VW Tiguan Sound im Test (2017): ist auch als Sondermodell ein Hit?

09.03.2017 Alle Testberichte

Die seit Anfang 2016 ausgelieferte zweit Generation des VW Tiguan ist wie der Vorgänger ein echter Verkaufsschlager. In Wolfsburg ist man aber trotzdem der Meinung, dass noch mehr geht. Jedenfalls legt VW das kompakte SUV - neben dem Golf, dem Polo, dem Touran usw. - als attraktives „Sound“-Sondermodell auf. Welche Besonderheiten im Tiguan Sound stecken, dass wollen wir im Test herausfinden.

Tiguan Sound lockt mit edler Optik und Top-Infotainment


vw-tiguan-sound-2017-ausen-vorne-dynamisch„Sound“ heißt also die jüngste Sondermodell-Reihe, mit der VW neue Kunden zu umgarnen sucht. Von der Bezeichnung sollten wir uns aber nicht in die Irre führen lassen. Audiophile Gusto-Stückchen sind in den „Sound“-Zubehörpäckchen rar. Grundlage der Modelle ist jeweils die mittlere Ausstattung „Comfortline“: eine Basis, die mit spezifischen „Sound“-Extras garniert wird - mit besonderem Augenmerk auf die Bereiche Multimedia, Komfort und Fahrassistenz. Natürlich putzt das „Sound“-Paket die Fahrzeuge auch optisch auf. Im Falle des Tiguan Sound stechen außen die silberne Dachreling und die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im „Woodstock“-Design heraus; letztere können für gut 1.000 Euro durch prächtige 18- oder gar 19-Zöller ersetzt werden. Die „Sound“-Plaketten auf den B-Säulen und in den Einstiegsleisten fallen indes kaum auf.

vw-tiguan-sound-2017-innen-cockpitViel deutlicher zu Tage treten die „Sound“-Marken im Innenraum, namentlich die speziellen Stoffsitzbezüge, die „Wild Cherry“-Ziernähte und die zahlreichen Dekorelemente (chromumrahmte Bedienelemente, Edelstahlkappen für die Pedale, etc.). Salopp gesagt: Innen macht der Tiguan Sound richtig was her - auch in puncto Infotainment. Serienmäßig installiert VW das umfangreiche „Composition Media“-Infotainment mit Doppel-Tuner, 8 Lautsprechern, 20 Zentimetern Farb-Touchdisplay, MP3-Player, Telefonanbindung und einer USB-Schnittstelle für iPhone/iPod. Wer 1.200 Euro drauf legt, bekommt sogar das Top-Navi-System „Discovery Pro“ verbaut, das unter anderem ein DVD-Laufwerk und eine 35 GB große SSD-Festplatte beinhaltet. Das besondere „Sound“-Zuckerl ist in diesem Fall ein Preisnachlass von rund tausend Euro. Bei all den Extras wollen wir indes nicht vergessen, dass der 4,49 Meter lange Tiguan II schon ab Werk viel zu bieten hat: nicht zuletzt mehr Platz und Variabilität. Ein Beispiel: Das Kofferraumvolumen, das von 470 auf 615 – und bei umgelegten Rückbanklehnen – von 1.510 auf 1.655 Liter gewachsen ist. Selbst der geräumige Mazda CX-5 kommt da mit 503 bis 1.620 Litern nicht ganz mit.

Von Komfortzuwächsen und optionalen Klangboni


Viel Platz aber ist nur eine notwendige, keine hinreichende Voraussetzung für einen hervorragenden Komfort. Der Tiguan II bringt allerdings alle Anlagen für diesen mit. Im kompakten Wolfsburger sitzt man hoch, unbedrängt – und sehr bequem. Vorne gewährleisten das die fest gepolsterten, beheizbaren Komfortsitze mit ihren serienmäßigen Lendenwirbelstützen. Im Sondermodell breitet sich die Behaglichkeit auf den gesamten Innenraum aus, vorausgesetzt man bucht das 255 Euro teure Winterpaket mit. Dessen Klimaautomatik „Air Care Climatronic“ sorgt mit dem Allergenfilter nicht nur für gute Luft – sondern dank drei separat regulierbarer Zonen auch überall für die gewünschte Raumtemperatur. Die beheizbaren äußeren Rücksitze gewährleisten schließlich, dass die behagliche Wärme auch von unten kommt. Und wie steht's mit dem passenden Sound? Serienmäßig recht ordentlich. Und wer im Tiguan Sound seinen High-End-Klang nicht missen will, der kann mit dem „Sound Plus“-Paket und dessen Surround-Soundsystem „Dynaudio Excite“ aufrüsten.

