VW Polo 1.4 TDI Bluemotion Test: Sparwunder oder blaues Wunder?

24.04.2015 Alle Testberichte

Im Frühjahr 2014 brachte VW die Modellpflege des Polo V auf den Markt. Seitdem ist der kleine Wolfsburger mit einem nagelneuen Multimediasystem, zahlreichen modernen Sicherheitsassistenten und frischen Dieselaggregaten unterwegs. Die alten Vierzylinder wurden dabei durch mehrere Variante des 1.4 TDI Dreizylinders ersetzt. Wir sind den neuen Selbstzünder nun in der - zumindest nominell - besonders sparsamen "Bluemotion"-Variante gefahren.

1.4 TDI Bluemotion: mehr als nur sparsam


vw polo 2015 test hintenBeim Motor lautet unsere Testdevise diesmal also: wenn schon, denn schon - wenn schon einen sparsamen Diesel, dann gleich den sparsamsten im Regal. Der sparsamste Selbstzünder trägt bei Volkswagen ja traditionsgemäß den Titel "Bluemotion" und hat eine ganze Legion Spritspartechnologien im Gepäck. So passen die Wolfsburger zum Beispiel die Software des Motormanagements an, sie senken die Leerlaufdrehzahl, übersetzen das Getriebe in den hohen Gängen länger, bauen ein Start-Stopp-System mit Bremsenergierückgewinnung ein, legen die Karosserie tiefer, optimieren die Aerodynamik - und ziehen zu guter Letzt Leichtlauf-Reifen auf. Beim Polo 1.4 TDI Bluemotion sind es vier 15-Zoll-Räder mit Leichtmetallfelgen und rollwiderstandsoptimierten 185/60-Pneus. VW investiert bei den Bluemotion-Modellen also viel Energie, um die Effizienz zu steigern, was in des Testers Kopf zwei Fragen auftauchen lässt: Ist der kleine Dreizylinder tatsächlich so sparsam, wie VW verspricht? Und reicht die Leistung des Selbstzünders für den Kleinwagen-Alltag aus?

Beginnen wir mit der Frage nach der Leistung. Der wassergekühlte, ruhig laufende Reihendreizylinder mit Abgas-Turbo, 12 Ventilen und Common-Rail-Einspritzung leistet 75 PS und - zwischen 1.500 und 2.000 Touren - ein maximales Drehmoment von 210 Nm. Bei einem Gewicht von lediglich 1.165 Kilogramm sollte mit dieser Leistung doch einiges möglich sein, denken wir uns, als der frisch aufpolierte Polo nach achteinhalb Sekunden schon die 80er-Marke hinter sich gelassen hat; und schnurstracks Richtung Hunderter marschiert. Erledigt ist der Standardsprint dann nach etwas weniger als 13 Sekunden. Der 1.4 TDI Bluemotion kommt also vor allem unten heraus flott in Schwung - und das ist bei einem Stadtstreuner wie dem Polo auch das wichtigste. Der sparsame Selbstzünder zeigt uns aber auch, dass er problemlos auf Überlandfahrten eingesetzt werden kann. 178 km/h Spitze und 12 Sekunden für den Zwischensprint von 80 auf 120 km/h im vierten Gang lösen zwar keine Adrenalin-Schübe aus, für den gelegentlichen Abstecher auf die Autobahn reicht es aber allemal aus.

Neuer Polo: sparsam, sicher und wendig


Der Oberspardiesel schafft in der Spitze übrigens 5 km/h mehr als der herkömmliche 1.4 TDI, was er den aerodynamischen Optimierungen verdankt. Mit ihnen sind wir nun bei der Frage nach dem tatsächlichen Verbrauch angelangt. VW verspricht mit Verweis auf den berühmt-berüchtigten Neuen Europäischen Fahrzyklus atemberaubende 3,1 Liter respektive 82 Gramm CO2-Ausstoß (anstatt 3,4 und 88 Gramm beim nicht ganz so sparsamen Bruder, der allerdings auch deutlich effizienter arbeitet als der vierzylindrige Vorgänger). In der Realität sind solche Werte freilich nicht zu schaffen, aber mit 4 bis 4,5 Litern kommt der 1.4 TDI Bluemotion im Schnitt trotzdem sehr sparsam über die Runden.

Der überarbeitete Polo kann jedoch mehr, als bloß sparend über die Runden kommen. Der Kleine wird jetzt nämlich mit Hilfe einer elektro-mechanischen Servolenkung gesteuert, die gefühlvoller und direkter arbeitet als die alte. Zudem öffnet sie die Tür für Sicherheitsassistenten wie die City-Notbremsfunktion, den automatischen Distanzregler und die Einparkhilfe samt Rückfahrkamera. Der neue Polo ist mit diesen optionalen Helfern nun noch sicherer unterwegs als der Vorgänger - und außerdem liegt er satter und federt um den Deut feiner. Wer will, der kann den kleinen Polo jetzt also richtig zackig durch die Kurven tanzen lassen, nicht zuletzt mit dem 280 Euro teuren Sportfahrwerk.

Innenraum: mehr Qualität, mehr Modernität


vw polo 2015 test kofferraum
VW Polo Test: Kofferraum


Damit aber nicht genug, auch innen hat VW beim Polo kräftig nachgebessert. Dort war es allerdings auch am dringendsten notwendig. Gelungen ist das Nachbessern bei der Qualität der verbauten Materialien und bei der Aufwertung des Infotainment-Systems, das jetzt mit einem scharfen Touchdisplay und der "MirrorLink"-Technik glänzt, mit der externe Geräte flott ans Multimediasystem gekoppelt werden können. Die Bedienung des Kleinen bleibt indessen eher unübersichtlich - und der Kofferraum bleibt mit 280 bis 952 Litern weiterhin recht klein. Ins Heck eines Opel Corsa passen bspw. 285 bis 1.090, in das eines Nissan Micra 265 bis 1.132 Liter.

Fazit: Feiner gefedert, moderner eingerichtet und üppiger ausgestattet - auch der modellgepflegte VW Polo fährt bei den Kleinwagen ganz vorne mit; vom Kofferraum einmal abgesehen. Und der "Bluemotion"-Variante des 1.4 TDI macht den Polo mit seinem geringen Verbrauch sogar wieder zum Vorzeigeschüler. Bei MeinAuto.de kostet der VW Polo BlueMotion 1.4 TDI dabei ab 13.896 Euro, das sind rund 3.500 Euro bzw. 20,7% weniger als der empfohlene Verkaufspreis. In der Basisversion gibt es ihn ab 10.115 Euro.

Auf MeinAuto.de finden Sie dabei ausschließlich Neuwagen - Jahreswagen gibt es bei uns nicht, dafür aber günstige Polo-Alternativen mit hohen Rabatten, etwa den Opel Corsa ab 9.583 Euro und 23,6% Rabatt, den Fiat 500 ab 8.903 Euro und 33%; oder den Opel Adam ab 9.941 Euro und 19% Neuwagen Rabatt. Beim Autokauf können Sie dabei auch eine unserer interessanten Autofinanzierungsmöglichkeiten nutzen, zum Beispiel den zinsgünstigen Autokredit oder das Auto Leasing, das vor allem für Geschäftskunden besonders attraktiv ist.









 
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