VW Beetle Sound im Test (2017): der renovierte Käfer auf Sondermodell-Tour

24.04.2017 Alle Testberichte

Dass VW daran denkt, den VW Beetle ab 2018 aus dem Programm zu nehmen, hören Fans des Käfer-Nachfolgers gar nicht gerne. Jede aufmunternde, frohe Botschaft ist da höchst willkommen. Und die gibt es auch - z.B. den Markstart des neuen "Käfer"-Sondermodells Beetle Sound. Ob der dazu angetan ist, die Stimmung unter den Beetle-Anhängern nachhaltig zu heben? Die Antwort lesen Sie in unserem Testbericht.

Beetle Sound macht mächtig Eindruck


vw-beetle-2016-ausen-vorne-dynamischNach der Neugestaltung des Designs im vergangenen Jahr darf sich der VW Beetle jetzt über die nächste Auffrischung freuen. Der Käfernachfolger geht als "Sound"-Sondermodell auf Tour - ebenso wie übrigens das offene Schwestermodell Beetle Cabrio und zahlreiche Konzerngeschwister, bspw. der VW Golf Sportsvan oder der VW Scirocco. Im Gepäck hat der Beetle Sound einen stolzen Preisnachlass, der sich auf maximal 3.900 Euro summiert; und ein Bündel an Extras, das sich mit Zusatzpaketen individuell ausgestalten lässt. Außergewöhnlich ist diese Grundidee natürlich nicht - aber gilt das auch für den Beetle Sound selbst? Nun, so viel ist sicher: Das Sondermodell geizt nicht mit Sonderzubehör. Wenn wir eine Runde um den Beetle drehen, entdecken wir: Das flotte Coupé steht in der "Sound"-Ausführung auf 17-Zoll-Pneus, die auf den Leichtmetallfelgen "Linas" - in elegantem Schwarz gehalten - aufgezogen sind. Die Spiegelkappen mit integrierten Blinkern lackieren die Wolfsburger in Wagenfarbe, die Schweller verzieren sie mit Chromeinlagen; und die hinteren Scheiben werden verdunkelt.

Uns gefällt, was wir auf der ersten Umrundung gesehen haben. Deshalb falten wir uns zusammen, um uns in der Wolfsburger Halbkugel gemütlich einzunisten. Wir tun dies in den mit speziellen "Sound"-Stoffbezügen umhüllten Sitzen, die uns mit Lendenwirbelstützen und einer Sitzheizung verwöhnen. Dank der serienmäßigen 2-Zonen-Klimaautomatik mit Allergenfilter finden wir auch rasch die richtige Wohlfühl-Temperatur. Wie immer in einem VW brauchen wir nicht lange, um zu wissen, wo was einzustellen ist. Damit bleibt uns mehr Zeit, die "Sound"-Interieurdetails zu inspizieren: Z.B. die zusätzlichen Chromelemente, die Edelstahlpedalkappen - oder die mit Ziernähten in der Farbe "Wild Cherry" geschmückten Matten und Kopfstützen. Die Zeit reicht auch aus, um uns zu fragen, wo die Aktion im Aktionsdesgin-Dashpad „Equalizer“ steckt. Ein Antwort auf diese Frage konnten wird aber nicht finden.

Fetter Sound & mageres Assistenzangebot


vw-beetle-2016-innen-cockpitEin erstes Zwischenfazit ist dennoch möglich. Ob außen oder innen, optisch verleihen die "Sound"-Extras dem Beetle eine besonders edle Note. Der nächste Punkt auf unserer Checkliste: das Multimedia-Angebot. Der Beetle Sound geht serienmäßig mit dem Radiosystem „Composition Media“ an den Start (in der 2016er-Version mit einem 16-Zentimeter-Farbtouchscreen, 20 Watt, CD-Player, USB- und Telefonschnittstelle, etc.). Es kann auch über das ebenfalls ab Werk mitgelieferte Multifunktions-Lederlenkrad bedient werden. Zur Beetle-Sound-Infotainment-Werksausstattung gehört außerdem das Navigationssystem „Discover Media”. Mit ihm findet man nicht nur den schnellsten Weg zum Ziel; sondern auch den schnellsten Weg durch die Stauhotspots. Und falls man doch einmal im Stau steckt? Dann vertreibt man sich die Zeit mit Telefonieren über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung; oder man koppelt das Smartphone über die "AppConnect"-App mit dem Infotainmentsystem.