VW Tiguan 2017: SUV-Neuwagen zum Top-Preis

vw-tiguan-sound-2017-ausen-hinten-dynamischApropos Sound: Am Ende geben in einem Auto - noch zumindest - die Motoren den Ton an. Im Tiguan Sound spielen wahlweise sechs Antriebe in dreizehn verschiedenen Besetzungen auf – das sollte für jeden das richtige dabei sein. Eigentlich, denn uns fehlen in diesem Antriebsorchester die beiden Topmotoren: Der 2.0 TSI mit 220 und der 2.0 TDI mit 240 PS. Klanglich heben sie sich vom Rest zwar kaum ab – in ihrem Antriebseifer aber stehen sie deutlich über den anderen Motorvarianten. Ein Beispiel: Den 0-100-Sprint absolvieren beide in sehr sportlichen sechseinhalb Sekunden. Vernünftig betrachtet ist das rund 1,7 Tonnen schwere Sondermodell auch mit den gebotenen Aggregaten in jedem Fall kräftig genug motorisiert. Die Benziner-Palette reicht vom 1.4 TSI mit 125 PS über den 1.4 TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung (ACT); bis hin zum 2.0 TSI Allrad mit 180 PS. Die Verbräuche bewegen sich nach Norm von 5,8 bis 7,4 (132 bis 170g CO2) - und im Test von sieben bis knapp neun Liter.

Assistenz-Extras rund das „Sound“-Paket ab


vw-tiguan-sound-2017-ausen-seiteDie Vierzylinder-Turbodiesel sind naturgemäß um einiges sparsamer unterwegs. Der 115 PS starke 2.0-TDI-Basisdiesel begnügt sich bspw. mit 4,7 Litern nach Norm (123g) und knapp sechs Litern im Testmittel; der stärkste Selbstzünder gönnt sich bei einer Leistung von 190 PS und Allradantrieb einen Liter mehr (149g). Allerdings kosten die Dieselaggregate im Schnitt auch rund 2.000 Euro mehr. Um den Mehrpreis wieder hereinzufahren, müssen im Jahr schon gut 15.000 Kilometer abgespult werden.

Egal ob Diesel oder Benziner - motorisch hat der Tiguan Sound keine Besonderheiten zu bieten. Bei der Assistenzarmada rüstet VW allerdings noch einmal auf. Zusätzlich fix an Bord ist die Distanzregelung ACC, die bis 210 km/h automatisch den Abstand regelt - und im Notfall das SUV auch stoppt (automatische „Fahrzeugstopp-Funktion“ aber nur bei DSG-Modellen). Zusätzlich hat das Umfeld-Beobachtungssystem „Front Assist“ den Verkehr ringsum stets im Blick. Die Sound-Fetischisten, die sich bereits mit dem knapp 2.300 Euro teuren „Sound Plus“-Paket belohnt haben, erwartet in puncto Sicherheit ein weiterer Bonus. Sie dürfen sich über das im Paket enthaltende „Active Lighting System“ freuen, das mit den LED-Scheinwerfern, -Tagfahrlichtern und den dynamischen Lichtassistenten den vollen Durchblick schafft.

Technische Daten des VW Tiguan Sound:
PS-Anzahl:min. 115 PSmax. 190 PS
kW-Anzahl:min. 85 kWmax. 140 kW
Antriebsart:Frontantrieb oder 4x4 Allradantrieb
Getriebeart:Manuell oder DSG
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 4,7 l/100kmmax 7,3 l/100km
CO2-Emission:min. 123 g/kmmax. 168 g/km
Effizienzklasse:min. Dmax. A
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 31.275 Euro
Link zum Konfigurator:Hier den VW Tiguan Sound konfigurieren

Fazit zum VW Tiguan Sound Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Wie der Tiguan selbst macht auch das Sondermodell, der Tiguan Sound, im Grunde nichts Außergewöhnliches. Hier ein Komfortextra mehr, dort eine Zierleiste extra - und innen ein erweitertes Infotainment. Trotzdem kommt am Ende etwas Besonderes heraus - auch beim Preis. Bei MeinAuto.de legt das Sondermodell schon mit 25.761 Euro los, also fast 5.900 Euro bzw. 18,8% günstiger als gelistet. Der normale Tiguan kostet ab 22.550 Euro und 16,5% Rabatt.

 
5 von 5 Punkten


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Der Tiguan steht mit seinem günstigen Preis in unserem Autohaus aber nicht allein da. Auch andere kompakte und große SUV gibt es bei uns zu höchst attraktiven Preisen, z.B. den Nissan X-Trail N-Vision ab 24.162 Euro und 27,8%, den neuen Skoda Kodiaq ab 21.635 Euro und 17,4%; oder den Audi Q3 ab 23.498 Euro und 19,5% Neuwagen Rabatt. Ebenso bei MeinAuto.de zu finden sind diverse Optionen der Finanzierung, zum Beispiel ein zinsgünstiger Autokredit oder ein höchst attraktives Autoleasing.









 
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