VW Scirocco Test: mehr als bloß heiße Luft

29.08.2014 Alle Testberichte

Dass der Scirocco, der südlich bis südöstlich wehende Wind aus der Sahara, viel Staub aufwirbeln kann, sehen wir, wenn sich in unseren Breiten der Himmel durch den Sahara-Sand wieder einmal rötlich einfärbt. Der VW Scirocco soll es seinem Namensgeber gleich tun und die Konkurrenz aufwirbeln. Wir haben uns das luftige Spektakel vom Fahrersitz der eben aufgefrischten 3. Generation aus angesehen. Testbericht.

Design: raffiniert verfeinert


VW Scirocco 2014Seit vierzig Jahren hat VW das viersitzige Sportcoupé im Sortiment; und rechtzeitig zum Jubiläum haben die Wolfsburger der seit 2008 ausgelieferten dritten Generation ein großes Upgrade verabreicht, um es einmal in der IT-Sprache auszudrücken. Im Zuge der Auffrischung bekam das kompakte Coupé neben vielen technischen Verbesserungen auch einige optische Überarbeitungen spendiert. Und ebendiese wollen wir zuerst in Augenschein nehmen.

Um die wenigen Designänderungen am blechernen Sportanzug des neuen Scirocco erkennen zu können, braucht es allerdings ein Vergleichsobjekt. Im Idealfall ist das ein Exemplar des alten Wirbelwindes, das uns ein Kollege dankenswerterweise bereit gestellt hat. Wir vergleichen also und entdecken in der ersten Runde um den Wagen, dass VW alle Scheinwerfer und Leuchten modifiziert hat: sowohl die Front- wie die Nebelscheinwerfer und die Heckleuchten, die jetzt mit LEDs geschmückt sind. Hinten fällt uns auch gleich die neue Heckklappe auf, die sich jetzt - wie beim neuen Golf - über das VW-Logo öffnen lässt. Als wir dann ein paar Schritte zurücktreten, offenbart sich uns noch: Der überarbeitete Scirocco wirkt durch die schärfer geschnittenen Stoßfänger an der Nase und am Heck breiter, dynamischer. Tatsächlich aber sind die Maße des kompakten Sportlers fast unverändert geblieben.

R 2.0 TSI: rasant unterwegs


Damit haben wir dann aber alle Designänderungen gesehen und wir schwingen uns – mehr oder weniger behände – hinters Ledervolant, das aus dem Golf übernommen wurde. Empfangen werden wir dort von fest zupackenden, bequem gepolsterten Sportsitzen und einer neu gestalteten Mittelkonsole. Auf der sitzen jetzt drei neuen Instrumente, eine Stoppuhr, ein Ölthermometer und eine Anzeige für den Ladedruck. Das Platzangebot ist vorne weiterhin sehr großzügig, im Fond für zwei Erwachsene ausreichend und im Heck mit 312 Litern Gepäckraumvolumen ordentlich. Für ein Update des Infotainment-Systems war dann aber offenbar kein Platz mehr: für uns jedoch ein lässlicher Mangel, denn in erster Linie soll ein Coupé Spaß machen - und den wollen wir jetzt auch haben.

Damit der Fahrspaß aber nicht zu kurz kommt, haben wir den frischen Scirocco mit dem stärksten verfügbaren Motor getestet – mit dem ebenfalls nagelneuen 280 PS starken Vierzylinder-Turbobenziner (vorher 265 PS). Der 2.0 TSI verleiht dem Coupé nicht nur den Namenszusatz R - das Kennzeichen für die Topversion -, sondern auch ein wahrhaft rassiges Temperament. Neben den 280 Pferden, die den 1.984 cm³ Hubraum entspringen, sind dafür vor allem die 350 Nm Spitzendrehmoment verantwortlich. Sie drehen ab 2.500 Touren mit voller Wucht an der Kurbel und lupfen den Wirbelwind in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo hundert - und das obwohl der Scirocco-R leer ganze 1.426 kg wiegt. Zu Ende ist der Temperamentsausbruch dann bei 250 km/h, wo die Wolfsburger den elektronischen Riegel vorschieben.

Der lebendige Charakter des Coupés hat allerdings auch seinen Preis: zum einen ist er gut 12.000 Euro teurer als die Basis; und zum anderen ist er recht trinkfreudig: die 8,0 Liter NEFZ-Verbrauch sind bei zurückhaltender Fahrweise zwar fast zu erreichen, gibt man dem R 2.0 TSI die Sporen, wird es jedoch rasch zweistellig. Immerhin aber verbraucht der Turbobenziner jetzt ein Fünftel weniger als der schwächere Vorgänger.

Fahrwerk: den Kurven zugeneigt


VW Scirocco 2014 hintenWer indes den Spaß nicht nur auf der Straße, sondern auch an der Zapfsäule sucht, der sollte eine der drei Benziner-Alternativen (mit 125, 180 oder 220 PS) oder einen der beiden Turbodiesel wählen. Gerade der Topdiesel ist mit seinen 350 Nm Drehmoment und seinen 184 PS - bisher 177 PS - ein Meister des Spagats zwischen sportlicher Leistung und spartanischem Verbrauch. 7,5 Sekunden für den 0-100-Sprint und 4,4 Liter Normverbrauch bezeugen das eindrucksvoll.

Einen tiefen Eindruck hinterlässt der VW Scirocco dann auch mit seinem Handling, wobei die Wolfsburger am Fahrwerk nichts verändert haben. Doch das war auch nicht nötig, denn das alte wie das neue Coupé ziehen - dirigiert von der sensiblen und exakten Servo - um die Ecken, dass es nur so eine Freude ist. In der von uns getesteten R-Version ist ab Werk auch schon die elektronische Differenzialsperre XDS an Bord, damit die 18-Zöller ja nie an Grip verlieren.

Fazit: Mit den raffinierten Designmodifikationen und den kräftigeren wie sparsameren Motoren erstrahlt der geliftete VW Scirocco nun in neuem Glanz. Allein das auf dem alten Stand belassenen Infotainment-System nimmt diesem ein wenig die Strahlkraft. Beim fröhlichen Staub aufwirbeln aber stört das nicht.

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