und der muss sich vor namhaften SUV-Größen wie dem Audi Q7 oder dem Porsche Cayenne keineswegs verstecken. Der zweiten Touareg-Generation wurde nun eine tiefgreifende Modellpflege zu Teil. Wir haben sie mit den nagelneuen Dreiliter-V6-Dieselaggregaten getestet.

V6-Dreiliter-Turbodiesel: mehr Saft, weniger Durst


Im Zuge der Touareg-Modellpflege hat VW dabei einem Bereich besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet, und zwar den V6-Dieselmaschinen. Das aber kommt nicht überraschend: denn die Sechszylinder sind mit Abstand die beliebtesten Antriebe im Touareg-Motorensortiment. Unverändert geblieben ist dabei die Zahl der verfügbaren Varianten - es sind deren zwei. Intensiv gefeilt wurde indessen an der Leistung, dem Verbrauch und dem Abgasausstoß der Sechszylinder. Der schwächere V6 3.0 TDI produziert hierbei wie bisher 204 PS, allerdings liegt das Spitzendrehmoment von 450 Nm jetzt früher an, nämlich schon ab 1.250 Touren. Trotzdem beschleunigt der neue Touareg mit ihm - bei einem nahezu identischen Gewicht von 2.185 Kilo - nun eine Spur langsamer: für den Sprint von null auf hundert braucht er bspw. 8,7 Sekunden und damit 0,2 mehr als vorher. Dafür aber kommt er mit deutlich weniger Kraftstoff aus: der Verbrauch sinkt laut Norm von 7,4 auf 6,6 Liter.

Um den Diesel-Durst so weit zu drosseln, haben VWs Ingenieure alle Register der Sparkunst gezogen, von der Optimierung der Start-Stopp-Automatik über ein intelligentes Energiemanagement bis hin zur überarbeiteten Tiptronic-Achtgangautomatik, die jetzt zu segeln versteht. Bei Volkswagen heißt das: Nimmt man den Fuß vom Gas, legt das DSG den Leerlauf ein und entkoppelt so fast unmerklich den Motor und den Antriebsstrang. Weil nun das Schleppmoment der Maschine nicht mehr auf den Strang wirkt, sinkt die Motordrehzahl und in der Folge auch der Verbrauch. Und noch etwas sinkt bei den neuen V6-Turbodieselmotoren, der Stickoxidausstoß, und zwar dank der neuen SCR-Katalysatoren.

VW Touareg 2014 hintenIhre Wirkung zeigt die bei Volkswagen als "BlueMotion Technology" bezeichnete Spartechnologie dann auch beim stärkeren der beiden V6 Turbodiesel. Der hat jetzt 262 anstatt 245 PS und 580 anstelle von 550 Nm Spitzendrehmoment, beschleunigt auf maximal 225 km/h, in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 - und braucht trotzdem um 0,6 Liter weniger als der Vorgänger. Laut dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) sind es 6,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer und 174 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer; im Test kommen wir bei durchaus sportlicher Fahrweise auf einen Schnitt von 9 Liter: nicht schlecht für ein 2,2 Tonnen schweren Blechpanzer.

Touareg 2014: viele neue Technik, kaum Neuerungen am Design


Den Sechszylindern ging es im Zuge der Modellpflege also an den Kragen, doch das ist ihnen wohl bekommen. Betrachtet man den neuen Touareg indes von außen, muss man zweimal hinsehen, um Änderungen zu erkennen. An den Abmessungen hat sich bspw. nichts geändert und am Schnitt des Blechkleides hat VW nur hier und dort Änderungen vorgenommen: etwa an der Front, wo jetzt ein mit verchromten Lamellen veredelter Kühlergrill glänzt, der von einer neuen, ebenfalls mit Chromlamellen verzierten Schürze und größeren, ab Werk verbauten Bi-Xenonscheinwerfern flankiert ist; oder am Heck, wo ein neuer Diffusor die knapper geformte Schürze abrundet.

Mehr zu sehen bekommen wir hingegen im Innenraum, wo VW versucht hat, den Touareg multimedial auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Ganz ist das nicht gelungen, wie sich am in die Jahre gekommenen Navi zeigt; darüber können auch die frisch hinzugekommenen Google-Funktionen und Onlinedienste nicht hinwegtäuschen. Zu überzeugen weiß aber der neue Controller, in dem alle wesentlichen Funktionen zentral gebündelt sind. Gleiches gilt für die vielen neuen Assistenzsysteme wie etwa die Multikollisionsbremse.

VW Touareg 2014 CockpitDie kleinen technischen Mängel vollends vergessen machen schließlich die hervorragende Material- und Verarbeitungsqualität sowie die fast unhörbare Ruhe im Touareg (bis weit jenseits der 130 km/h). Und das überarbeitete Fahrwerk des exklusiven Halbnomaden trägt dazu bei, dass Komfort und Agilität nun noch besser zusammengehen.

Fazit: Rein äußerlich ist die Modellpflege des VW Touareg recht spärlich ausgefallen. Die Glanzlichter verstecken sich unter der Haube, etwa im qualitativ wie technisch aufgewerteten Innenraum; oder im Antriebsraum, wo VW den beliebten Sechszylinder-Turbodieselmotoren nicht nur mehr Leistung entlocken, sondern auch mehr Sparsamkeit beibringen konnte. Bei MeinAuto.de startet der neue VW Touareg mit dem V6 3.0 TDI ab 42.026 Euro, das sind gut 20% oder umgerechnet fast 10.500 Euro günstiger als beim Hersteller. (nau)

Wer günstig ein luxuriöses Auto kaufen will, der ist also bei MeinAuto.de genau richtig - auch weil bei uns noch viele andere Edel-SUVs mit hohen Rabatten auf Sie warten; zum Beispiel den Audi Q7 ab 44.190 Euro und 19,3%, der Jeep Grand Cherokee ab 38.328 Euro und 18%; oder der Volvo XC90 ab 18.056 Euro und 11,3% Neuwagen Rabatt. Alternativ zum Barkauf können Sie den Neuwagenkauf auch mit Hilfe einer Autofinanzierung abwickeln, bspw. über einen zinsgünstigen Autokredit oder eine flexible Schlussraten-Finanzierung.









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > VW Touareg 2014 V6 TDI Test: der edle Nomade wird moderner und sparsamer
nach oben