Toyota Prius Plugin-Hybrid: An die Steckdose

08.11.2012 Alle Testberichte

Der neue Toyota Prius Plug-in Hybrid 2012Hybrid-Pionier Toyota zündet die nächste Entwicklungsstufe. Mit dem Prius Plugin-Hybrid kombinieren die Japaner einen Elektromotor mit einem Hybridantrieb und schlagen somit mindesten zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird den Kunden die Angst vor der fehlenden Reichweite der Elektroautos genommen, zum anderen wird der Verbrauch beim Prius weiter gesenkt.

Drei wählbare Modi


Drei wählbare Modi sind verantwortlich für das je nach Situation sinnvollste Fahren im Plugin-Prius. Im Modus HV – EV können 25 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden und das bis zu einer Geschwindigkeit bis 85 km/h. Senkt sich dabei der rechte Fuß allzu stark, schaltet sich der Hybridmotor hinzu. Beide Antriebe unterstützen sich dann gegenseitig. Im EV-City-Modus agiert der Elektromotor ganz autonom und schafft dann auch bis zu 25 Kilometer Reichweite. Hinwegfällt beim Toyota – im Gegensatz zu den reinen Elektroautos – die enorme Beschleunigung. Steht bei den Elektrofahrzeugen von Beginn an das maximale Drehmoment zur Verfügung, so wird auch in der EV-Version der Verbrennungsmotor hinzugeschaltet, sollte der Fahrer den Ampelstart unbedingt gewinnen wollen. Dann werden innerhalb von 10,8 Sekunden die 100 Stundenkilometer erreicht, was aber in der Stadt pekunäre Folgen für den Geldbeutel nach sich ziehen könnte.

Wer vorausschauend fährt und den Wagen auch mal in Richtung rote Ampel ausrollen lässt, erhöht per Rekuperation wieder die elektrische Reichweite der Lithium-Ionen-Batterie, die beim Plugin-Prius verbaut wurde, während beim normalen Prius weiterhin Nickel-Metallhydrid-Akkus arbeiten.

Entspannte Fahrweise mit dem Toyota Prius Plugin-Hybrid


Der neue Toyota Prius Plug-in Hybrid 2012 hintenDas sinnvolle vorausschauende Fahren trägt zudem ebenso wie das fast lautlose Dahingleiten des Prius zu einer ruhigeren Fahrweise bei. Und keine Angst: Langsamer als die anderen Verkehrsteilnehmer ist man nicht. Zumeist trifft man die sichtlich angespannteren Fahrzeugführer an der nächsten roten Ampel wieder. Entspannungsfördernd ist auch das weich ausgelegte Fahrwerk, das besonders in den USA und in Japan beliebt ist, wo der Plugin-Hybrid schon einen ganz anderen Stellenwert besitzt als in Deutschland.

Und eine entspanntere Fahrweise zahlt sich letztendlich auch finanziell aus. 2,1 Liter soll der Plugin-Hybrid auf 100 Kilometer bei Arbeitsteilung der beiden Aggregate nur Verbrauch. Ist der Hybridmotor allein auf sich gestellt, sollen es immer noch gute 3,7 Liter sein. Rund 70 Prozent der Berufstätigen benötigen weniger als 25 Kilometer bis zur Arbeitsstelle. Steht dort eine Steckdose bereits, reicht die Arbeitszeit allemal aus, um auch dem Feierabend elektrisch entgegenzufahren.

Hoher Anschaffungspreis


Der neue Toyota Prius Plug-in Hybrid 2012 CockpitDann könnte sich auf Dauer die Anschaffung des neuen Hybrid-Pioniers lohnen. Denn wie jede neue Technik präsentiert sich auch der Toyota Prius Plugin-Hybrid nicht als Schnäppchen. 36.200 Euro werden mindestens fällig, sodass der neue Hybride in den kommenden Jahren noch nicht allzu häufig auf deutschen Straßen sichtbar sein wird. Toyota setzt die Erwartungen tief an. Rund 700 Einheiten sollen im nächsten Jahr verkauft werden. Doch die Japaner haben auch schon beim allerersten Prius einen langen Atem bewiesen.

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von Thomas Flehmer / in Kooperation mit Autogazette
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