Toyota Yaris 1.4 D-D4 Test: altbewährter Diesel in neuem Kleid

24.09.2014 Alle Testberichte

Seit August erstrahlt der Toyota Yaris in neuem Glanz. Verantwortlich dafür ist eine ausgeprägte Modellpflege, welche die dritte Generation noch besser für den Konkurrenzkampf in der Kleinwagenklasse wappnen soll. Ob der neue Yaris weiter auf Erfolgskurs kreuzt und gegen Kontrahenten wie den Ford Fiesta, den Renault Clio oder den VW Polo bestehen kann, haben wir uns in einem ausführlichen Test angesehen. Angetreten ist der Yaris dabei mit dem 90 PS starken Topdiesel 1.4 D-4D.

1.4 D-4D: flotter Turbodiesel mit Durst


toyota yaris 2014 faceliftDer einzige Diesel im Yaris-Antriebssortiment steht in unserem Testprogramm auch gleich ganz oben auf der Checkliste. Er ist im Zuge der Modellpflege unangetastet geblieben, der einzige Turbomotor in der Motorenpalette - und eben deshalb das quirligste Aggregat im Yaris-Stall. In seinen 1,4 Litern Hubraum erzeugt der per Common-Rail-Einspritzung versorgte Vierzylinderselbstzünder 90 PS und 205 Nm maximales Drehmoment, das ab 1.800 Touren anliegt. Mit der früh anpackenden Drehkraft ist sichergestellt, dass der knapp 1,2 Tonnen schwere Minivan nicht lange zaudert und flott in die Gänge kommt: So kratzt der Yaris 1.4 D-4D schon nach knapp 3 Sekunden an der Fünfzigermarke, eilt nach exakt 11 Sekunden schon mit 100 km/h über den Asphalt; und knackt nach 19 Sekunden die Autobahnrichtgeschwindigkeit. Zu Ende geht der Vortriebsdrang dann bei 175 km/h.

Mit diesen Werten erweist sich der Yaris 1.4 D-4D zwar nicht als protziger Sportler, aber als ein völlig ausreichend motorisierter Kleinwagen. Das bestätigt auch der Blick auf die Zeiten bei den Zwischensprints und der Vergleich mit der Konkurrenz. Für den Antritt von 80 auf 120 km/h im 5. Gang benötigt der kleine Japaner nur rund 13 Sekunden, eine Zeit, mit der er sogar den nagelneuen, ebenfalls 90 PS starken 1,4-Liter Dreizylinder des VW Polo in Schach halten kann.

Der neue Yaris fährt sich wendiger und präziser


Beim Verbrauch indes zeigt sich, dass der Selbstzünder im Yaris schon einige Jahre auf dem Tacho hat. 3,8 Liter Normverbrauch pro 100 Kilometer bzw. 108 Gramm CO2 pro Kilometer sind gut, aber in der Kleinwagenklasse kein Spitzenwert mehr. Der erwähnte Dreizylinder des Polo kommt bspw. mit 3,4 Litern und 88 Gramm aus. Außerdem gönnt sich der spritzige Turbodiesel des Yaris im Alltagstest deutlich mehr als im Normtest. Wir haben einen Durchschnittsverbrauch von 6,1 Litern gemessen. Wer den kleinen Toyota wirklich auf Sparflamme betreiben will, der sollte deshalb die Hybridvariante genauer inspizieren. Denn das 100 PS starke Doppelaggregat kommt mit 3,3 Litern aus, auf der Autobahn produziert es aber stärkere Arbeitsgeräusche als der laufruhige Turbodiesel. Am Ende lässt sich der Test des Selbstzünders kurz und knapp wie folgt zusammenfassen: nicht brandneu, aber gut, wenn auch nicht Übergebühr sparsam.

Beim Motor sahen sich Toyotas Ingenieure folglich mit keinem dringenden Handlungsbedarf konfrontiert und konnten nach Voltaires' Motto vorgehen: Das Bessere ist der Feind des Guten. Beim Fahrwerk allerdings gab es reichlich Verbesserungspotential - und das haben die Ingenieure auch weidlich genutzt. In einem ersten Schritt wurde dabei die Karosserie versteift. Zusätzlich verpassten die Fahrwerksexperten dem Minivan hinten eine neue Achse und an beiden Enden sensiblere Dämpfer und Federn. Abgerundet wurde die Handling-Kur mit einer präziseren Servolenkung, mit der wir den agilen Yaris nun stets exakt im Griff haben. Tatkräftig unterstützt werden wir dabei von den vier Scheibenbremsen, die den Toyota aus 100 Stundenkilometern nach rund 37 Metern zum Stehen bringen.

Gelungener optischer und technischer Aufputz


Ebenfalls tiefgreifend gewirkt haben die Ingenieure im Innenraum des neuen Yaris. Die verwendeten Materialien sind hochwertiger, ihre Verarbeitung ist sorgfältiger und die gesamte Einrichtung schlicht besser als beim Vorgänger. Besonders überzeugen konnte uns die entschlackte Mittelkonsole und das viel übersichtlicher gestaltete Multimediasystem "Touch2" mit seinem hochauflösenden, 6,1-Zoll großen Touchscreen (für 590 Euro extra auch mit Mirror-Link-System, das die Kopplung mit externen IT-Geräten zum Kinderspiel macht).

toyota yaris 2014 facelift hintenNeben den Änderungen fanden wir im Innenraum aber auch die ein oder andere Konstante, etwa das für einen Kleinwagen nach wie vor sehr großzügige Raumangebot. Das beschränkt sich überdies nicht nur aufs Cockpit und die Rückbank, sondern erstreckt sich auch auf den Gepäckraum. Er fasst 286 bis 786 Liter (Beladung bis zur Fensterkante) und spielt damit in der oberen Kleinwagenliga mit. Der Opel Corsa schleppt zum Beispiel 280 Liter, der VW Polo 285, nur der 10 Zentimeter längere Clio aus dem Hause Renault schafft mit 300 Litern ein wenig mehr.

Fazit: Der modellgepflegte Toyota Yaris 1.4 D-4D macht - trotz des unveränderten Motors - eine bessere Figur als sein Vorgänger. Der Turbodiesel haucht auch dem neuen Yaris genügend Leben für Stadt und Land ein. Der überarbeitet Innenraum ist jetzt sowohl technisch als auch qualitativ voll auf der Höhe. Und das neue, flottere Design mit dem x-förmigen Kühlergrill steht dem Kleinen wunderbar zu Gesicht. Letzteres verzieht auch keine Mine, wenn wir nach dem Preis fragen. Bei MeinAuto.de kostet der neue Yaris 1.4 D-4D als Viertürer ab 13.361 Euro, rund 3.000 Euro bzw. 18,6% weniger als beim Hersteller. Als Zweitürer ist er sogar schon ab 13.064 Euro zu haben. (nau)

Neben dem Yaris finden Sie in unserem Autohaus online auch viele andere preiswerte Kleinwagen, etwa den Opel Corsa ab 11.980 Euro (exklusive der maximal 26,8% Rabatt), den Renault Clio ab 9.833 Euro und 21,68%; oder den VW Polo ab 9.817 Euro und 24,94% Preisnachlass. Die Rabatte erhalten Sie auch, wenn Sie sich für eine unserer Autofinanzierungen entscheiden, bspw. die flexible Schlussraten-Finanzierung oder das günstige Auto Leasing.









 
Sie sind hier: Startseite > Tests & News > Testberichte > Toyota Yaris 1.4 D-D4 Test: altbewährter Diesel in neuem Kleid
nach oben