vw-beetle-2016-ausen-hinten-dynamischWem das immer noch zu langweilig ist, der kann sich mit dem Soundsystem „Fender“ Party-Stimmung in den Beetle holen. Ein 10-Kanal-Verstärker mit Class-A/B-Endstufen und 400 Watt Leistung, 8 Lautsprechern und einem Subwoofer sorgen dafür, dass das Sound-Sondermodell tatsächlich einen fetten Sound produziert. Visuell unterlegt wird das Klangerlebnis von der dreifarbigen Ambientbeleuchtung. Das Fender-System ist übrigens Teil des 1.220 Euro teuren "Sound plus"-Pakets, zu dem auch die 18-Zoll-Leichtmetallräder „Twister“; und Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlichtern gehören (Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht sind indessen serienmäßig). Obendrauf gibt es noch einen Preisvorteil von 1.400 Euro. Nicht ganz so üppig stattet VW den Beetle Sound im Bereich der Assistenzsysteme aus. Fix an Bord sind eine Geschwindigkeitsregelanlage, ein Parkpilot, eine Müdigkeitserkennung und eine Multikollisionsbremse. Einen City-Notbrems-, einen Spurhalte- oder gar einen autonomen Stauassistenten suchen wir in der Zuberhörliste aber vergeblich. Schade eigentlich.

Beetle als Sondermodell ohne besondere Motoren


vw-beetle-2016-ausen-seite-dynamischImmerhin, optional sind ein Todwinkelwarner, eine Rückfahrkamera und ein schlüsselloses Start- und Schließsystem erhältlich. Offen sind auf unserer Test-Checkliste nun noch die Punkte Motoren und Fahrverhalten. Der Beetle Sound hat diesbezüglich keine Besonderheiten zu bieten. Bei den Motoren muss man sogar auf den Zweiliter-Topbenziner mit 220 PS verzichten. Zur Wahl stehen der 1.2 TSI Vierzylinder-Turbo mit 105 PS (5,3 bzw. 5,1 mit DSG und 123 bzw. 119g CO2); und der150 PS starke 1.4 TSI (5,6 bzw. 5,3 Liter 122 -129g), der in der Spitze 203 km/h schafft. Im Dieselregal lagern zwei Varianten des sparsamen 2.0 TDI Common-Rail-Vierzylinders: eine mit 110 und eine mit 150 PS (4,1 bzw. 4,2 und 4,5 bzw. 4,7 Liter NEFZ-Verbrauch).

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Beim Fahrwerk belassen es die Wolfsburger bei der regulären Konfiguration - kein Wunder, ist ihnen doch schon beim ersten Versuch 2011 ein großer Wurf gelungen. Der neuen Beetle fährt sich nämlich sowohl komfortable wie ausgesprochen agil - eine äußerst rarer Fahrwerkspaarung. Apropos rar. Wie im normalen Beetle ist auch im Beetle Sound Freiraum ein rares Gut. Für zwei Insassen reicht der Platz aber locker, nur beim Gepäck heißt es  knausern. Denn mehr als 310 Liter nimmt das Coupé bei aufgestellter Rückbank nicht mit. Als Trost sei erwähnt: Das deutlich längere BMW 2er Coupé verstaut auch nicht mehr als 390 Liter.

Technische Daten des VW Beetle Sound:
PS-Anzahl:min. 105 PSmax. 150 PS
kW-Anzahl:min. 77 kWmax. 110 kW
Antriebsart:Frontantrieb
Getriebeart:Manuell oder DSG
Kraftstoffart:Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert):min. 4,3 l/100kmmax. 5,8 l/100km
CO2-Emission:min. 114 g/kmmax. 134 g/km
Effizienzklasse:min. Amax. C
Abgasnorm:Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis:ab 27.475 Euro

Fazit zum VW Beetle Sound Test


MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Die Zukunft des VW Beetle mag ungewiss sein. Die Gegenwart sieht hingegen rosig aus, nicht zuletzt dank des neuen Sondermodells VW Beetle Sound. Das kombiniert ein edles Äußeres mit einem modernen Inneren und einem flotten Hüftschwung. Als Bonus gibt es einen satten Rabatt. Bei MeinAuto.de können Sie das Sondermodell schon ab 18.544 Euro kaufen, das sind fast 5.000 Euro bzw. 21,5% günstiger als im normalen Autohaus.

     
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